Mittwoch, 12. Juli 2017

Wir sind umgezogen

Liebe Blog-Leser,


in den vergangenen Wochen gab es immer wiederkehrend technische Probleme mit unserem Blog.


Der Link https://mutterfreunde.blogspot.com/ wurde wiederholt von Instagram und Facebook blockiert, mit der Begründung die Seite wäre nicht sicher oder eventuell Spam.


Dies hat euch merklich den Zugriff auf unsere Beiträge erschwert, was sich in den Zahlen der Seitenaufrufe niedergeschlagen hat. Da wir aber wollen, dass ihr die Beiträge, die wir mit viel Arbeit und Herzblut schreiben, aber auch lest, sehen wir uns gezwungen den Blog umziehen zu lassen.


Auch Supportanfragen bei Facebook und Instagram konnten für das Problem keine Lösung finden, was hauptsächlich daran lag, dass niemand auf unsere Anfragen reagierte.


Auf https://mutterfreunde.wordpress.com/ findet ihr nun ab sofort sowohl alle neuen als auch alle alten Beiträge in vorläufig neuer Optik.


Wir hoffen, euch gefällt das neue Design des Blogs und ihr bleibt uns weiterhin treue Leser!


Eure Mutterfreundinnen

Dienstag, 4. Juli 2017

An die Frau von Sitzplatz 6A

Dieser Brief richtet sich an die ältere Dame die auf unserem Heimflug von Palma de Mallorca nach Erfurt auf dem Sitzplatz vor Kilian saß. In Ermangelung eines Namens wird sie im folgenden "6A" genannt.


Sehr geehrte Frau 6A,


auf dem Heimflug aus Ihrem wohlverdienten Urlaub auf Mallorca hatten Sie das unfassbare Pech in der Sitzplatzreihe vor mir, meinem Mann und unserem Sohn zu sitzen. Trotz dessen, dass Sie sich den Luxus gönnten eine ganze Sitzplatzreihe für 2 Personen zu buchen, war die Airline leider nicht so clever, Sie auch möglichst weit weg von Familien mit Kindern und Ballermann Touristen zu setzen. Andererseits war dies aufgrund des Gesamtklientels im Flugzeug wahrscheinlich auch einfach nicht möglich.
Mein Sohn, 3 Jahre alt und erst zum vierten Mal in einem Flugzeug äußerte den Wunsch, am Fenster sitzen zu dürfen, welchen ich ihm, ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen, erfüllte.
Bereits vor Start des Flugzeuges - mein Sohn machte sich mit der Funktionsweise des Tisches und den Sicherheitsvorkehrungen vertraut - beschwerten Sie sich, dass mein Sohn am Sitz rüttele. Ich ermahnte meinen Sohn dies zu unterlassen, obwohl Ihr Auftreten uns gegenüber bereits zu diesem Zeitpunkt mehr als unhöflich war.
Nach dem Start des Flugzeuges schlief mein Sohn bis das Boardpersonal mit den Getränkewagen vorfuhr. Anschließend beschäftigte er sich mit einer portablen Spielekonsole. Da mein Mann in dieser Zeit unser Kind betreute, erlaubte ich es mir mein Hörbuch zu beenden, da die restliche Spieldauer nur noch 13 Minuten betrug.
Als das Flugzeug nach erfolgreicher Landung die Parkposition erreichte, ließen Sie es sich vor dem Aussteigen nicht nehmen uns mit einer Schimpftirade zu verabschieden, die Ihresgleichen sucht.


Zugegebenermaßen hatte unser Sohn kurz zuvor seine Aufregung über diverse Vorkommnisse während der Landung lautstark geäußert. Aber wir erinnern uns, er ist 3 Jahre alt. Da können die Bremsgeräusche eines landenden Flugzeuges, das Aufsetzen auf der Landebahn, ein Hase auf dem Rollfeld und parkende Flugzeuge und Polizeiautos schon sehr aufregend sein. Ich entschuldige mich hiermit höflichst, dass mein Kind in solchen Situationen noch nicht die stoische Ruhe an den Tag legt, die Sie mit Ihren geschätzten 134 Jahren bereits gemeistert haben. Weiterhin möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der Landevorgang etwa 15 Minuten dauerte. Die von Ihnen getroffene Aussage, mein Sohn habe 2 Stunden, also die gesamte Flugzeit, ununterbrochen herumgeschrien, weise ich hiermit vehement zurück.
Da Sie sich offensichtlich von uns ostdeutschen, unfähigen Eltern so sehr belästigt gefühlt haben, dass Sie uns und weitere Fahrgäste persönlich beleidigen mussten, bitte ich Sie doch zukünftig entweder die Sitzplatzreihen vor und hinter der eigenen mit zu buchen oder einen Privatjet zu chartern. Außerdem empfiehlt sich für Sie das Fliegen ab München. Die Wahrscheinlichkeit von dort aus von uns Ossis und unseren lästigen Kindern behelligt zu werden, ist verschwindend gering.


Abschließend möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass auch Sie nicht gerade leise gesprochen haben. Denn wie es um die Steuerhinterziehung von Ronaldo und das Liebesdrama von Herzogin Charlene von Monaco steht, hat mich auch nicht interessiert. Anstatt damit aber den Konflikt mit Ihnen zu suchen, habe ich Sie augenrollend ignoriert. Wie Ihr Ehemann...dem ich schon fast meine Kopfhörer leihen wollte.


Mit freundlichen Grüßen


7C


An die "asozialen" Ballermann-Touristen, die sich in diesem sinnlosen Konflikt für uns stark gemacht haben, obwohl 6A sich von euch erst Recht nichts sagen lässt: Vielen Dank, dass ihr trotz erhöhtem Alkoholgehalt im Blut einen klareren Kopf hattet, als diese... na, wir wollten doch höflich bleiben!

Freitag, 30. Juni 2017

Happy Birthday Mutterfreunde!





Heimlich still und leise ist uns doch glatt unser bereits dritter Blog-Geburtstag durch die Lappen gegangen!

Am 22.06.2014 gingen unsere ersten zwei Blog Beiträge online. In den 367 Beiträgen, die darauf folgten, haben wir euch so einiges aus unserem Leben mit Kindern und als Eltern berichtet.
Gestartet wurde das Projekt Mutterfreunde mit ursprünglich 11 Bloggerinnen von denen der harte Kern bestehend aus mir (Solina), Chutriel, Schokominza, Marypenny und Lerche mal mehr und mal weniger konstant mit Lesestoff versorgt.


Ich möchte mich heute im Rahmen dieses Posts bei meinen Mit-Bloggerinnen für den unermüdlichen Einsatz und eure Leidenschaft am Schreiben bedanken, aber auch bei den Mutterfreundinnen, die nicht mehr mit bloggen aber immer noch ein wichtiger Teil meines Lebens sind.


Auf ein weiteres fröhliches Jahr mit unseren Knirpsen!



Dienstag, 13. Juni 2017

Wie wir uns die Arbeit gerecht aufteilen

Werfen wir einen Blick in den Zeitgeist der modernen Elternschaft. Hallo bei uns! Tretet ein und schaut selbst: Angefangen bei der Arbeitszeit über die Familienzeit bis hin zum Haushalt und der Freizeit teilen wir alles auf. Das schaut gemütlich aus, oder? Aber kann es auf Dauer funktionieren? Ich lebe jetzt seit einem Jahr nach diesem 50:50-Prinzip und blogge heute für euch einen kleinen Erfahrungsbericht.


Was für ein Tag: Vor einem Jahr konnte ich meine Arbeitswoche von 40 auf 30 Stunden reduzieren, weil mein Mann seine Elternzeit beendete und eine Stelle mit 20 Stunden/Woche annahm. Ich freute mich auf die "neue Zeit", denn nun gehörten die Nachmittage mir und meinen Töchtern. Ich hatte Arbeitszeit abgegeben und Familienzeit hinzugewonnen.

Papa kann auch arbeiten
Meine Tochter hielt es zunächst für einen Scherz und kicherte. Ein Papa geht doch nicht arbeiten! Es ist faszinierend, wie sehr sich die Weltsicht der Kinder an das anpasst, was man ihnen vorlebt. Für Mila gehörte ein Papa nach Hause zu seinen Kindern. Er musste mit ihnen spielen, kochen und die Wäsche aufhängen. Ich war entsprechend gespannt, wie meine Kinder aufnehmen würden, dass mein Mann nun auch arbeiten geht, aber was denkt ihr? Es verlief unspektakulär. Sie nahmen es genauso unkompliziert hin wie sie auch vorher seine Elternzeit akzeptiert hatten.

Trotzdem: Wenn ich sie aus dem Kindergarten abgeholt habe und wir das Haus betreten, rufen beide noch ganz oft: "Papa, wir sind zu Hause!" Dann erkläre ich, dass er auf Arbeit ist. Manchmal vermissen sie ihn dann, besonders meine große Tochter hängt sehr an ihm, doch an die Zeit alleine mit Papa können sie sich leider schon gar nicht mehr erinnern.

Viel mehr Organisation nötig
Was ändert sich am meisten? Ganz klar: Die Organisation. Im Gegensatz zu der Zeit vorher, als nur ich gearbeitet habe und mein Mann zu Hause war, planen wir nun viel mehr. Wir brauchen Checklisten und gute Ideen. Was sollen wir tun, wenn der Kindergarten geschlossen ist? Wie werden die Kinder betreut, wenn ich länger arbeiten muss oder wenn ich auf Dienstreise fahre? Wer bleibt mit dem kranken Kind zu Hause? Wer übernimmt den Termin zur U-Untersuchung? 
Der Familienplaner hängt zentral in der Küche. Bunte Kringel, einige Fragezeichen und viele verschiedene Namen fallen ins Auge. Hier steht, wer wann wo wen abholt. Wir müssen nun häufiger andere fragen, ob sie die Kinder aus dem Kindergarten abholen können. Groß ist unser soziales Netz allerdings nicht, weshalb wir zusätzlich eine Babysitterin gesucht haben. Das hilft. Und trotzdem schaffen wir es nicht immer, eine Lösung zu finden.

Wirklich fünfzig-fünfzig?
Wir kritzeln übrigens keine Striche auf Listen und schlüsseln auf, wer welche Arbeiten im Haushalt übernimmt, wer einkaufen war oder die Kinder bespielen durfe. Dafür nervt uns beide Bürokratie zu sehr und es hat auch keinen Mehrwert, denke ich.

Wir leben nicht wirklich 50:50, wie ihr euch denken könnt. Ich arbeite mehr, habe aber auch mehr Familienzeit und er übernimmt größere Teile im Haushalt. Reines 50:50 gibt es wahrscheinlich nirgendwo. Aber ich denke auch nicht, dass es darum gehen muss, sich alles völlig gleich aufzuteilen. Vielmehr sollte jeder zufrieden mit seinen Aufgaben und seiner Zeiteinteilung sein. Aus diesem Grund funktionieren auch andere Modelle prima! 

Bei uns ist jedoch so, dass unsere Bedürfnisse sehr ähnlich sind:
Hauhalt
Uns beiden ist Hausarbeit ein notwendiges Übel. Erschwerend kommt hinzu, dass wir keinen Geschirrspüler haben und auch noch täglich Abwaschen müssen, was viel Zeit frisst. Wir versuchen den Haushalt möglichst gleich aufzuteilen, doch da mein Mann oft vormittags noch Zeit hat, übernimmt er mehr Aufgaben. 

Arbeit
Unsere Arbeit macht uns zugleich Spaß und graue Haare und es gehört für uns zum Leben dazu.

Familienzeit
Wir genießen beide die Zeit mit den Kindern und möchten viel davon abbekommen. Ich unternehme gern Ausflüge mit meinen Töchtern und wir basteln, lesen oder malen viel. Mein Mann setzt sich hingegen nach der Arbeit noch lange mit ins Spielzimmer und spielt Playmobil mit ihnen.

Freizeit
Wir brauchen beide unsere Freizeit, reine Zeit für uns, die wir in unsere Hobbys stecken können oder in der wir Freunde treffen. 

Organisation 
Die Organisation unseres Lebens übernehme in großen Teilen ich. Einzig der Bereich Kindergarten liegt bei ihm: Essen, Klamotten, Geld, Servietten, Windeln ect. muss er organisieren. Da halte ich mich soweit raus.


Zusammenfassung

Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir beide auch nach einem Jahr dieser Aufteilung glücklich damit sind. Ich weiß aber auch, dass unsere Zeiteinteilung ein Luxus ist, den sich gar nicht jeder leisten kann. Zusammengenommen arbeiten wir schließlich nur 50 Stunden/ Woche - Da wir sparsam sind, aber auch mehr als Mindestlohn verdienen, können wir uns damit finanzieren und es ist okay.

Wie geht es den Kindern damit? Sehr gut. Klar, die Große ist ein Papakind und die Kleine ein Mamakind, das merken wir, aber es ist kein Problem, mal einen Tag weg zu sein - Die Kinder fühlen sich bei jedem Elternteil pudelwohl und das liegt sicherlich auch mit daran, dass wir beide viel Zeit mit ihnen verbringen können.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Embrace! Über ein gesundes Körpergefühl

Ich möchte seit Tagen ein Posting über den Film EMBRACE schreiben und ging bereits einige Male in Gedanken durch, was ich sagen möchte. Und was ich sagen will und was ich sagen sollte. Mich begeistert der Inhalt des Films, denn das Thema ist wichtig und richtig.

Aber der Reihe nach. 

Ich möchte etwas über den Film "Embrace" von Taryn Brumfitt schreiben, den ich am 12. Mai im Residenz Kino in Köln gesehen habe. Ich schreibe erst viele Tage danach darüber, weil ich meine Gedanken dazu sammeln musste. Es ist ja im Grunde kein Film, dem man eine Bewertung zwischen 1-5 Sternchen aufdrücken kann, sondern hier geht es um ein großes und mächtiges Thema, dem wir permanent ausgesetzt sind. Vielleicht ist es aber auch nur ein kleines Thema, dem man nicht so viel beimessen sollte? 

Egal, wie viele Sternchen er wert sein mag, schaut ihn euch einmal an. Und erwartet an dieser Stelle keine Filmrezension von mir - Lasst uns einfach mal über das Thema sprechen, okay? Let´s talk about your body.



Ausgangspunkt des Films ist eine Frau, die nach ihren Schwangerschaften überlegte, was sie mit ihrem Körper tun kann. Schönheits-OPs verwarf sie, weil sie kein schlechtes Vorbild für ihre Tochter sein wollte. Stattdessen entschied sie sich, zu trainieren. Und zwar richtig krass: Mit eiserner Disziplin in Bezug auf Essen und wahnsinnig viel Sport und Besessenheit schaffte sie es innerhalb weniger Wochen zu ihrem "Traumkörper"... Super? Nein, im Gegenteil war diese Bikinifigur all die Zeit, Energie und Besessenheit einfach nicht wert, stellte sie fest...

Daraufhin lebte sie wieder "normal" und zufrieden. Und postete ihr Glück mit diesem Bild auf Facebook:



Bei der Erstellung von Werbe-Kampagnen greift man gern auf den sogenannten "Clicking Fragenkatalog" zurück, den Mario Pricken in seinem Buch "Kribbeln im Kopf" zusammen gestellt hat. Was Taryn Brumfitt hier macht, entspricht einer solchen Clicking-Frage, der "Drehung um 180°". Jeder Betrachter des Bildes bleibt irritiert hängen: "Das ist doch falsch herum?" 


So funktioniert Werbung: Man erzeugt Aufmerksamkeit. Nur meint Taryn die Drehung um 180° völlig ernst und trifft damit einen Nerv unserer Zeit. Taryn sagte der Bikinifigur wieder Adieu und lebte normal weiter. Normal, gesund, glücklich. Und deswegen zeigt das rechte Foto ihre Traumfigur.

Körperbewusstsein - Was macht mich gesund und glücklich?


Der Gedanke hinter EMBRACE geht über "Akzeptiere dich selbst" hinaus. Dieser Spruch hilft dir nicht, wenn du trotzdem unbedingt schlank sein willst. Es hilft deshalb nichts, weil das Körperbild von Frauen insgesamt falsch wahrgenommen wird: Schlank gilt als gesund, ein runder  Körper hingegen spiegelt eine ungesunde Lebensweise wider. Aber das ist falsch. Es kommt nicht auf die Körperform an, sondern auf unser Essverhalten und unsere Fitness. Wenn wir uns gesund ernähren und Sport treiben, ist unsere Körper GESUND. Punkt! Übrigens kann ein dünner Körper genau das Gegenteil von Gesundheit bedeuten, wenn nämlich dieser Körper aushungert wurde.


Die Optik eines Körpers sagt nichts über die Gesundheit aus. Ich kenne viele rundliche Menschen, die stundenlang wandern oder Rad fahren, die tanzen gehen oder anderen Sport treiben. Diese Frauen sind fit und sollten zufrieden mit sich sein, aber sie sind es nicht, weil sie hier und da Speck haben und nicht in Größe 38 passen. Das ist doch traurig?


Schwanger und schlank
Meine Schwangerschaften waren die schlimmste Zeit meines Lebens. Vielleicht erinnert ihr euch? Ich konnte nichts essen, aber übergab mich bis zu dreimal die Stunde. Hyperemesis gravidarum erhielt ich als Diagnose. Mein Körper kam nicht auf die Hormone klar und so hatte ich innerhalb eines Monats zehn Kilo weniger auf den Rippen. Was meint ihr, was passierte? "Du hast abgenommen, oder? Das sieht gut aus."  Ich wurde tatsächlich positiv darauf angesprochen.

Ausgerechnet zu einer Zeit, in der ich ungesünder kaum hätte leben können, erhielt ich positiven Zuspruch für meinem Körper. Nichts essen und kotzen? Aber Komplimente erhalten und als schön empfunden werden... Man begreift, wie leicht Essstörungen entstehen können, wenn die Umwelt einen darin bestärkt, dünner zu werden. Realistisch betrachtet, war dieser dünne Körper nicht "mein Körper". Ich bin eine Frau und habe einen weiblichen Körper, der mir soweit ganz gut gefällt. Der dünne Körper entstand durch Krankheit - Er war nicht schön, sondern ungesund und es drängt sich die Frage auf, wieso wir Körper so falsch wahrnehmen?

Ist das Fernsehen Schuld?

Auf jeden Fall beeinflusst das Fernsehen unsere Wahrnehmung. Genauso wie Zeitschriften und Werbeplakate. Darauf haben Frauen Körper wie 15-jährige Mädchen und ausgerechnet dieser Mädchenkörper setzt sich als idealer Frauenkörper fest.

Doch meiner Meinung nach - und darauf geht EMBRACE leider nicht ein - erwartet unsere Kinder ein noch viel größeres Unheil als uns selbst. Fernsehen war schlimm, doch noch viel schlimmer ist Social Media.

Instagram: Motivation vs. Bessenheit

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... um nur einige Hashtags zu nennen, die in Instagram beliebt sind. Ist das noch Motivation oder ist es bereits Besessenheit? Wichtiger aber noch als diese Fragen: Wie wirken diese Postings auf andere Frauen und auf sehr junge Frauen?

Ich bin der Ansicht, dass man Fernsehen durchaus noch als "unecht" begreifen kann. Man weiß im Grunde, dass die Frauen auf Werbeplakaten Models sind. Doch wie sieht es mit Instagram aus? Instagram ist viel näher an uns dran; es zeigt die "Wirklichkeit". Wir sehen Schnappschüsse von Freunden, Klassenkameraden oder Bekannten. Instagram hat Facebook längst abgelöst; wir scrollen uns nur noch durch Fotos und vergeben unsere Likes.

2kg weniger, 16.000 Schritte, mein Abendessen

Eltern posten bekanntlich gern Fotos von ihren Kindern, aber die Mütter in meiner Liste haben noch ein zweites Lieblingsthema: Ihren Körper. Sie posten über ihr Gewicht, ihren Sport und den Obstsalat, welcher das Abendessen ersetzt. Dafür gibt es zahlreiche Hashtags... und noch mehr Likes.

Alle Welt beschäftigt sich mit den Körper, isst wenig und treibt viel Sport. Die Körper werden dünner und dünner. Nicht in der Realität, aber in der instagram-Wirklichkeit und wie gut kann man das unterscheiden? Was denken vor allem junge Mädchen, wenn sie sich in dieser Wirklichkeit aufhalten? Wollen sie mithalten? Wollen wir, dass sie mithalten? 

Vielleicht hatte Oma recht
Vielleicht hatte Oma recht, die einem grundsätzlich zu viel auf den Teller schaufelte. "Iss doch noch was. Du bist so dünn. Nimm dir ruhig mehr, ich habe viel gekocht." Ich habe es als Kind oder Teenie nie verstanden: Warum sollte ich mehr essen, wenn ein gesunder und schöner Körper doch DÜNN sein musste? 

Normal, gesund, glücklich. Oma hat es verstanden: Nur ein Körper, der gut versorgt ist, kann funktionieren und denken. Das wissen sogar schon meine Kinder: "Ich muss essen, damit ich gut spielen kann." 

So ist es! Ein Körper muss gesund sein und deshalb ist Essen genauso wichtig, wie Zähne putzen. Und ihr Mütter: Esst mit. Treibt euren Sport, esst auch das Obst, aber seid nicht besessen, sondern esst mit Appetit und Genuss und zeigt euren Töchtern, dass ein Körper stark sein sollte.



Wir 
brauchen
mehr
#starkefrauen
und
#starkemädchen

#embrace


Samstag, 20. Mai 2017

DIY - Feenlichter

Auf Pinterest bin ich auf eine süße Dekoidee gestoßen, die ich gerne verschenken wollte und bei der mich mein Sohn beim Basteln unterstützen konnte. Als bekennender DIY-Dummie musste es einfach umzusetzen, günstig in der Anschaffung (falls das Ergebnis kacke werden würde) und trotzdem nicht zu peinlich zum Verschenken sein. 
Wir bastelten Feenlichter.

Unsere Feenlichter

Was braucht man?

- Marmeladen-, Würstchen- oder Babybreigläschen
- schwarze Silhouetten nach Wunsch
- Bastelkleber
- weiße Servietten
- Glitzer
- Geschenkbänder oder anderen Rumtüdelkram
- elektrische Teelichter
- eventuell Farbe und weiteren Dekokram

Das schöne und individuelle an den Feenlichtern ist, dass man sich die Silhouette ganz frei nach Wunsch (und Vorlage) aussuchen kann. Wir sind direkt in Serienproduktion gegangen und haben für Sohnemanns Patentante und unsere Nichten klassische Feen im Internet gesucht, für meine Schwester einen Wolf, für meine liebste Solina zum Geburtstag ihre Lieblingsdisneyprinzessin Merida ausgesucht und Sohnemann hat sich Ohnezahn aus "Drachenzähmen leicht gemacht" gewünscht.

Wie geht man vor?

Zuerst sucht man sich besagte Silhouettenmotive im Internet. Davon gibt es allerhand kostenfrei zum Download. Die druckt man einfach aus, am besten direkt auf dickeres Tonpapier. Hatte ich nicht, also musste ich die Silhouetten erst normal ausdrucken und dann auf schwarzen Karton übertragen. Was ne echt blöde Idee ist, wenn man anstatt des empfohlenen Bastelscalpells mit stumpfem Teppichmesser rumhantieren muss (unnötig zu erwähnen, dass das Kind hier nicht helfen sollte).

...ziemlich krampfige Angelegenheit...


...aber am Ende ist die Fee fertig, die blöde mit ihren blöden Flügeln, die ständig gerissen sind. 

Die Silhouetten klebt man mit Bastelkleber innen auf eine Wunschstelle in die vorbereiteten Gläser. Damit diese schön milchig werden, pinselt man vorher das Glas mit Bastelkleber ein und legt eine (!!!) Lage der weißen Serviette drüber. Das ist ein bisschen fummelig und bei mir brauchte es mehrere Anläufe, bis ich die Serviette halbwegs gerade und ohne komplett zu reissen ums Glas legen konnte. Überschüssiges rupft man einfach ab.

Gläser von Außen bepinseln, damit die Serviette rübergelegt werden kann

"Ohnezahn"-Silhouette von Innen, mit verhunzter Serviette Außen
Mein Tipp

Statt teurem Bastel- oder sogar Serviettenkleber kann man diesen ganz einfach und ungiftig selbst herstellen. Dazu rührt man zu gleichen Teilen Mehl und Zucker mit warmem Wasser an, bis das Gemisch die gewünschte Konsistenz von Kleber hat. Wie viel man mischen muss ist abhängig davon, wie viel man braucht. Wirklich, so einfach ist das! Der Kleber hält sich ein paar Wochen im Kühlschrank und bisher klebte der so ziemlich alles, was ich im Hausbastelgebrauch benötigt habe.

Was das Kind tun kann

Je nachdem, wie alt das Kind ist, kann es natürlich auch selbst die Silhouetten ausschneiden. Mein Sohn hat seinen Ohnezahn aber leider direkt zerstört, warum ich ihn dann lieber ein paar Deckel anmalen ließ. Einige verzierten wir dann noch  mit einem Schmetterling.


Nachdem die Gläser getrocknet waren und die Silhouette Innen gut hielt, pinselte ich Außen wieder Bastelkleber aufs Glas und Sohnemann streute Glitzer über die Stellen. Danach suchten wir passende Geschenkbänder aus, die wir noch um die Deckel banden.
Die Glitzerpalette habe ich zur Freude des Kindes neu gekauft

Wir suchten passende Bänder aus meinem Fundus zusammen
Immer rüber mit dem Glitzer!


Am Schluss setzt man noch ein elektrisches Teelicht ins Glas, damit man den Deckel zumachen kann und - fertig ist das Feenlicht.

Die Gläser und Deckel kann man mit allem verzieren, was man in seinen Schubladen findet und schön findet. Mit geringem Aufwand lässt sich so ein toller und individueller Deko-Effekt erzielen. Es wurden sogar schon zwei weitere Gläser in Aufrag gegeben :). Viel Spaß beim Nachbasteln und zeigt doch mal eure Ergebnisse!

video

Dienstag, 16. Mai 2017

Meine virtuelle Wanderung durch Schweden

Für die Strecke quer durch Schweden wandert man 6 Wochen. 6 Wochen ohne Arbeit, 6 Wochen ohne Kinder, 6 Wochen ohne Mann? Das wird leider nichts, aber man kann ja heutzutage auch virtuell wandern und das möchte ich einmal ausprobieren. Laufen muss ich dabei - das sei vorausgeschickt - trotzdem auf die altmodischen Art.


Mein Schrittzähler
Günstig ist meine virtuelle Wanderung nicht. Meine Freundinnen und ich blättern jeweils 35 € bei Tappa.de hin, bevor wir in Schweden landen dürfen. Also online. Aber dafür gibts neben dem Konto auf der Plattform noch ein kleines Gadget: Statt mit einem Wanderrucksack werden wir nach unserer Ankunft mit einem Schrittzähler ausgestattet. Unsere Offline-Strecke verläuft nicht durch Wälder oder an Flüssen entlang, sondern wir bewegen uns durch den Supermarkt oder auf Gehwegen. Wir durchwandern den Alltag. 

Bei Tappa tragen wir uns als "Private Teilnehmerinnen" ein und dann geht es auch schon bald los. Schritt für Schritt.

10.000 Schritte sind verdammt viele Schritte
Wir starten in Göteborg. Jeden Tag gilt es, mindestens 10.000 Schritte in unserem Alltag zurückzulegen, damit wir virtuell nach 6 Wochen Stockholm erreichen. Für mich, die ich zuvor nie meine Schritte gezählt habe (Ich hatte zwar mal einen Schrittzähler, doch der funktionierte leider nicht und ich trennte mich schnell wieder von ihm), barg das Projekt noch eine Überraschung: 10.000 Schritte sind verdammt viele Schritte. 

Etwas fertig nach etwa 7000 Schritten am Stück
An meinem Arbeitsplatz bewege ich mich in der gesamten Arbeitszeit nur ungefähr 400 Schritte. An bewegungsreichen Tagen. Vierhundert. Nicht viertausend… Fürs Tippen und Klicken gibt es keine Extrapunkte, der Hintern muss schon hoch aus dem Bürostuhl. Meine Top-Ziele sind Kaffeemaschine und Toilette, doch die liegen nicht weit genug entfernt, um auf der Wanderung voran zu kommen. Das bringt mich virtuell nicht zur nächsten schwedischen Stadt. Ich bummel nur rum, während die anderen schon weitergelaufen sind.

Tappa hat Bestenlisten
Highscores spornen mich tatsächlich an, das funktioniert in der Regel gut bei mir, doch wenn ich irgendwo auf Platz 500 krieche, schlägt die Motivation eher in Resignation um… Wie machen die das alle? Haben die nichts anderes zu tun, als in der Gegend rumzulatschen und Schritte zu sammeln?

Abendprogramm: Mila darf Fahrrad fahren und ich sammel Schritte


Läuft doch!
Nach einer Woche stelle ich jedoch fest, dass es gar nicht so schlecht für mich „läuft“ – Mein Schrittzähler spuckt inzwischen einen Durchschnitt von 17.000 Schritten pro Tag aus und ich konnte jeden Tag mein Fleißsternchen abholen. Das gibt es, wenn das Tagesziel der 10.000 Schritte erreicht wurde. Ich kann es gar nicht glauben und ab und zu laufe ich deshalb mitzählend 100 Schritte und überprüfe, was der Schrittzähler sagt: 99 oder 101. Er arbeitet verblüffend präzise. Ich bewege mich tatsächlich so viel. 

Entdeckung am Straßenrand: Ein Meer aus Tulpen


Viel viel viel Zeit
Wenn ihr selbst schon einmal eure Schritte gezählt habt, wisst ihr, das 10.000 kein Pappenstiel sind. Wie schafft man das? Mein Arbeitsweg ist kurz und die 20 Minuten kann ich mir locker nehmen, um ihn zu Fuß zu bewältigen. Etwas eher aufstehen, reicht schon aus. Für den Hin- und Rückweg verbuche ich dann schon 5.000 Schritte auf meinem kleinen Begleiter, der an der Hosentasche oder am Rockbündchen befestigt ist. 

Soweit die Füße tragen
Den Rest der Strecke schaffe ich im Alltag locker. Wie ist das bei euch? Ich laufe eigentlich den ganzen Nachmittag hin und her: Kindergarten, Spielplatz, nach Hause, Einkaufen. Mila irgendwo abliefern (Tanzkurs oder Freunde), zur Eisdiele oder in die Stadt oder zum Kinderarzt. Da kommen schon viele Schritte zusammen, gerade bei sonnigem Wetter. Manchmal besuche ich selbst Freunde, gehe abends ins Kino oder zu einer anderen Veranstaltung. Schritte, Schritte, Schritte. Meine persönliche Bestleistung brachte mir ein Fußweg von 60 Minuten bis zur Bundeskunsthalle, der auf einen ohnehin schon bewegungsreichen Tag folgte.

Privileg Stadt
Ich denke, gerade durch die kurzen Entfernungen, die das Stadtleben mit sich bringt, sammeln sich die Schritte leicht an. Der Weg zum Aldi ist nur 5 Minuten lang, zur Arbeit 20, zum Kindergarten 10. Man läuft es „mal eben“. Wer ländlicher lebt, kann vielleicht durch einen 30 Minuten Fußmarsch zum Supermarkt (oder weiter?) richtig viele Schritte sammeln, muss dann aber mit die ganzen Einkäufe wieder zurück buckeln. Und welche Kinder machen das mit? Die hat man ja in der Regel auch dabei und irgendwann beginnen selbst die beweglichsten Vierjährigen zu quengeln. Deswegen nimmt man dann doch lieber Bus oder Auto, statt zu laufen, denke ich.

Jeden Tag ist dieses Gebäude ein bisschen weniger da. Ich nähme es wohl nicht weiter zur Kenntnis, wenn ich immer nur mit dem Bus daran vorbei düsen würde.

Bonus durch Sport
Sportliche Aktivitäten verbucht Tappa als Bonus, obwohl man durch Aerobic oder Seilspringen natürlich auf der Wanderung in Schweden nicht weit kommen würde. Bei Tappa geht es um Bewegung, egal welcher Art, da kann man mal ein Auge zudrücken. So bekomme ich für eine Minute Fahrradfahren beispielsweise 130 Schritte oben drauf. Doch mir bringen Bonus-Aktivitäten fast nicht ein, da ich so gut wie nie Sport treibe. Andere Teilnehmer nutzen diese Möglichkeit oft und viel, wie man in den Bestenlisten sehr deutlich sehen kann. Dort wird nämlich zwischen „Schritten“ und „nur Schritten“ unterschieden. Die Unterschiede sind gewaltig.


Entlang am Rapsfeld

Jeder Schritt macht fit
An manchem Abend falle ich platt aufs Sofa, obwohl ich doch "nur" laufe. Doch so wenig ist es nicht: Zusammengerechnet verbringe ich ungefähr 2 Stunden pro Tag auf den Füßen. Aber es tut mir gut. Ich fühle mich nach dieser ersten Woche tatsächlich… angenehm fit. Es nimmt viel Zeit in Anspruch, jeden Tag diese ganzen Schritte zu gehen, aber es lohnt sich durchaus – zumindest für Stubenhocker wie mich, die ansonsten keinen Sport machen.

Zu Fuß erlebt man den Frühling besonders schön


Was habe ich bislang erlebt?
Leider enttäuscht mich Tappa ansonsten. Fitness ist sicherlich positiv, aber ich habe mich auch für das Erlebnis angemeldet: Eine virtuelle Reise durch Schweden! Diese – und da spricht die eLearning-Designer aus mir – könnte noch viel ansprechender gestaltet sein. Man erfährt nur in knapper Textform bestückt mit einem Foto etwas über die verschiedenen Städte. Ziemlich mau! Immerhin sehe ich sehr viel von meiner eigenen Stadt Bonn.

Fazit 
Fitness funktioniert, doch um Schweden zu erleben, kann ich die Wanderung leider nicht empfehlen – Da müssen wir wohl in ein echtes Flugzeug steigen, wenn die Kinder ihre ersten Schulferien erleben und dann wandern wir einfach alle zusammen als Familie. Die Sommerferien sind doch sechs Wochen lang, oder? Wenn das nicht mal seinen Grund hat.




Sonntag, 14. Mai 2017

Mutterfreunde testet - Hochwertige Fotobücher von Saal Digital

Jede Mutter kennt es: gerade in den ersten Lebensjahren schießen wir, dank der digitalen Fotografie, täglich dutzende Bilder unserer Sprösslinge. Bei den meisten versumpfen diese Fotos auf Festplatten und Speicherkarten. Nur die Wenigsten davon schaffen es tatsächlich an unsere Wände.


Fotobücher sind immer ideal um eine große Menge Bilder handlich und praktisch für die Nachwelt aufzubewahren. Nach jedem Urlaub verbringe ich daher mehrere Stunden vor dem PC und gestalte Seite um Seite. Das Angebot im Netz an Printservices ist dabei groß doch die Qualität schwankt stark. Besonders bei Handyfotos gelangen Fotobücher schnell an ihre Grenzen.

Saal Digital bot uns daher Gelegenheit eines ihrer hochwertigen Fotoprodukte auf Herz und Nieren zu testen.


Die Software
Saal Digital bietet zum gestalten der Fotoprodukte eine eigene Software an. Das ist besonders praktisch, wenn man für das Gestalten etwas mehr Zeit benötigt. So kann man das Projekt speichern und später weiter bearbeiten.
Die Software ist schlicht gestaltet und bleibt dadurch sehr übersichtlich. Der Umfang an Gestaltungsmöglichkeiten hält sich allerdings in Grenzen. Die fertigen Layouts bieten pro Bildanzahl immer nur 1-3 Varianten. Insgesamt waren mir die meisten Layouts auch zu kitschig. Ich habe mich für das Design "Noa" entschieden aber auch etliche Seiten frei gestaltet um meine Möglichkeiten nicht zu stark einzugrenzen.

Leider hat die Software durchaus ihre Macken. So muss man z. B. beim Neustart der Software immer erstmal ein leeres Projekt beginnen, bevor man ein bereits begonnenes laden kann.
Auch das Einfügen von Bilderrahmen ist nicht so unkompliziert wie ich es aus anderen Softwares kenne, hat man sich aber einmal hinein gefuchst, lässt sich auch das Programm von Saal Digital gut bedienen. Lediglich die fehlende Funktion des Bilderaustauschs per Drag&Drop zwischen den einzelnen Rahmen hat mich schier wahnsinnig gemacht. Will man zwei Bidler tauschen muss man beide löschen und neu einfügen. Pixum kann das besser.

Hervorragend fand ich die Auswertung der Bildqualität. So bekommt man direkt angezeigt, ob sich die Handyfotos z. B. gut drucken lassen oder ob sie pixelig werden. Besonders gut finde ich auch, dass man einzelne Seiten einfügen kann und nicht immer Seitenpakete (meist 8 Seiten) nehmen muss.

Der Bestellvorgang
Hat man das Buch in der Software fertig gestellt und in der Vorschau überprüft, wird das Projekt hochgeladen. Bestelldaten eingeben und schon geht euer Fotobuch in den Druck. Die Versandbestätigung habe ich bereits 3 Tage nach der Bestellung erhalten. Die Lieferung erfolgte bereits 2 Tage später per DHL.
Das Fotobuch war ordentlich verpackt, sodass es nicht verknickt werden konnte.

Das Produkt
Mein erster Eindruck war einfach nur: Wow!!! Der Einband stellt das ausgewählte Bild brilliant dar. Das Fotopapier ist sehr hochwertig und die Layflat-Bindung ermöglicht ein leichtes Umblättern. Außerdem gehen mit dieser Bindung in der Mitte des Buches keine Bildteile verloren.

Stabiles und hochwertiges Fotopapier
Beispiel der Layflat Bindung

Selbst die qualitativ schlechteren oder unterbelichteten Fotos sind im Buch schön abgedruckt und kaum bis gar nicht verpixelt. Auch ganzseitigen Handyfotos merkt man ihren Ursprung nicht an. Besonders schön sehen natürlich die professionellen Fotos aus, die meine Freundin Saskia von uns gemacht hat. Da sieht man erstmal, welche Möglichkeiten Saal Digital hier bietet.

Unscharfes Handyfoto in der Nahaufnahme
Insgesamt habe ich nur eine Kleinigkeit zu bemängeln: Im Vergleich zum hochwertigen Fotodruck wirken die Schriften etwas verpixelt. Schade finde ich auch, dass der Buchrücken kein eigenes Textfeld hatte. So kann man, steht das Buch einmal im Bücherregal, nicht mehr sehen um welches es sich handelt.
Nahaufnahme eines Schriftzuges

Profifotos brilliant dargestellt

Fazit
Saal Digital bietet hier besonders für Hobbyfotografen mit gutem Equipment im Direktvergleich zur Konkurrenz ein absolut hochwertiges Produkt, das nicht nur für die alltäglichen Kinderbilder sondern auch für die wirklich wichtigen Aufnahmen wie z. B. Tauf- oder Hochzeitsfotos prädestiniert ist.
Die Qualität des Fotopapiers schlägt die Konkurrenz (wie z. B. Pixum) um Längen. Mit dem richtigen Einband wird das simple Fotobuch zum edlen Geschenk. Ab sofort bietet Saal Digital sogar Leineneinbände an.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut. Der Preis pro Seite lag bei dem von mir bestellten Buch bei exakt 1,00 €. Mein letztes Fotobuch von Pixum kostete mich sogar 1,03 € pro Seite und das bei schlechterem Fotopapier und mit normaler Bindung.

Werde ich nochmal ein Fotobuch von Saal Digital bestellen? Ja, allerdings würde ich mir eine erhebliche Verbessung der Software wünschen, insbesondere was die Gestaltungsmöglichkeiten bestrifft. Da kann Saal Digital sich von Pixum noch was abgucken. Weiterhin würde ich mir wünschen, dass es für kompaktere Fotobücher auch dünneres Papier zur Auswahl gebe. Die restlichen Fotobücher im Regal, mit einer ähnlichen Anzahl an Seiten, sind in etwa halb so dick.


Vielen Dank an Saal Digital, die diesen ausführlichen Produkttest unterstützt und ermöglicht haben.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann das Fotobuch von Saal Digital noch bis zum 31.05.2017 mit einem Kennenlerngutschein in Höhe von 15,00 € kennenlernen!

Freitag, 12. Mai 2017

Zeit für etwas neues - Mutterfreunde testet! Ein Disclaimer

In der Vergangenheit gab es von uns schon des Öfteren Blog Beiträge in denen wir Produkte oder ganze Produktkategorien auf Herz und Nieren getestet haben.


Nun wird es Zeit dem Ganzen eine eigene Serie zu widmen:


Mutterfreunde testet!


In unseren Berichten werden wir euch, wie gewohnt, ausgewählte Produkte vorstellen. Um das ganze aber auch ein bisschen aufzupeppen, werden auch Internetangebote und Onlineshops mit in das Programm aufgenommen. Weiterhin wollen wir auch unser Augenmerk auf die Freizeitgestaltung richten und euch gezielt Ausflugs- und Reisetipps geben.
Um dies zu ermöglichen, ist es teilweise nötig, mit den Herstellern und Anbietern zusammen zu arbeiten. Auch wenn der ein oder andere Beitrag damit gesponsert wird oder wurde, geben wir euch unsere offene und ehrliche Meinung.
Wir wollen euch unsere Erfahrungen möglichst transparent zur Verfügung stellen und dabei auch die negativen Aspekte beleuchten, ohne uns beeinflussen zu lassen. Wir versichern euch also hiermit, dass wir auch bei Produkten, die uns zur Verfügung gestellt wurden, unsere Meinung immer offen und ehrlich gebloggt wird.
Auch wird diese Serie nicht den Großteil unseres Blogs ausmachen. Die normalen Alltagsthemen bleiben euch auf jeden Fall erhalten.
Eure Meinung ist uns wichtig! Am Sonntag den 14.05.2017 wird in dieser Serie der erste Beitrag online gehen. Bitte teilt uns mit, wie ihr den Beitrag findet und ob ihr euch mehr Beiträge solcher Art auf unserem Blog wünscht!


Eure Mutterfreundinnen

Dienstag, 9. Mai 2017

#Muttertagswunsch von Schokominza

Am 14. Mai ist Muttertag und ich nutze wie viele BloggerInnen den Anlass, um politische und gesellschaftliche Forderungen für Familien zu stellen. Bist du auch dabei?

Alle Tweets unter dem #muttertagswunsch und #vatertagswunsch werden zusammen getragen und dem Familienministerium überreicht. 


Ich gehöre an sich zu den Befürwortern des Muttertags Es gibt schließlich Schokolade und Blumen und niedliche Bastelarbeiten von den Kindern! Und ich sage meiner Mutti gern, wie sehr ich sie liebe und schätze. Ein Muttertag schließt dabei nicht aus, dass auch alle anderen Tage für eine Mutter schön sein können. Ich selbst fühle mich jedenfalls auch an den Tagen abseits des Muttertags geliebt, verstanden und wertgeschätzt. Wie die Tage aber noch besser werden könnten, fasse ich nun in meinen Muttertagswünschen zusammen.

Mein Muttertagswunsch

 

Ich wünsche mir zum Muttertag:


  • Eine flexible KiTa-Betreuung, die sich nicht nur an einem 9-to-5 Job ausrichtet. Manche Eltern beginnen früher zu arbeiten, andere können später erst Feierabend machen.
  • Längere Betreuungszeiten in KiTas. Grundsätzlich sollte eine Vollzeitarbeit möglich sein und nicht durch die zu kurze Betreuungszeit der KiTa ausgebremmst werden.
  • Einen besseren Betreuungsschlüssel in Kindergärten: Für mehr ErzieherInnen in den Gruppen.
  • Weniger Kindergarten-Schließzeiten. Für die Wochen der Eingewöhnung und die Besuche beim Arzt (U-Untersuchungen, Impfungen) nehmen Eltern bereits viele ihrer Urlaubstage. Sie schaffen es kaum, dann noch zusätzlich mehrere Wochen ohne Kinderbetreuung zu überbrücken, aber eine alternative Betreuung wie eine Ferienfreizeit ist für kleine Kinder natürlich auch noch nicht möglich.
  • Gleiches Elterngeld für alle. Für die gleiche Leistung sollen die einen Eltern derzeit mit 300 € auskommen und die anderen mit 1800 €. Ich wünsche mir ein gleiches Elterngeld für jeden, der sein Baby versorgt.
  • Die Möglichkeit für Homeoffice. 
  • Eine größere Akzeptanz von Teilzeitstellen.
  • Eine bessere Bezahlung von Hebammen, ErzieherInnen und LehrerInnen. Unsere Kinder werden schließlich nicht nur beaufsichtigt, sondern auch gefördert, bespielt, gepflegt, erzogen und vieles mehr. Mit viel Liebe und Engagement. (DANKE!)
  • Förderung der Familien (Familiensplitting statt Ehegattensplitting).
  • Eine individuelle Entscheidung darüber, wann ein Kind schulfähig ist. Wir sollten die Kleinen nicht in die Schule stecken, nur weil sie vor einem bestimmten Tag geboren worden sind.
  • Betreuungsplätze für alle Kinder in der Nachmittagsbetreuung an Grundschule.
  • Kostengünstige Ferienangebote / Ferienfreizeiten für SchülerInnen.
  • Eine Entschlackung des G8-Lehrplans.
  • Darüber hinaus: Mehr Spielplätze und Familientreffpunkte.
  • Barrierefreie Bus- und Bahnsteige und mehr Platz für Kinderwagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Wenn ich schon dabei bin: Breitere Radwege für sicheres Fahrradfahren mit Anhängern und Lastenrädern.
  • Größere Akzeptanz für Kinder im öffentlichen Raum. Kinder gehören (fast) überall hin. In den Supermarkt, ins Schwimmbad, ins Café, in den Bus, ins Museum und so weiter.
  • Kursangebote am Wochenende: Berufstätige Eltern wollen auch mal mit ihren Kindern zum Babyschwimmen gehen oder an einem Pikler-Kurs teilnehmen.

Sonntag, 30. April 2017

Ein echtes Wochenende in Bildern

Großspurig auf meinem Instagram-Account angekündigt, stelle ich euch heute ein "echtes" Wochenende in Bildern vor. Quasi als Gegenentwurf zu den auf Hochglanz polierten Wochenenden auf anderen Elternblogs voller Markenkleidung, gesundem Essen und pädagogisch wertvollen Spielen für und mit den Kindern.

Dieses Wochenende haben wir viel vor. Meine Nichte Enea feiert ihren vierten Geburtstag in einem Indoor-Spielplatz und wir sind herzlich eingeladen. Zwar wohnen wir nur knapp 1,5 Stunden Autofahrt von meiner Schwester entfernt, trotzdem verbinden wir den Geburtstag mit einem Übernachtungsbesuch dort. Meine Söhne haben immer viel Spaß mit ihren Cousinen und wir Erwachsene haben abends ein bisschen Zeit zum Quatschen. So viel zum Plan.

Und so sah die Realität aus:

Freitag

Eine anstrengende Arbeitswoche liegt hinter mir/uns. Ich bin müde und eigentlich total platt, hinzu kommt die unerträgliche Laune vom jüngsten Kind. Er schubt oder zahnt oder was auch immer, auf alle Fälle werde ich ständig angebrüllt und darf ihn weder absetzen noch irgendwas erledigen.


Hoch die Hände - Wochenende! Yeah!
Er ist gerade in dem zauberhaften Alter, in dem Grenzen ausgetestet werden ("Wie oft kann ich wohl versuchen, meinen Finger in die Steckdose stecken?"/"Was passiert, wenn ich auch diesen Teller auf den Boden werfe?"/"Darf ich immer noch nicht auf den Tisch klettern?"/...) und jedes Nein mit Frust, Gebrüll und Rundumschlägen quittiert wird.

Damit er wenigstens mal fünf Minuten Ruhe gibt, darf er mit der Fernbedienung spielen. Das ist sowieso das beste Spielzeug.

Man beachte seinen angepissten Gesichtsausdruck und meine gerauften Haare.
Aber da ist ja noch der große Bruder, der mir genauso auf die Nerven geht...Entschuldigung, der mich "ebenfalls fordert". Da jede Beschäftigung, egal ob Bücher ansehen, mit Duplo bauen, den Babyflitzern spielen, Malen oder Basteln vom kleineren Randalekind ge- oder zerstört werden und ich dann zwei schreiende Kinder hier habe, dürfen sie am Nachmittag Serien bei Netflix aussuchen.

Kein Medienkonsum für U3-Kinder *hüstel*
Zu allem Überfluss ist Freitagmorgen mein Auto endgültig kaputt gegangen und durfte nach einem fachmännischen Blick in der Werkstatt morgens (ein typisch norddeutsches "joah, damit kannste nich mehr fahrn.") nur noch nach Hause bewegt werden. Die Kinder werden also mit Fernsehen ruhig gestellt, ich werfe die ersten Klamotten in den Koffer während ich nebenbei auch noch versuche, eine fahrbare  Alternative zum Auto zu organisieren, damit ich am Montag zur Arbeit und zum Kindergarten komme. 

Ich zähle die Stunden, bis zumindest der kleine Schreihals im Bett ist, damit ich dem Großen wirklich meine volle Aufmerksamkeit schenken kann. Zumindest was man bei totaler Müdigkeit freitags nach 20 Uhr noch Aufmerksamkeit nennen kann... Da es mittlerweile ziemlich spät geworden ist, puzzeln wir nur noch zusammen (ein Disneypuzzle von Aldi für 1,99 Euro) und lesen eine Geschichte aus dem Buch Von Schusselbären, fliegenden Schweinen und singenden See-Elefanten: Meine liebsten Bilderbuchgeschichten (erworben bei Thalia für 14,95 Euro). Denn für mehr reicht meine Kapazität nicht.



Der Große schläft erst um 21.25 Uhr und eigentlich wollte ich noch packen, genieße an dem restlichen Abend aber lieber meine Ruhe. Obwohl ich weiß, dass ich jedes unerledigte Teil am nächsten Morgen bereuen werde.

Samstag

Nach einer unruhigen Nacht ist die Laune immer noch schlecht, nur der Große flitzt aufgeregt hin und her und packt sein ganzes Kinderzimmer ein. Ich versuche, wenigstens in Ruhe meinen Kaffee zu trinken, auch wenn das heißt, dass der Kleine schon wieder mit Sachen spielt, die er eigentlich nicht haben sollte.

Er hat übrigens schon eine Fernbedienung, zwei PC-Mäuse und mein Smartphone zerstört.
Ihr kennt doch die netten Artikel über das Verreisen, über die Ausflüge und die Unternehmungen mit Kindern, oder? Fragt ihr euch nicht auch immer, wie die ganze Organisation im Vorfeld aussieht? Ich bin auf jeden Fall kurz vor Reiseantritt hundertmal die Treppen gerannt, habe die Koffer zwölfmal wieder eingeräumt (nachdem der Kleine sie elfmal ausgeräumt hat), hektisch die Packliste kontrolliert, die letzten Klamotten vom Wäscheständer eingesammelt, Wäsche gewaschen (damit sie übers Wochenende fertig trocknen kann) und den irrigen Versuch gestartet, die Wohnung nicht im totalen Chaos zu hinterlassen. Bevor wir fahren, bin ich schon so genervt und verschwitzt, dass ich am liebsten Zuhause bleiben würde.

#fürmehrrealitätaufelternblogs
Nach einem gefühlten Halbmarathon und gereizter Stimmung zwischen meinem Mann und mir - ich brülle von oben im Drei-Minuten-Takt: "Hast du an xy gedacht???", er schreit von unten mit quengelndem Kleinkind auf der Hüfte: "Ich kann dich nicht höhöhöhören!!!" - ist aber alles gepackt und wir schaffen uns, die Kinder und den halben Hausstand ins Auto. Obwohl wir bei meiner Schwester einen kinderfreundlichen Haushalt und Kinder in ähnlichem Alter vorfinden, ist das Auto voll.

Gepäck für vier für eine (!!!) Nacht.
Da unser jüngster Sohn beim Autofahren die meiste Zeit brüllt, fahren wir erst zur Mittagszeit, damit er im Auto schläft. Was er - Überraschung - natürlich erst tut, als wir nach fast 1,5 Stunden mit Theater auf dem Rücksitzen auf dem Parkplatz des Indoorspielplatz einfahren. Ich überlege kurz, ob ich nicht einfach bei ihm im Auto sitzen bleibe und auch ein kleines Nickerchen mache...

Das SumSum in Kiel
Wir freuen uns aber zu sehr auf die Familie meiner Schwester und verbringen noch ein paar schöne Stunden im Indoor-Spielplatz. Der Kleine hält auch überraschenderweise richtig gut durch und alle haben Spaß. Die Krux an Indoor-Spielplätzen sind weniger die anderen Kinder, die mit Höllentempo auf Fahrzeugen kleinere Kinder und meine Zehen überfahren, sondern zum Teil auch die mega genervten Erwachsenen, die entweder die Spielgeräte für ihre Kinder blockieren oder ihre Kinder machen lassen, was sie wollen. 

Pommes, Eis und Kuchen für die Kinder (es gab natürlich auch Obst)...
...und Kaffee en masse für mich.


Gut, ich gehöre jetzt auch zu der Fraktion, die sich eher zurücklehnt, wann immer es geht und anderen die Bespaßung meiner Kinder überlässt, allerdings achte ich schon darauf, dass sich meine nicht wie die sprichwörtliche Axt im Kinderparadies verhalten und andere verletzen. Mein Tipp: schickt eure Kinder im Rudel rein, dann können sie sich zur Not selbst wehren und kommen nicht ständig angerannt, weil irgendein fremdes Kind sie geärgert hat. Oder begleitet sie natürlich. Ich kenne auch viele Eltern, denen solche Aktivitäten super viel Spaß machen und die gerne mitrutschen und sich über die Spielgeräte zwängen. Da mein inneres Kind aber schon 40 ist, behalte ich lieber alles aus der Ferne im Auge. Außerdem verschütte ich sonst meinen Kaffee.

Abends sind alle geschafft, meine Kinder gehen für ihre Verhältnisse früh ins Bett, schlafen aber extrem unruhig. Der ausgefallene Mittagsschlaf, die vielen Eindrücke oder immer noch die Zähne, die fremde Umgebung oder was auch immer, quälen den Kleinen und lassen uns ständig wieder zu ihm reinlaufen. So beenden wir den Erwachsenenabend nach zig Unterbrechungen recht frustriert. Manche von euch kennen das vielleicht. Je aufregender Tag, umso beschissener die Nacht. Bei eh schon schlechten Schläfern überlegt man sich das dann dreimal.

Sonntag

Der Sonntagmorgen ist sehr entspannt, die älteren Kinder spielen friedlich zusammen und für mein zweites finden sich zum Glück insgesamt vier Erwachsene, die es im Blick haben.

Man findet ihn immer auf Stühlen oder Tischen.
Mittags treten wir dann mit Sack und Pack, Kind und Kegel die Heimreise an.


Dieses Mal klappt es tatsächlich und der Jüngste hält seinen Mittagsschlaf im Auto, während der Große mit Süßigkeiten ruhig gestellt wird.


Als wir nachmittags Zuhause ankommen, sind wir Erwachsenen eigentlich nur total geschafft. Die Kinder turnen und toben, wir würden es uns gerne auf der Couch gemütlich machen. Die Lösung: Mario Kart auf dem Nintendo (kein Medienkonsum blabla). Der Große fährt ein paar Runden und ich trinke Tee und packe nebenbei aus und erledige den restlichen Haushalt, während mir der Mann ein Fahrrad via ebay Kleinanzeigen kauft. Denn ganz ehrlich, ich benötige die Wochenende auch um alles zu erledigen, das unter der Woche liegen geblieben ist. Allein darum werfen mich aufwändige Aktivitäten und größere Ausflüge total aus dem Konzept und ich hetze die kommende Wochen einem noch größerem Berg hinterher.

Der Große fährt mittlerweile wie ein Profi.
Würde es nicht ständig regnen und stürmen, sind bei uns normalerweise Fahrrad- oder Parkrunden am Nachmittag angesagt. Weniger, weil wir das super wichtig finden, sondern weil uns unsere Kinder andernfalls bis spät in die Nacht die Wände hochgehen, wenn sie tagsüber nicht genug Bewegung hatten. An normalen Tagen mit viel Bewegung gehen die schon nicht vor 20/21 Uhr ins Bett, also halte ich aus Selbstschutzgründen den Fernsehkonsum wirklich einigermaßen gering. Jede halbe Stunde, die sie damit bewegungslos zubringen, kriege ich sie abends später ins Bett.

Unglücklicherweise muss ich allerdings mein neues Fahrrad nebst Kinderfahrradanhänger Probe fahren und teste einmal die Runde, die von nun an täglich zur Arbeit und von da aus zur Tagesmutter und zum Kindergarten fahren muss. Allerdings ohne Kinder, da das Wetter immer noch schlecht ist und um mir das Gebrüll hinten nicht den halben Weg geben zu müssen.

Bei Sturm und Hagel kommt Freude auf
Abends wünsche ich mir ein bisschen Ruhe und Erholung von der Fahrradtour (immerhin 15km, für mich Ungeübte ist das sehr sehr viel) und vom Wochenende an sich und lege mich in die Wanne. Auch da bleibe ich vor Zaungästen nicht verschont.

"Was hast du da im Gesicht, Mama?", "Warum badest du, Mama?" Der Vierjährige quatscht mich voll.
So geht ein für uns schon recht typisches Wochenende zu Ende. Wir sind oft hin- und hergerissen zwischen "quality time" mit den Kindern, die wir aber möglichst so gestalten wollen, dass wir als Erwachsene auch viel davon haben und ein paar Inseln Zeit für uns ohne Kinder, die aber wirklich immer zu kurz kommt. Denn eigentlich sind die zwei Tage auch die einzigen, in denen Dinge organisiert oder erledigt werden können, die wir unter der Woche nirgendwo reingequetscht kriegen.

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Eindruck von einem ziemlich typischen Wochenende bei uns bekommen :). Wie sehen eure aus? Eher gemütlich oder voller (Outdoor-)Aktivitäten? Was bleibt immer auf der Strecke, was klappt nie so, wie es sollte?