Samstag, 28. Februar 2015

Solina und der Arbeitsmarkt - Ende?

Die Besten Sachen passieren wenn man nicht damit rechnet, oder?

Alleine die Tatsache das meine liebe Kollegin C. nochmal ein Baby erwartet, war für mich eine gute Nachricht. Denn es bedeutete, dass ich ihre Vertretung übernehmen konnte. Die Einarbeitung verlief gut und ich freute mich auf die Zeit ihrer Schwangerschaftsvertretung. Auch wenn dies gleichbedeutend mehr Arbeit und mehr Verantwortung ist.

Am Freitag vor zwei Wochen rief mich meine Chefin zu sich. Sie wolle mir meinen neuen Arbeitsvertrag aushändigen.

Ich rechnete mit einem einfachen Änderungsvertrag: von 20 auf 30 Stunden, evtl. eine neue Befristung da die Elternzeit meiner Kollegin über das Ende meines Arbeitsvertrages hinaus ging.

Grinsend überreichte mir meine Chefin ein Blatt Papier, mit dem Hinweis ich solle es sorgfältig lesen, bevor ich unterschreibe.

Und da war es. Ein Wort. Klein und unscheinbar und ich hatte es noch nie zuvor in einem Arbeitsvertrag gelesen



Mein Herz rutschte in die Hose. Ich war den Tränen nahe, riss mich aber zusammen. Unbefristet! Sofern mir die Arbeit also nicht zuwider wird muss ich nie mehr Bewerbungen schreiben. Nie mehr bangen, was die Zukunft finanziell bietet.

Und ist es nicht auch die schönste Würdigung für einen Arbeitnehmer? Besser kann ein Chef wohl kaum zeigen, wie zufrieden er mit geleisteter Arbeit ist.

Von nun an gehe ich also mit einem ganz anderen Gefühl an die Arbeit.

Dem, angekommen zu sein!

Dienstag, 24. Februar 2015

Für den Liebster Award nominiert!


11 Fragen und 11 Antworten – Erfahre mehr über uns!


Wir wurden von Katzenflieder für den Liebster Award nominiert und danken ihr herzlich für die Auszeichnung! Es fühlt sich gut an, nominiert zu sein. Sinn und Zweck des “Liebster Awards” ist das Weiterempfehlen von coolen Blogs. Dabei werden jedem Blogger 11 Fragen gestellt, die er beantworten soll. 
Katzenflieder gefällt also, was wir hier seit einem dreiviertel Jahr schreiben, und wir hoffen, euch macht´s genauso viel Spaß mit uns!

Die Fragen


Was thematisiert euer Blog?

Wir bloggen über alles, was Eltern angeht. Dabei räumen wir Mythen aus dem Weg, geben Shoppingtipps und teilen Erfahrungen. Wir lassen die Leser einen Blick in unseren Alltag mit Kind werfen und über den Tellerrand hinaus!


Wie lange existiert euer Blog schon?

Am 22. Juni 2014 ging unser ersten Blogpost online.


Was tut ihr, um euren Blog publik zu machen?


Wir haben eine Facebook-Seite erstellt, auf der wir die Leser über neue Postings informieren. Ansonsten sind Kleiderkreisel und Mamikreisel die Plattformen, auf denen wir hin und wieder Werbung machen oder auf denen unsere Leser andere auf Neues hinweisen.
Auf Instagram weisen wir hin und wieder auf neue Posts hin.


Verdient ihr Geld mit eurem Blog?
Nein und wir haben es bislang auch nicht vor. Wir bloggen aus Spaß an der Freude.


Wo seht ihr euren Blog in 4 Jahren?

Wir haben dazu keine konkreten Vorstellungen, aber wir hoffen, dass er weiterhin gut läuft und vielen Lesern interessanten Input geben kann.

Lest ihr gerne andere Blogs? Wenn ja, welche Themen interessieren euch?
Schokominza: Nein, ich lese selten andere Blogs. Wenn ja, dann über Literatur, Kreatives und Alltägliches.

Chutriel: Ich lese eher DIY-Blogs und ein paar Elternblogs, auf denen ich interessante Spielideen und Basteltipps bekomme.


Fragt ihr euch manchmal wie das Leben als Buchautor oder Schriftsteller ist? Wenn ja, wie stellt ihr es euch vor?

Schokominza: Ich denke, es ist schwierig, sein Leben nur durchs Romane schreiben zu finanzieren. Wir sind halt nicht alle Frau Rowling, der ein Durchbruch gelungen ist! Aber ansonsten ist es ein toller Beruf mit flexiblen Arbeitszeiten, Kreativität und vor allem einer super Erklärung für (zu) hohen Alkohol- und Koffeinkonsum!
Chutriel: Ich bin einem Autor verheiratet, der für seine Leidenschaft aber leider auch nur "nebenbei" die Zeit aufbringen kann. Ich sehe es ähnlich wie Schokominza, es ist ein toller Beruf, von dem man aber nur schwer leben und (vielleicht schon gar nicht) eine Familie ernähren kann.
Btw: ich finde Vollzeit-Mama ist eine bessere Erklärung für zu viel Alkohol und Kaffee, zumindest rede ich mir das ein :-D! 


Hattet ihr schon mal eine Schreibblockade?
Schokominza: Nein, eigentlich nicht.

Chutriel: Ständig. Ich bin meistens so müde, dass mein Kopf eher auf dem Tisch neben dem Laptop liegt.


Wie viele Bücher im Jahr verschlingt ihr so?
Schokominza: Bei dieser Frage möchte ich vor Scham im Boden versinken. Bei meinem aktuellen Pensum komme ich nicht über 12 Bücher im Jahr, aber ich hoffe, das lässt sich wieder steigern.

Chutriel: Schokominzas Konsum kann ich sogar noch unterbieten. Von mindestens acht Büchern in der Woche vor der Geburt auf acht pro Jahr (wenn überhaupt). Gerade warten traurige fünf angefangene Bücher darauf, weiter gelesen zu werden.


Wie viel Zeit braucht es zum Schreiben eines Blogartikels?

Schokominza: Ein bis zwei Stunden.
Chutriel: Von einer halben Stunde bis zu einer halben Woche, wenn ich nur minutenweise zum Schreiben komme oder den Laptop tagelang nicht anmachen kann.


Ist es euch wichtig, dass Leser eure Beiträge kommentieren oder "liken"?

Schokominza: Ja, das ist ein guter Anreiz zum Weitermachen und in Zeiten des Web 2.0 erfreulicher Weise auch leicht möglich.

Chutriel: Ja, es ist immer schön zu lesen, wenn man Feedback bekommt!



Die Regeln für die nominierten Blogger


  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  • Das Beitragsbild kannst du dir übrigens downloaden.


Nominiert sind:

Lebenim 21, Jahrhundert. Vernünftig werden kann sie auch noch später.


Jorneyof Prayamond  – Prayamond schreibt über Philosophie, Soziales, Gesundheit und Lifestyle.


Shiyumaeddy – Ein Blog über drei außergewöhnliche Hunde!

Die Eltern vom Mars - Über die Montessori-Pädagogik und die Anwendung Zuhause.

Glückskind - Der Blog einer lieben Mami über das Glücklichsein.




Dies sind die Fragen an die Nominierten:

1.     Was war der Auslöser für dich, zu bloggen?

2.     Was ist deine Inspiration?

3.     Welches ist dein Lieblingsbuch? (Warum?)

4.     Welchen Film muss man mal gesehen haben? (Warum)

5.     Worüber willst du auf jeden Fall noch schreiben?

6.     Was machst du lieber als zu bloggen?

7.     Hast du noch weitere Blogs außer dem, mit dem ich dich hier nominiert habe?

8.     Wen würdest du gern mal als Gastautor/-in in deinem Blog schreiben lassen – und worüber?

9.     Über die Existenz welchen Fabelwesens würdest du dich am meisten freuen?

10.   Welche Verschwörungstheorie ist die absurdeste?

11.   Mit was würdest du gerne deinen Lebensunterhalt verdienen?


Montag, 23. Februar 2015

Nur eine Kleinigkeit fürs Baby – Was macht man nur mit der schenkfreudigen Verwandtschaft?

Frieda, gerade 4 Monate alt, kann im Kinderzimmer schon Berge aus ihrem Spielzeug bauen, alles lieb gemeinte Geschenke der Verwandtschaft, aber Mama findet es zuviel des Guten. Sie bat uns um Tipps.

Foto: Thiemo Schuff

Hinzu kommt, dass Bertha das Spielzeug nicht nur zu viel, sondern auch doof findet: Es wird geschenkt, "von dem ich von Anfang an gesagt habe, dass ich es nicht möchte", erzählt sie. Es ist "lautes, daddelndes, blinkendes Spielzeug. " Was kann sie damit machen? 

Ich beruhige dich mal: In der Regel flaut die anfängliche Geschenkeflut auch wieder ab und ab einem Jahr sind es eher Süßigkeiten, vor denen man nicht mehr sicher ist (und die kann man zur Not auch selber essen). 

Was machst du aber mit den Sachen? Ich schlage vor: Ab in den Keller. Es kommt der Tag, da brauchst du zwanzig Minuten, um das Essen zu kochen und freust dich, dass du dein Kind dann mit dem Fisher-Price-Dudelspielzeug ablenken kannst. Dann ist es gar nicht mehr so doof, wie du jetzt denkst.

Bei all dem Spielzeug muss aber Platz zum Spielen bleiben. Da hilft nur Sortieren: Ab in den Keller, auf den Dachboden, dafür ist sie noch zu klein, dafür schon zu groß (weg damit). In drei Monaten kann einiges ausgetauscht werden. Hoch mit dem Bällebad, runter mit dem Puppenwagen. Ein bisschen Abwechslung ist gar nicht so schlecht. Außerdem kann man Sachen zu den Großeltern geben, wenn das Kind manchmal dort zu Besuch ist. Dann freut es sich doppelt, auf Oma und Opa und aufs Trampolin!

Ich schlage vor, die Schenkenden nicht groß zu belehren. Du stellst ja schon fest, dass es nichts bringt und sie haben ihre Freude dran. Lass sie machenund hoffe, dass es sich mit der Zeit gibt. Im Moment sind einfach alle ganz aufgeregt, ein Baby, ein Baby!! Freu dich, wie lieb sie Frieda haben. Das ist doch das wichtigste.

Freitag, 20. Februar 2015

Die Wirkung von Schüsslers Salzen

Heute berichte ich euch von der Auswirkung der Schüssler Salze auf die unruhigen Nächte (hier der letzte Blogeintrag zum Thema).

Wie schon geschrieben, war ich ziemlich skeptisch. Wie soll das Schüssler Salz 8 Natrium Chloratum irgendwas bewirken? M. scherzte eh schon, dass wir unserem Kind dann gleich direkt Kochsalz einflößen könnten anstelle der kleinen Tablette zweimal am Tag. (Wer sich über die Wirkung der Schüssler Salze belesen möchte, kann dies hier tun: Wirkungsweise)

Was die Schüssler Salze bewirkten

Keine Ahnung, warum sich gerade Natrium Chlorid in der Traumabewältigung bewährt haben soll, aber schon am ersten Abend war die Veränderung nicht von der Hand zu weisen. 

Die Nächte waren die absolute Hölle. Jedes Symptom oder Verhalten, das mein Sohn nachts an den Tag legt, verschlimmerte sich extrem.

An drei Abenden nacheinander litt er unter dem Nachtschreck, der normalerweise nur alle paar Wochen auftritt. Nachtschreck ist eine Form vom Schlafwandeln, das Kind schreckt förmlich auf (daher der Name), ist untröstlich, dabei aber gar nicht richtig wach (mehr Infos darüber im Babycenter). Kaum bekam er also das Schüssler Salz, wachte er ab 20 Uhr schreiend auf und war nicht mehr zu beruhigen. Diese Nachtschreck-Anfälle dauern in der Regel zwischen 15 Minuten und einer Stunde. An diesen Abenden wachte mein Sohn nicht nur immer wieder schreiend auf, auch die Nächte weinte er durch. Von Mitternacht bis sechs Uhr morgens lag er schluchzend in unserem Arm.

Wir durften ihn nicht hinlegen, er wollte nichts trinken, nicht aufstehen, nicht mit uns reden, ... das war so furchtbar mit anzusehen und wir konnten nichts tun, außer ihn im Arm zu halten und bei ihm zu bleiben. 

Die Tage dafür war er umso entspannter. Meine Schwiegermutter fragte mich sogar, ob ich ihm irgendein Beruhigungsmittel gegeben hätte, weil er anstatt impulsiv und wild, sehr in sich gekehrt und nachdenklich wirkte.

Nach einem besorgten Anruf bei der Ärztin versicherte sie, dass das völlig normal sei. Die Schüssler Salze brechen quasi die Dämme, und ich solle mir notieren, was mir an ihm "auffällt". Das könne uns Rückschlüsse auf das konkrete Trauma liefern. Also machte ich das, hielt das Kind im Arm und sein Weinen nachts aus, dabei fragte ich mich ständig, was sie (oder wir) ihm angetan haben....nach drei Tagen hörte es auf und die Nächte wurden schlagartig besser. Es kam sogar mehrfach vor, dass er von Mitternacht bis sieben Uhr durchschlief. 

Zufall oder kommen wir tatsächlich langsam aber sicher an die Wurzel der unruhigen Nächte?

Traumabewältigung unter fachlicher Führung


1 ½ Jahre ist mein Kind nun alt und in dem letzten Jahr habe ich von unterschiedlichen Seiten also gehört, dass mein Sohn a) völlig normal entwickelt und unbelastet, b) vielleicht noch was aus der Klinikzeit mitgenommen hat, aber tagsüber ja schließlich der unabhängige und wilde Rowdy ist und nun also auch c) bindungs- und trennungstraumatisiert ist.

Aha. Also sagt uns nicht nur jede Fachperson was anderes, auch sind andere „Expertinnen“ aka andere Mütter ebenso wenig hilfreich bis sogar feindselig bei Gesprächen über das Thema Schlafen. Entweder schlafen deren Kinder durch oder es stört sie nicht besonders – entschuldigt die Ausdrucksweise - total im Arsch zu sein. „Für mein Kind mache ich das doch gerne.“ „Das gehört doch nun mal dazu!“, etc. .

Mal davon abgesehen, dass die ultimativen Tipps von allen Seiten eh nur "Stillen und Familienbett" lauten. Und ehrlich, wenn ich stillen KÖNNTE, würde ich es tun (notfalls bis er 12 ist). Wenn wir alle in einem Bett schlafen KÖNNTEN, würden wir es ebenfalls tun. Das funktioniert hier aber nun mal nicht. Also, danke, aber NICHT HILFREICH!

Außerdem: Irgendwas quält mein Kind doch wirklich und es immer mit "es verwächst sich noch, das ist normal, stell' dich nicht so an, halt das aus" zu bagatellisieren, hilft weder ihm noch mir.

Unmittelbar nach dem Gespräch mit der Ärztin, machte ich mich auf die Suche nach Angeboten einer systemischen Familientherapie. Ich bekam einen Termin am Deutsch-Dänischen-Institut für Familientherapie und Beratung und wir fahren nun extra die 500 km nach Berlin zur Beratung. 

Warum das DDIF? Ich bin ein großer Fan von Jesper Juul, der die Art der familientherapeutischen Beratung dort maßgeblich beeinflusst hat, und erhoffe mir von dem Termin mehr als nur den Rat, dass wir unser Kind von uns entwöhnen und ihn zur Not schreien lassen müssen.

Doch in der Zwischenzeit war ich nicht untätig. Meine lieben Mädels hören sich ja nun seit seeeeehr langer Zeit mein ewiges Gejammer über die Schlafenssituation bei uns an, und Pikeru hat mir einen Buchtipp gegeben: "Emotionale Narben aus Schwangerschaft und Geburt auflösen".

Quelle: Amazon
In dem Buch geht es genau um das, was der Titel verspricht. Durch die sogenannten "Heilgespräche" wird mit dem Kind die belastende Erfahrung aus der Schwangerschaft, Geburt oder aus der Zeit unmittelbar danach aufgearbeitet. Mutter und Kind erhalten die Möglichkeit, über das Erlebte zu sprechen und die Kluft, die sich zwischen ihnen dadurch aufgetan hat, zu überwinden.

Bei ein paar der Beschreibungen und Fallbeispielen bekam ich wirklich Gänsehaut. Wenn Kinder verbalisieren, woran sie sich eigentlich nicht mehr erinnern dürften...und mir fiel auf, wie wenig wir mit unserem Kind über die Klinikzeit gesprochen haben. "Wie wenig" ist euphemisch.

Eigentlich war das nie Thema. Also habe ich mich dazu entschlossen, es zum Thema zu machen.

Im nächsten Blogpost erzähle ich euch von meinen Erfahrungen, wie wir das Heilgespräch erlebt haben und wie es bei dem Termin in Berlin war!

Kennt ihr das Buch? Habt ihr schon mal von einem "Heilgespräch" oder "Heilbad" gehört? 




Donnerstag, 19. Februar 2015

Unterwegs mit dem Buggy-Board

Auf ins nächste Level!

Mein großes Monster geht auf die zwei Jahre zu und fuhr bislang im Kombi-Kinderwagen, Buggy oder auf dem Geschwistersitz mit, wenn wir unterwegs waren. Inzwischen läuft und hüpft und rennt sie so gut, dass wir ins nächste Level aufsteigen können: "Buggy-Board". 

Unser Buggy-Board gab es direkt zum Kinderwagen dazu, man klickt es nur fest und schon kann sich das Kind drauf stellen und schieben lassen. Bisher stiegen wir nicht in Level "Buggy-Board" auf, weil das große Monster nicht laufen konnte, als das kleine schon auf der Welt war und danach musste es stabiler auf den Füßen werden. Aber Übung macht den Meister und nun wir fühlten uns bereit für eine neue Herausforderung.

Gestern ging´s auf zur Testfahrt! 
Die Kleine schlummerte und Mila sollte eine Stunde lang auf dem Buggy-Board stehen, hatte ich beschlossen. Die Route ging natürlich nicht durch die Großstadtstraßen, sondern schön gemütlich durchs Messdorfer Feld, vorbei an Hunden, Sträuchern, Bäumen, Vögeln und anderen Kindern, damit es viel zu schauen gibt für Kinderaugen.
Mila sprang superbegeistert auf das Brett und stand die ersten zwanzig Minuten völlig still, während ich schob. Sie hielt sich fest und genoss die neue Art der Fortbewegung. Klar, das Ding war völlig neu und fesselnd! 

Nach den zwanzig Minuten begann die Experimentierphase:  
Wie gut kann man auf dem Board hüpfen? Fällt man, wenn man auf nur einem Bein steht? Aus dem Kind wird eine Acrobatin, die Standwage klappt schon super. Hoch, runter, hoch, runter, hoch, runter. Jetzt kamen wir nicht mehr so zügig von der Stelle. Mila entdeckte, sich mit dem Popo auf das Board zu setzen. Was für ein Spaß! In dieser Position konnte sie den Kinderwagen mit den Füßen vorwärts schieben!
Dann lief sie an meiner Hand oder frei, kletterte immer mal wieder auf das Board, um dann wieder laufen zu wollen. Im Schneckentempo ging´s vorwärts. Die Stunde war schlecht kalkuliert, das ahnte ich.

Rotz und Trotz
Etwa auf der Hälfte der Strecke verließ das Monster plötzlich die Lust, nach meiner Pfeife zu laufen. Sie drehte sich um und rannte in die Richtung, in die wir gekommen waren. Ich fing sie ein, ich stellte sie in Laufrichtung, auf die Straße oder aufs Board... Monster lief schwupps wieder zurück. Nein, sagte ich. Komm, wir gehen weiter. Haha, machte Mila und rannte wieder weg. Haha, bis ich sie wieder einfing und nach vorn drehte. Das ist der Punkt, in dem man ein Computerspiel irgendwann ausschaltet, weil man die Aufgabe nicht lösen kann und das ständige "Game over" frustriert. Das richtige Leben lässt sich aber nicht ausschalten. Wieder einfangen, wieder hinstellen. Darauf hatte das Kind dann auch keine Lust mehr. Kreischend warf es sich auf den Weg zwischen die Felder, voll im Systemausfall, blieb dort liegen und schrie, schrie, schrie.

Mama hatte sich darauf vorbereitet und den Geschwistersitz mitgenommen. Da war er wieder der Spaß, das sich aufbäumende Kreischmonster auf dem Sitz festzuschnallen, während Spatziergänger an einem vorbei laufen – Annika stieg ins Weinen ein - und anschließend fiel die Begeisterung des Monsters für Hunde, Kinder, Sträucher, Katzen und Vögel mau aus. Guck doch mal! Waaaaaah.... Oh, da fliegt ein Rabe! Waaaaaaah.... Katze? WAAAAAAAH!

Fazit: Das Buggy-Board ist super, eigentlich.
Ich bin noch unschlüssig, ob ich es im Alltag einsetzen kann, ohne auch den Sitz mitzunehmen. Das Trotzmädchen mag es zwar, aber will selbst entscheiden, ob es drauf steht oder nicht - Was also, wenn man mitten in der Stadt ist und die Entscheidung gegen das Board ausfällt? Dann muss man das Trotzmädchen womöglich tragen?! Schwierig.


Wie findet ihr das Buggy-Board?

Samstag, 14. Februar 2015

Haben es Eltern heute schwerer als je zuvor? (Teil 2)


Chutriel postete vor ein Paar Tagen die Ergebnisse der FORSA-Umfrage, die uns als überaus gestresste Eltern präsentieren (hier). Wir kriechen auf dem Zahnfleisch vor Anstengung! Arbeit, Kinder, unsere Ansprüche, die Ansprüche anderer, Schulaufführungen, Pekip-Kurse, Nachhilfe, Kindergeburtstag, auszufüllende Formulare, der Bau des Eigenheims... Es prasselt so vieles auf uns ein und wirft die Frage auf: Haben es Eltern heute schwerer als je zuvor?

 
Lassen wir uns auf ein Gedankenspiel ein, um der Frage auf den Grund zu gehen, und reisen ins Jahr 1910. Du hast gerade ein Kind bekommen. Oder vielleicht sogar schon das Siebte, damals war Empfängnisverhütung noch nicht so populär... Realisieren wir kurz, was es bedeutet, vor einhundert Jahren zu leben:

- KEIN Auto
- KEINE Waschmaschine
- KEIN Telefon oder gar Handy oder gar Smartphone
- KEIN Internet & damit auch KEINE Internetshops
- KEINE Heizung
- KEINE Pampers
- KEINE Toillette im Haus

Du musst schon zugeben, dass unser heutiges Leben im Vergleich auf echt viel Luxus aufbauen kann! Wir heulen heute, dass alles so viel Zeit frisst. Das Kind zum Schwimmen begleiten und mit ihm supersüße Käfermuffins zum Geburtstag backen, weil die anderen Eltern das auch machen. Beim Fußball zuschauen, eben nicht nur Eltern, sondern auch Freund sein. Aber 1914 musst du kaputte Dinge reparieren statt sie neu zu kaufen – Auch das kostet Energie und Zeit. Und es ist nur der Tropfen auf den heißen Stein...
 Wäsche waschen wird 1914 ewig dauern (pure Handarbeit!), deine Einkäufe musst du zu Fuß erledigen und kannst dir nicht die kleinste Kleinigkeit online bestellen. Im Winter wirst du eiskalte Stoffwindeln in der Wohnung aufhängen müssen und Holz hacken, damit ihr es warm habt.

Finanziell schaut es auch eng aus, 

denn kinderfreundliche Sozialleistungen werden erst später eingeführt (Kindergeld 1936, Kinderfreibetrag 1983, Erziehungsgeld 1986, Elterngeld 2007, Betreuungsgeld 2013). Gern wird vorgeführt, dass früher ein Gehalt für die Familie ausreichte, aber man war auch genügsamer! Kein Fernsehen, kein überquillender Klamottenschrank, kein tägliches Shopping im Internet, keine zwei Autos, kein Urlaub in der Karibik. Wenn heute beide arbeiten, dann für einen ganz anderen Lebensstandard.

Also ehrlich: 
Ist es nicht angenehmer, Stress zu haben, weil man Zeit mit den Knirpsen verbringen will und kann? Wie chutriel schon feststellte: Unsere Kinder sind heute glücklicher als jemals zuvor, eben WEIL wir uns diesen Stress machen. Und ich wette, wir Eltern sind auch glücklicher als je zuvor, weil wir Geräte haben, die unsere Wäsche waschen, weil unser Auto uns in nur 5 Minuten zum Supermarkt fährt und vor allem weil wir mehr Zeit mit unseren Kindern verbringen können, als alle Generationen vor uns. Seien wir dafür dankbar!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Was kostet ein Kind (Noah)?

Grade für mich als Alleinerziehende fehlt das Geld an allen Ecken und Enden! Aber an meinem Kind sparen? Kommt für mich niemals in die Tüte. 
Klar achte auch ich auf die Preise,aber lieber verzichte ich auf eine neue Hose für mich,als auf etwas Neues für Noah!
Teuere Produkte kommen für mich sowieso kaum noch in Frage. 

Windeln: 28,87€
Ich kaufe jeden Monat zwei Kartons Windeln von babydream (Rossmann). Darin sind 72 Stück. Dazu kommen Feuchttücher und Wundschutzcreme.

Lebensmittel: 56,43€
Hier rechne ich nur die Lebensmittel für Noah. Sprich Reiswaffeln,Weintrauben,Babykekse,Gläschen (wenns schnell gehen muss,Bsp donnerstags nach der Krabbelgruppe - ja ich weiß: Rabenmutter!,aber zwei,drei Gläschen hab ich meist immer da!),Säfte und Tee. Da Noah noch gestillt wird (morgens und abends - selten tagsüber) fällt die Miilchnahrung zum Glück Weg.

Spielzeug: 58,37€
Dieser Posten fiel im Januar auch verhältnismäßig groß aus. Da er Geburtstag hatte,gab es natürlich Geschenke. Dafür gabs Duplo,einen Kindergartenrucksack,ein Kiinderstaubsauger und ein Kinderwischmob. 

Klamotten: 69,78€
Diesen Monat brauchte Noah noch neue Schlafanzüge,einige neue langärmlige Tshirts und Mütze und Handschuhe. Strumpfhosen sowie Stoppersocken. 
So hoch fällt der Preis selten aus,da ich vieles aus zweiter Hand bis 90 schon daheim habe.

Unternehmungen: 2€
Da wir im Januar durch Noahs und auch meinen Geburtstag nicht wirklich noch viel übrig hatten für große Unternehmungen,durfte Noah noch 2x mit so einem "Kinderkarussell" vor dem Real fahren. Je Fahrt 1€.

Geburtstag: 46,96€
Da Noah im Januar Geburtstag hatte und wir natürlich mit selbst gebackenen Kuchen,Getränken und ordentlicher Dekoration mit der Familie gefeiert haben,ging das natürlich ins Geld. Da kamen Kosten dazu,die ich sonst nicht hatte.

Im Januar habe ich für Noah also 262,41€ ausgegeben. Sieht auf den ersten Blick fiel aus,allerdings hat Noah ja auch nicht jeden Monat Geburtstag oder braucht jeden Monat einen Haufen neue Klamotten.
Für mein Kind ist mir aber nichts zu teuer. Lieber verzichte ich auf Dinge als meinem Kind mal eine Bretzel auf die Faust zu verweigern.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Vom Würfeln und Geschichten erzählen - mein Hobby (Chutriel)

Hiermit oute ich mich ganz öffentlich als Ober-Nerd: Ich bin Rollenspielerin. Nein, das hat nichts mit Krankenschwester- oder Schulmädchen-Outfits und Fesseln zu tun, sondern relativ unspektakulär mit Stift, Papier und Würfeln. Ich fröne dem "pen&paper RPG".

Wer sich jetzt soziophobe seltsame Menschen an einem Tisch vorstellt, die viel Grund für den sogenannten Eskapismus haben, liegt nicht ganz falsch ;),

http://www.ign.com/boards/threads/lol-role-playing-nerds.250044877/


Ich bin vor einigen Jahren zu diesem Hobby gekommen, als sich meine Freunde regelmäßig zum Spielen getroffen haben. Jemand nannte es mal "Laientheater ohne Publikum", diese Beschreibung trifft es ganz gut. Letztlich verkörpern alle am Tisch einen Charakter, dieser wird auf dem Charakterbogen festgehalten, und ein Spielleiter oder eine Spielleiterin führt durch das Abenteuer (abhängig vom Setting), welches u.a. mit Aktionen der Charaktere und Würfelproben entschieden wird.

Klingt nerdig, ist es auch...


Mittlerweile zählen etliche Alter Ego zu meinen Charakteren, von der Piratin (Golarion) über eine Raumschiff-Kapitänin (Serenity) bis hin zum Privatdetektiven in den 1920ern (Cthulhu) und der Nachfahrin einer Göttin (Scion), in zig Rollen konnte ich schlüpfen und unzählige spannende Geschichten erleben und erzählen.

https://www.flickr.com/photos/xendaths/206966210/


Mal davon abgesehen, dass ich meinen Mann über das Hobby kennengelernt habe - was bisweilen zu skurrilen und interessanten Gesprächen am Frühstückstisch führt, wenn bspw. ernsthaft diskutiert wird, welche Rachemaßnahmen sich am ehesten anbieten oder wo man im Hamburg im Jahre 2063 am besten seine Schattengeschäfte tätigt - ist und bleibt dieses Hobby meine erholsame Auszeit vom Leben und eine angenehm kreative Beschäftigung neben meinem doch recht sachlichen Beruf als Sozialwissenschaftlerin.




Meine Würfelsammlung
Eine "kleine" Auswahl meiner Charaktere
Spielen mit Kind, geht das?

Eine feindlich belagerte Brücke sollte
heimlich überwunden werden,
Baby Toto fand seine Faust
aber interessanter.
Seit mein Sohn geboren wurde, sind wir zeitlich natürlich sehr eingeschränkt. Vorher haben wir ein- bis zweimal in der Woche ganze Tage und Nächte durchgespielt (das längste waren einmal 36 Stunden am Stück, weil die Geschichte ganz besonders spannend war), jetzt funktioniert es nur, wenn Sohnemann bei seinen Großeltern schläft.

So ergab es sich dann auch, dass mein Mann und ich in einem Hotel in Valencia gespielt haben, da wir da zum ersten Mal seit langer Zeit babyfrei hatten...so sind wir Nerds halt ;).

Am Anfang haben wir sogar versucht, mit Baby zu spielen. Aber jeder weiß, dass es fast unmöglich ist, sich auf irgendwas zu konzentrieren, wenn der eigene Nachwuchs niedlich neben einem rumbrabbelt. Mit steigendem Alter kamen ja leider die Schlafprobleme dazu, so dass wir an einem Abend im Zeitraum bis Mitternacht oft zwei- bis fünfmal wieder zum Kind ins Zimmer müssen, was das Spielen faktisch unmöglich macht.


Notizen für die Spielsitzung
Mal von der permanenten Müdigkeit und der sich über die letzten Monate ziehende Hausrenovierung abgesehen, die gerne jegliche Kreativität im Keim ersticken und uns an den freien Abend häufig auch einfach nur vor dem Fernseher versumpfen lassen.

Trotzdem spielen wir mindestens einmal im Monat, häufig auch nur drei bis vier Stunden am Abend - aber unsere Geschichten wollen fortgesetzt werden. Am schwierigsten ist allerdings die Vorbereitungszeit, so ganz aus dem Ärmel schüttelt man so einen Spielabend natürlich nicht. Also bin ich mittlerweile dazu übergegangen, die nachmittäglichen Malstunden vom Kind für meine Notizen zu nutzen, wenn ich am Abend eine Sitzung leite.

Am meisten freuen wir uns natürlich darauf, wenn wir das erste Mal zusammen spielen können und mit Sohnemann am Tisch sitzen und er in die Rolle eines Abenteurers schlüpfen kann, um spannende Geschichten zu erleben. Ein Highlight wird dann garantiert auch der jährliche Besuch auf der Roleplay-Convention sein, wo sich allerhand Rollenspiel-Verrückte und Kostümierte rumtreiben - die Outfits der Kids sind auch immer der Oberhammer, bärtige oringal"große" Zwerge, kleine Stormtroopers...

Was gibt es für ein Kind auch schöneres als Eltern, die begeisterte Geschichtenerzähler sind?!

http://cultureandcommunication.org/tdm/nmrs/sp1/2011/01/29/the-rpg-escapism/


Dienstag, 10. Februar 2015

Was kostet ein Kind? (Cecilia)

Das erste, was ich dachte, als wir ausgemacht haben, im Januar unsere Kassenzettel zu sammeln: "Scheiße, warum ausgerechnet der Januar? Das wird für mich die pure Qual." Wieso? Nun ja, Cecilia hat im am Mittwoch, 11.02. Geburtstag und ich - Organisationsfanatiker - plane und kaufe immer alles weit im Voraus.
So bekomme ich mal schwarz auf weiß für mich selbst, was der vergangene Monat uns gekostet hat. Letztlich ist es mir aber egal, was Cecilia kostet. Ich gebe jeden Cent gern aus für mein Kind, denn ihr Lachen ist mehr wert als jedes Geld. Nicht dass da ein falscher Eindruck entsteht. Jeder, der behauptet, er kommt jeden Monat mit maximal 100 € hin führt sich die Kosten meiner Meinung nach schlichtweg nicht genügend vor Augen. Es gibt mit Kind immer mal wieder größere notwendige Anschaffungen.

Meine Aufstellung sieht wie folgt aus:

1. Neuer Autositz: 429,95 €
Ja, teuer. Cecilia passt zwar noch dicke in den Maxi-Cosi, Autofahren wurde aber zunehmend ätzender, weil sie sitzen wollte und im Maxi-Cosi die Sicht denkbar eingeschränkt ist. Also musste ein neuer Autositz her. Ich hatte mich im Dezember schon mal informiert, wollte aber ein paar Nächte drüber schlafen. 
Dass für uns nur ein Reboarder in Frage kommt, war mir von vornherein klar. Man will aber bei einer dermaßen teuren Anschaffung (denn andere Autositze gibt es schon wesentlich günstiger und haben auch gute Testurteile) nicht den falschen kaufen. 
Letztlich war mir wichtig, dass der Sitz in mein kleines Auto (Polo, dazu weiter unten) passt, ein großer Reboarder wie die BeSafe war also raus. Je mehr ich über den Cybex Sirona gelesen habe, desto überzeugter war ich davon. Ich habe mir Bilder angesehen, Rezensionen gelesen usw. Er ist klein, aber dennoch passen Kinder bis ca. (!!!) 4 Jahre rein (Cecilia wahrscheinlich bis 20, wenn sie weiter so langsam wächst), er lässt sich drehen zum Reinsetzen und ist absoluter Testsieger durch und durch. Aber 430 € sind halt auch ne Hausnummer. 
Auch günstige Sitze kosten mindestens 100 € - sprich danach dürfte das Kind in dem Monat nichts mehr kosten, s. o.
Eigentlich wollten wir direkt einen Zweitsitz fürs andere Auto (das hat kein Isofix) kaufen, aber für die paar Mal, die Cecilia in dem Auto verbringt, da muss sie dann halt doch mal wieder in die Babyschale.

2. Monatlicher Kostenbeitrag für Sparbuch und Berufsunfähigkeitsversicherung: 50 €
"Was, das Kind hat eine BUV?" Ja. Die meisten Leute wissen bspw gar nicht, wie schwer es als Erwachsener ist, noch eine zu bekommen. Die meisten lehnen einen schon dann ab, wenn man nur als Jugendlicher wegen Prüfungsangst 2 Sitzungen beim Therapeuten hatte. Also habe ich gleich eine bei der Allianz abgeschlossen, die monatlich 25 € frisst. Wer weiß, was für Schulprobleme da mal auf sie zukommen mögen? Auf ihr Sparbuch gehen monatlich weitere 25 €. Zwar wäre Cecilia auch im Todesfall von meinem Freund und mir finanziell abgesichert über Großeltern, Paten usw, aber es macht mir einfach ein gutes Gefühl zu wissen, sie hat da ein kleines Polster. Wenn sie 18 ist, kann sie damit machen, was sie will. 

3. Miete, Strom, Wasser: 221 €
Ich habe einfach unsere monatlichen Kosten für die Wohnung durch 3 geteilt. Mag kleinlich klingen, aber mal ehrlich: Wir hätten ohne Kind keine 3-Zimmer-Wohnung. 2 Zimmer würden definitiv reichen. Und auch Cecilia braucht Strom für Licht, Babyphone, Essen kochen usw., sowieso Wasser für die Waschmaschine, die 2x die Woche nur mit ihren Sachen wäscht.

4. Kleidung: 235,60 €
Auch mein Minibaby (72 cm mit 1 Jahr) braucht ab und zu neue Klamotten. Sie wächst jetzt tatsächlich aus der 62/68 raus, also musste ich sie Body-technisch komplett neu einkleiden. Auch die Shirts werden an den Armen langsam kurz und die Hosen waren auf Hochwasser. Also gab es einen Rundumschlag bei H&M. Jaja, kann man auch Second Hand machen. Machen wir teils auch, aber wenn's dringend ist, geht's mir bei MK einfach nicht schnell genug und wenn ich bei jedem Verkäufer, wo ich 1 Teil finde, 2 € Versand drauf zahle, dann kann ich die Sachen auch fast gleich neu kaufen. Babybörsen gibt es bei uns in der Gegend nur 2x im Jahr, das nächste Mal Mitte März. Zu lange hin.
Außerdem läuft sie immer sicherer und auch draußen mittlerweile. Gute Schuhe mussten her, hier unsere Wahl Elefanten. Zwei Paar, einmal Stiefel, einmal Hausschuhe (die sie sowieso im März gebraucht hätte für den Kindergarten). Dank Deichmanns Kauf 2, krieg auf eins 50 %, haben wir sogar noch was gespart.

5. Lebensmittel: 75,69
Hier habe ich zugrunde gelegt, dass es tatsächlich Lebensmittel gibt, die wir nur für Cecilia kaufen. Wir brauchen ca. 2 Packungen Milchnahrung (wollen jetzt aber langsam weg vom Pulver) im Monat. Wir füttern Milumil à 8,95 €/Packung. Dann kaufe ich speziell für sie Möhren, Paprika (ich bin allergisch), Bananen, Reiswaffeln, Babykekse hin und wieder, Gläschen für die Tage an denen wir Burger essen und sie nichts abbekommt (uuuhhhh, jaaaa, ich koche nicht alles selbst!). Kosten von Gemeinschaftslebensmitteln, also wo sie von uns Brot, Pasta oder so mit isst, habe ich außen vor gelassen. Ich koche dieselbe Menge wie vorher und sie bekommt was ab.

6. Pflege: 31,44 €
Auch wir benutzen wie chutriel ausschließlich Pampers. Nachts 4+, tagsüber 4er. Zum Glück kaufe ich immer im Angebot aus Vorrat und mit Coupons, sodass ich diesen Monat nur 1x Nachtwindeln kaufen musste. Wir wickeln mit Feuchttücher, die Geld kosten, sie hat furchtbar trockene Haut, die richtig gepflegt werden muss. Dafür haben wir Bodylotion und Kaufmanns. Ich benutze nach wie vor Sensitives Waschmittel und Weichspüler für ihre Kleidung. Auf alles gibt's bei unserem Rossmann mit Coupon 10 %.

7. Autospiegel: 24,98 €
Für den Reboarder, damit ich sie von vorne sehen kann.

8. Bücher: keine Ahnung, der Zettel ist weg :D
Cecilia liebt Bücher. Wenn ich ein süßes sehe, kaufe ich es. Leider ist der Zettel weg. Aber haben Geld gekostet. Spielzeug gab es im Januar keins, Weihnachten gab's genug.

9. Einladungen und Geburtstagsvorbereitungen: 65,85 €
Die Einladungen habe ich drucken lassen für knapp 18 €, die Einkäufe für die Deko und die Tortendeko kamen im Januar noch oben drauf. Die Zutaten für die Torten habe ich zum Glück erst im Februar frisch gekauft ;)

10. Auto
Naja, ganz so stimmt es ja nicht, dass es für Cecilia ist, aber so richtig nur für mich auch nicht, also steht es der Vollständigkeit halber mal hier. Wären wir ohne Baby, würde ein Auto definitiv reichen (hat es bisher auch), ich muss aber morgens ab März Cecilia zum Kindergarten bringen in den Nachbarort. Ist mein Freund mit dem Auto zur Arbeit wird's ohne echt schwierig für mich. Also musste letztlich mein Auto her fürs Baby und mich. Meine Mutter hat die Kosten dafür aber als Geschenk für mich zum Examen übernommen. Also war die Anschaffung keine Ausgabe für mich, nur Versicherung, Steuer und Benzin (auch 3 km hin und zurück 2x am Tag kosten Benzin!) tragen wir selbst.

Kleiner Exkurs noch.. Ab März kostet der Kindergarten 195 € plus 1,90 Essensgeld am Tag und 2 € Gebühr für Getränke im Monat. Tschüß Kindergeld, es war schön mit dir!

So, das war meine Aufstellung. 

Ich glaube, wenn ich meine monatlichen Kosten wie Lebensmittel, Kleidung mal hier und da, Spielzeug, Pflege zusammenrechne und nicht gerade Geburtstag ansteht, ein Autositz und eine neue Kleidergröße her muss und ich nicht so "kleinlich" (ihr wisst, was ich meine) wegen Miete und NK bin, dann komme ich derzeit auf reine Kosten NUR für Cecilia von ca. 150-200 €.

Liebe Grüße, pikeru

Montag, 9. Februar 2015

Mein Hobby (Schokominza)

Als die Idee im Raum stand, über unsere Hobbys zu schreiben, wollte ich laut loslachen! Hobbys? Ich habe zwei Kinder, Nebenjobs und muss an meiner Masterarbeit schreiben! Ich habe doch gar keine Zeit für Hobbys! Aber da war mal was...

Long time ago...

... Das Schreiben


Sogar richtig viel Freude hatte ich daran und unzähliges Papier wurde Tag für Tag mit meinen Geschichten vollgeschrieben. Kreatives Schreiben, das war mein Hobby, bevor die kleinen Zwerge und die große Masterarbeit in mein Leben traten und nun beharrlich meine Zeit fressen.

Aber ganz so schlimm ist es nicht, denn erstens erreiche ich meinen ersehnten Studienabschluss bereits in diesem Jahr (und dann wird alles besser!) und zweitens gibt es durchaus auch Freiräume. Nicht unbedingt in den Abendstunden, die früher meine Kreativ-Zeit waren, weil da ein schreiendes Baby beruhigt werden will, aber im Verlauf des Tages. Wie jetzt, wo Annika auf meinem Schoß liegt und Mila im Hintergrund alleine spielt. Bei einer Tasse Kaffee sitze ich hier und schreibe und da fühle ich mich wieder wohl, ganz in meinem Element, ganz in meinem Hobby. Und manchmal, wenn mein Kopf nicht allzusehr qualmt, macht mir sogar das Schreiben der Masterarbeit Spaß.

Wie das anfing mit dem Schreiben...

Obwohl ich mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stand und meine Diktate immer mit einer 4 bewertet wurden, ergriff mich die Lust zum Schreiben recht früh und meinen ersten Roman "Trixie und die Hose" schrieb ich mit 13 Jahren. Ab da fanden sich die Buchstaben regelmäßig von meiner Hand ins Papier gekratzt wieder und  ich selbst wurde mit der Zeit sogar sicher in der Orthographie. Geschichten, Gedichte, Gedankenfetzen – Ich kritzelte alles nieder, mehr schlecht als recht, aber mit Spaß an der Sache.

Der erste Triumpf

Mein erster Triumpf war eine Gerichtsrede, mit der ich Marius aus "Marius und der Zauberer" wortgewaltig vor Gericht vertrat. Für diese Abitur-Aufgabe gewann ich den Kreativ-Preis.

Zusammen mit anderen Autoren

Mit drei Freundinnen stand ich in regem literarischen Austausch, wir verfassten Fanfiktion und gründeten unsere erste Internetseite unter dem Namen "Sinnlose Texte". Bald schloss ich mich den "Neustädter Autoren" an, einem Verein in meiner Heimat, der Lesungen veranstaltete und Bücher herausbrachte. In "Neustadt unverwechselbar" (hier ein Exemplar) sind meine Texte vertreten.
Mit 16 Jahren gründete ich das Forum "Storycastle – Forum für junge Autoren", das einige Jahre existierte und mich mit anderen Teenagern in Verbindung brachte, die mein Hobby teilten. 

Richtig klasse ist der "National Novel Writing Month" (hier gehts zur Seite), in dem jeder Schreibende seinen eigenen Roman in nur einem einzigen Monat niedertippt und oft verzweifelt, aber tolle Leute kennenlernt und einen regen Austausch erleben kann. Unter dem Namen "In editum" trafen wir Kölner uns noch eine Weile regelmäßig, bis ich studiumsbedingt die Gruppe aus den Augen verlor.


Während des Studiums

Nach meiner Ausbildung entschied ich mich, meiner Leidenschaft nachzugehen und schrieb mich für "Germanistik" in Bonn ein, wo ich viele Menschen kennenlernte, die ebenfalls schreiben. Im "Medienblick Bonn" (hier) begann ich noch im Semester der Einschreibung als Online-Redakteurin mitzumischen und belegte als Praxisanteil ein Schreib-Modul. Mein so entstandener, blutiger Kurzkrimi erschien in der Anthologie "Eiskalt unterm Tannenbaum" (hier).
Schokominza (links) und ihre Dozentin Judith Merchant (rechts). (c) Ulrike E. Klopp / Uni Bonn
Ich versuchte mit meinen Studienfreunden einen Schreibzirkel zu gründen und eine Zeit lang haben wir uns zum kreativen Schreiben getroffen, woraus interessante Texte und gute Gespräche entstanden, aber leider keine feste Runde wurde.

Und in der Zukunft?

Mein großer Roman wird noch etwas auf sich warten lassen, weil zurzeit einfach andere Sachen Priorität haben. Ich kann das Schreiben ja derweil hier im Blog ausleben oder an der Masterarbeit.... Die ruft jetzt auch und ich will sie nicht warten lassen. Jetzt habe ich mich ja "warm geschrieben".