Mittwoch, 31. Dezember 2014

Die Rückfahrt mit der deutschen Bahn

Vor zwei Wochen erschien hier bereits ein Blogpost über das Bahnfahren mit Kindern, der einen fast schon zu positiven Eindruck vom Bahnfahren vermittelte (hier). Das rücke ich heute wieder etwas gerade, obwohl wir Glück im Unglück hatten.

Unsere Rückfahrt zählt nicht zu den schlimmsten Bahnfahrten, die ich erlebt habe. In Dresden eingestiegen begann die Reise sogar mit guter Laune: Wir Glücksmenschen fuhren tatsächlich wieder in so einem Spielzimmer, das wir bei der Hinfahrt hatten genießen dürfen. Innerhalb kurzer Zeit eroberten wir das Abteil, Kinder und Eltern schälten sich aus den Wintersachen, alles wurde über den Sitzen verstaut. Ich legte Annika auf eine Decke auf dem Sitz, kramte Spielsachen und Verpflegung aus dem Rucksack, platzierte Fahrkarte und Ausweis auf dem Tisch und lehnte mich mit der neuen NIDO entspannt zurück.
Wir schafften es gerade bis Riesa, also nur eine kurze Strecke, bis das Unheil begann: "Unsere Weiterfahrt verzögert sich aufgrund einer technischen Störung um zehn Minuten." Nach zehn Minuten: "Wir versuchen jetzt den hinteren Zugteil wieder an den vorderen Zugteil anzukoppeln." Der Zug bewegte sich keinen Milimeter und schließlich: "Das Ankoppeln ist leider fehlgeschlagen. Wir bitten alle Reisenden des hinteren Zugteils in den vorderen Zugteil umzusteigen."

Ihr könnt euch denken, in welchem Zugteil wir saßen.
Tschüss reserviertes, tolles Kleinkindabteil! Hallo zugige Sitzplätze zwischen zwei Wagons...
Unser ganzer Kram und die zwei Kinder waren auf die Schnelle gar nicht so leicht umzurangieren. Nachher bemerkten wir auch, dass wir in der Hektik ein paar Sachen liegen gelassen haben. Milas Mütze war nicht mehr auffindbar und ein Spielzeug liegt wohl auch noch unter dem Sitz... 
Im vorderen Zugteil fanden wir ein bereits überfülltes Kleinkindabteil vor. Uns blieben nur Sitzplätze zwischen den Wagons und Verzweiflung machte sich breit. Fünf Stunden hier sitzen? Hier stillen? Hier Mila bespaßen? Unmöglich!

Das Schicksal meinte es gut mit uns. Das meinte ich oben mit "Glück im Unglück". Schon eine halbe Stunde später stieg eine Familie aus dem Kleinkindabteil aus. Wir quetschten uns also mit einer anderen Frau in das Abteil, die mit ihren zwei Söhnen reiste. Sechs Sitze, sieben Leute. Nicht ideal, aber okay. Als spürten die Kinder unsere Erleichterung, schlief Mila ein, schlief Annika ein und ich konnte die komplette NIDO durchlesen. In Fulda stiegen die Frau und ihre Söhne aus, sodass wir eine Stunde lang das Abteil ganz für uns hatten.

Das Bangen um den Anschlusszug zerschlug sich in Frankfurt
Der Zug verspätete sich und stand noch nicht einmal am Gleis, als wir eintrafen. Als ich schließlich im Zug unser Abteil fand, saß in dem 4-Sitze-Abteil schon eine Kleinfamilie. Das Kleinkind schlief auf dem Schoß der Mutter, der restliche Zug war voll...
"Wir fahren nur bis Mainz. Wir hatten ja auch reserviert, aber unser Zug hatte Verspätung und so..." Ist schon gut, was soll´s! Ich kann es doch so gut mitfühlen... Zwanzig Minuten lang standen und saßen wir 7 dann also in diesem Abteil. Mila teilte sich eine Banane mit dem Jungen, der wieder aufgewacht war, und irgendwie war es ja auch kuschelig...
Mainz ist von Frankfurt keine halbe Stunde entfernt, sodass wir unser Abteil auch schnell wieder für uns hatten. Noch etwas über eine Stunde fuhren wir bis Bonn, wo wir direkt einen Bus nach Hause erwischten.

Soll man Bahnfahren nun empfehlen? Ich denke schon. Autofahren bei Schnee ist auch nicht schön, verursachte viele Staus auf deutschen Autobahnen und mit Kindern ist das ganz bestimmt kein Spaß. Mila hatte schon mit der dreiviertel Stunde Autofahren bis Dresden ihre Probleme. Ob sie stundenlang durchgeschrien hätte? 
Es spricht viel für die Bahn, aber man benötigt Abenteuerlust und muss echt damit rechnen, dass viel anders läuft, als geplant. 

Wie sind eure Erfahrungen?

Montag, 29. Dezember 2014

Noah zieht um...

Kurz vor Jahresende stand bei uns noch eine größere Veränderung an. Durch die Flut an Geschenken zu Weihnachten standen wir vor einem Platzproblem. 
Es gab zwei Möglichkeiten: die ganzen Spielsachen im Wohnzimmer lagern oder Noah musste umziehen.
Wir entschieden uns für Variante 2.

Nein,er musste selbstverständlich nicht aus der Wohnung raus,sondern bezog das große Elternschlafzimmer,während ich ins Kinderzimmer zog. Da im Schlafzimmer eh nur Bett,Kommode und Kleiderschrank stehen,war das für mich auch kein Problem. Ich bewohne ohnehin jedes andere Zimmer der Wohnung,da sollte Noah einfach genug Platz haben.


Also ging es los: am Montagnachmittag kam mein Bruder und Noahs geliebter Onkel (viel cooler als Mama,weil der nur Blödsinn mit einem macht) und wir trugen Möbelstück für Möbelstück rüber. Selbstverständlich auch andersrum. 

Nach gefühlten 20 Stunden mit Möbel ab- und Aufbau,Teppichwechsel und Lampenanbau hatten wir es geschafft. Noah hat nun schön viel platz,das Bällebecken konnte direkt neben Noah ins neue Kinderzimmer ziehen und Mama freut sich,dass die Bälle nicht mehr im Wohnzimmer rumfliegen.  

Einzig und allein die Wände müssen neu gestrichen werden. Aber das haben Opa und Onkel sich für das neue Jahr vorgenommen. In Moment sieht es so aus,als ob Noah ein Piratenzimmer bekommt. Aber darüber berichte ich,wenn es soweit ist.

Freitag, 26. Dezember 2014

Mythbusters #4 – Vom (Un-)Glück der Elternschaft

Kinder machen glücklich und steigern die Lebenszufriedenheit.

Laut empirischen Studien, die die Lebenszufriedenheit etlicher Probanden untersucht haben, ist allerdings das Gegenteil der Fall: 

Eltern sind unglücklicher als Kinderlose. 

Dabei variiert das Unglücklichsein der Eltern abhängig vom Land, in dem sie leben. Je weniger staatliche Unterstützung und Hilfen sie haben, umso unglücklicher sind sie.

Wie genau ist Glück definiert? Was macht glücklich?

Die Studien untersuchten die Lebenszufriedenheit, also dass, was wir zum Glücklichsein brauchen. Und das ist vor allem eine finanzielle Sicherheit, Eigenbestimmung, eine glückliche Partnerschaft, Freiheit, usw. Also alles Dinge, die bei Eltern schon per se, nett ausgedrückt, schwierig sind.
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Eltern in diesen Befragungen deutlich schlechter abschnitten als Kinderlose, die nicht nur ihr Geld, sondern auch ihre Zeit zur eigenen freien Verfügung haben.

Aber warum glauben wir, dass Kinder glücklich machen?

Jede neu-Mama quält sich die ersten Wochen und Monate mit den Fragen:
Warum hat mir niemand von dieser Erschöpfung, der Verzweiflung und Einsamkeit erzählt? Warum ist mein Leben plötzlich so eingeschränkt, so beengt und warum sind die Sorgen schwerwiegender als alles, was ich vorher kannte?
Und warum bin ich nicht so glücklich wie ich erwartet habe?

Das Leben mit Kind ist in erster Linie eins: wesentlich schwieriger als zuvor. Wer weiterstudieren wollte, erkennt plötzlich, dass das Kind weniger schläft und mehr Fürsorge braucht als gedacht. Wer weiterarbeiten wollte, realisiert, dass einen familienfreundlichen Job zu finden, fast utopisch ist. Wer viel Wert auf seine Beziehung gelegt hat, stellt fest, dass weder Zeit noch Energie (auf beiden Seiten) da ist, um sie zu pflegen.

Und trotzdem: Wir wiederholen immer wieder, wie ein Mantra, wie glücklich wir doch sind. Das Kind ist gesund, macht uns so viel Freude und alle anderen Dinge sind doch nebensächlich.

Die Forscher nennen dies „die hohen Kosten mit Emotionen kompensieren“. Das heißt also, dass wir uns selbst in die Tasche lügen, wie glücklich wir dank der Kinder sind. Einfach nur, weil es sich gelohnt haben muss, seine Karriere, seinen Körper und vielleicht sogar seine Beziehung aufgegeben zu haben, um ein Kind zu bekommen.

Macht dies vielleicht auch die Erwartungshaltung und den Leistungsdruck nachvollziehbar, die viele Eltern an ihre Kinder legen? Wofür habe ich all diese Mühe investiert, wenn mein Nachwuchs den ganzen Tag wie ein Loser auf der Couch hängt und nichts aus seinem Leben macht? War es dann nicht doppelt verschwendet?

Eine US-Studie belegt dies mit einer einfachen Untersuchung: Sie rechnet Eltern vor, wie viel sie ihr Kind bis zur Volljährigkeit kosten wird (c.a. 200 000 US-Dollar). Eltern, die diese Zahl zu hören bekommen, idealisieren die Elternschaft danach viel stärker und wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Schließlich kostet sie das Kind ein Haufen Geld…führen wir uns die Kosten vor Augen, wollen wir auch was davon haben.

Belügen wir uns selbst?

Jein, würde ich sagen. Auf der einen Seite wäre es hilfreich, würde der Aufwand (oder wie die Forscher sagen, die Kosten) nicht so totgeschwiegen oder mit „das macht man doch sooo gern“ abgetan, wäre der Schock nach Geburt vielleicht nicht so groß. Und man würde mehr Anerkennung und Respekt für die Leistung erhalten, schließlich IST das Leben mit Kind anstrengend und teilweise auch gefühlt kaum zu bewältigen.

Und trotzdem kann ich meinem Umfeld versichern, dass ich glücklich bin. Vielleicht nicht gerade, aber generell.

Das Problem der Messbarkeit

Wie will man schließlich das Eltern-Glück erfassen, wenn es sich in anderen Kategorien zeigt, als wonach besagte Studien fragen?

Ja, das Leben ist anstrengender, eingeschränkter, schlafloser, voller Sorgen und Ängste und fremdbestimmt. Aber auch erfüllter, fröhlicher, bunter und voller Überraschungen.

Die Momente, die das Glück der Elternschaft ausmachen – und ich spare mir jetzt die Schwärmereien von meinem lustigen, cleveren und liebevollen Kind, das mich mit feuchten Küssen, festen Umarmungen und Knuddelattacken überschüttet – sind vielleicht kurz, verglichen mit dem Aufwand. Dafür aber umso bedeutender.

Und dies nicht, weil es einfach so sein muss, damit es sich gelohnt hat. Dafür bin ich zu realistisch - wer meine Blogposts kennt, weiß, dass ich nicht zum Selbstbetrug neige.


Wir sprechen hier also von Qualität statt Quantität. Und so wissen auch Glücksforscher, dass das Glück nicht in reinen Zahlen zu erfassen ist, sondern einen Zustand (das subjektive Wohlbefinden) beschreibt. Und dieser besteht bei Eltern aus einem Konglomerat aus stinkenden Windeln, schlaflosen Nächten und Momenten purem Glück. 

Mein Kind beschert mir also auf lange Sicht ein erfüllteres und damit glücklicheres Leben.

Das rede ich mir zumindest ein ;).

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Weihnachten bei Schokominza

Die Vorfreude ist groß! Seit ich weit von meiner Familie entfernt wohne, ist Weihnachten gleich Heimfahren (zumindest alle zwei Jahre) und ich freue mich lange darauf. Mit Kindern bekommt das Fest dann noch diesen unsagbar schönen Weihnachtszauber, weshalb ich es nie erwarten kann, das es losgeht.



Damit stehe ich den Weihnachtsmuffeln komplett entgegen. Kennt ihr die? Die reden immer von Kommerz und aufgesetzter Fröhlichkeit... Aber sie haben unrecht. Die Familie ist beisammen, es gibt leckeres Essen, besinnliche Musik und Kerzen und - nicht zu vergessen- GESCHENKE! Meinetwegen ist es Kommerz, aber es gibt doch wesentlich schlimmeren Kommerz als Geschenke für seine Liebsten zu kaufen, oder? Fröhlich werde ich dabei automatisch.

In unserer Familie machen Geschenke jedenfalls einen wesentlichen Spaßfaktor aus, denn nicht nur die Bescherung an sich gehört zur Zeremonie. Nein, schon Wochen vorher huschen wir um große Pakete herum, die mit der Post kommen: "Das ist bestimmt alles für mich!" oder wir lachen: "Hoffentlich bekommt der Weihnachtsmann keinen Leistenbruch, bei all den Geschenken, die er für mich schleppen muss."

Ich shoppe, klebe, bastel, verpacke. In der Vorweihnachtszeit mutiere ich zu einem kleinen Wichtel.



Weihnachten in Langburkersdorf

Am Morgen des Heiligabend wache ich schließlich mit klopfendem Herzen auf. Der Tag hat eine besondere "Aura", die mich sofort fesselt und auch meine Kinder merken, dass heute kein normaler Tag ist. Ich komme aus dem Weihnachtslieder singen gar nicht mehr heraus! "Oh du fröhliche Weihnachtszeit!" Im Wohnzimmer wird der Baum geschmückt, traditionell erst heute und keinen Tag eher. Wir schmücken ihn besinnlich und wie jedes Jahr necken wir meine Mama: "Jetzt hängen wir noch die gelben, blauen und grünen Kugeln auf" - Sie mag rot und gold, schlicht und schön. Nicht bunt wie ein Jahrmarkt.

"Ich wollte Weihnachten dieses Jahr nur 5 Kilo zunehmen."

Ihr merkt schon, die Festtage machen Spaß. Abends essen wir klassisch sächsisch: Es gibt Würstchen mit Kartoffelsalat. Meine Schwester mit ihrem Freund und meiner Lieblings-Nichte Michelle gesellen sich zu uns. Zuvor gehen wir zusammen in die Kirche. Nur mein Mann - ausgerechnet der einzige, der einer Kirche angehört - bleibt zu Hause bei Mila und Annika. Für die kleinen Damen ist das noch nichts. 


Abends klopft es plötzlich an der Tür

"Hohoho!" Der Weihnachtsmann?

Dieses Jahr glauben wir an den Weihnachtsmann. Nächstes Jahr flattert dann wieder ein lautloses Christkindlein in die Wohnstube meiner Schwiegereltern, aber dieses Jahr steht da der dicke Mann mit seinem Geschenkesack. Mit dabei hatte er Helmut, seinen kleinen Gehilfen! Alle Kinder waren brav und bekamen ihre Geschenke, nur "Onkel Adrian" hat geschwindelt, erstattete meine Nichte dem Weihnachtsmann Bericht. Da gabs aber Ärger vom Weihnachtsmann!
Geschenke verteilen und auspacken machte wie jedes Jahr viel Spaß und wir Erwachsenen saßen nach der Bescherung noch bis halb zwei quatschend, lachend, diskutierend neben dem Weihnachtsbaum, während die Kinder schon selig schliefen.

Frohe Weihnachten euch allen!

Dienstag, 23. Dezember 2014

Es war einmal in der Krabbelgruppe...

"Krabbelgruppe? Muss da sein? Wo gibts das überhaupt?"
Das waren so meine Gedanken, als ich merkte, dass Noah unbedingt die Gesellschaft anderer Kinder braucht. Mir schossen Gedanken in den Kopf von unfreundlichen Übermüttern bis hin zu fiesen Kindern, die meins die ganze Zeit ärgern.


Der Nikolaustag in der Krabbelgruppe
Eine Freundin meiner Mutter lud mich schließlich ein, die Krabbelgruppe ihrer Kinder zu besuchen. Die Gruppe wird von der Caritas geleitet, ist einmal die Woche von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr und ist kostenlos.

Anfangs wird gemeinsam gefrühstückt, dabei wird darauf geachtet, dass die Kinder, die zwischen 8 Monaten und 2 Jahren alt sind, lernen, dass am Tisch gegessen wird. Wenn sie spielen gehen wollen, müssen sie ihr Essen auf dem Tisch liegen lassen, vorher geht es nicht zum spielen. 

Ich hatte anfangs meine Bedenken, denn Noah war der jüngste, ich aber auch. Die meisten waren schon mit dem zweiten oder gar dritten Kind dort. Doch meine Bedenken haben sich von Anfang an total zerschlagen. Alle waren sehr nett zu uns, haben uns sofort in ihrer Gruppe akzeptiert und standen mir mit Rat und Tat zur Seite.

Später fand ich dann raus, dass es zwei Gruppen gibt. Einmal die Dienstagsgruppe, wo die Mamas zwischen 20 und 30 hingehen und dann die Donnerstagsgruppe, wo die Mamas zwischen 30 und 40 hingehen. Einfach,damit die Interessen ein bisschen gleich sind. Ich bin durch die Freundin in der Donnerstagsgruppe gelandet und bin unendlich froh darum. Man merkt, wie herzlich die Mamas sind, niemand hat mich jemals spüren lassen, dass ich unerwünscht oder zu unerfahren bin.

Während die Kinder nach dem Frühstück bespaßt werden, lachen und reden wir Mamas über aktuelle Ereignisse oder natürlich über die Kinder. Als der Laternenumzug anstand, haben wir gemeinsam Laternen gebastelt und an Nikolaus haben wir gefrühstückt und gesungen, bevor im Anschluss der Nikolaus kam und den Kindern kleine Geschenke brachte.

Kurz nach 11 Uhr wird aufgeräumt und gesungen. Im Winter Weihnachtslieder, im Sommer bekannte Kinderlieder. 

Wir freuen uns mittlerweile jeden Donnerstag auf die Krabbelgruppe. Die Herzlichkeit mit der man empfangen wird, ist unglaublich. Sogar privat treffe ich mich mit einigen Muttis schon.

Ich kann wirklich nur jedem, der die Zeit und die Lust hast, ans Herz legen: Sucht euch eine schöne Krabbelgruppe. Es ist nicht nur für die Kinder eine schöne Erfahrung, sondern kann auch etwas ganz besonderes für die Mamas sein.


Montag, 22. Dezember 2014

Oh Tannenbaum - sicher geschmückt für das erste Weihnachtsfest

Für mich gehört er zum Weihnachtsfest, wie Sonne zum Sommer!

Der Weihnachtsbaum

Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit zurück, wenn ich mit meinem Vater am Heiligabend den Christbaum schmücken durfte, während meine Mutter arbeiten war.
Leider kann mir Kilian noch nicht helfen. Außderm stellt der Baum für so ein kleines Kind, welches noch nicht richtig laufen kann, auch eine gewisse Gefahr dar.

Daher möchte ich euch heute zeigen, wie ich am Wochenende unseren Baum hergerichtet habe und euch berichten, worauf ich geachtet habe.



Die Auswahl des Baumes

Wer einen künstlichen Baum bevorzugt, braucht lediglich darauf zu achten, dass alle Bauteile fest miteinander verbunden sind und es keine verschluckbaren Kleinteile gibt. Danach entscheidet allein die Optik.

Ich bestehe jedoch jährlich auf einen echten Baum. Deshalb berücksichtige ich folgende Dinge:

1. Art des Baumes: Blaufichten sind wunderschön, wachsen schön buschig und eignen sich eigentlich hervorragend als Weihnachtsbaum. Allerdings sind die Nadeln extrem spitz und fangen schon bei der kleinsten Austrocknung des Baumes an abzufallen. Daher bevorzuge ich Nordmanntannen. Ihre Nadeln sind dicker, abgerundeter und wesentlich langlebiger. Allerdings sind Nordmanntannen auch um einiges teurer. Wer besonders weiche Nadeln und dazu noch einen Zitrusduft möchte, kann auch zur Douglasie greifen. jedoch sind deren Äste eher dünn und tragen nur leichten Baumschmuck.
 
2. Die Größe des Baumes: hat man nun den perfekten Baum gefunden, geht es an die Auswahl der Größe. Hier ist natürlich in erster Linie die Räumlichkeit ausschlaggebend wo der Baum hin gestellt werden soll. Unser Baum steht in einer Zimmerecke neben dem Aquarium.

Da unser Hund auch noch sehr jung ist und vermutlich versuchen wird den Baum zu umrunden, haben wir uns entschieden, den Baum so weit an die Wand zu rücken, dass der er nicht von hinten begehbar ist.
Der Baum sollte in den ersten Jahren mit Kind nicht zu groß sein. Je größer er ist, desto höher ist die Gefahr, dass eure Kids bei einem Sturz davon begraben werden und sich ernsthaft verletzen.
3. Christbaumständer: Der Weihnachtsbaum sollte sicher und fest direkt auf dem Boden stehen. Bitte verwendet keine Fußhocker, kleine Tische oder ähnliches um den Baum erhöht aufzustellen.

Spezielle Christbaumständer mit Spannvorrichtung gibt es im Baumarkt. Unser Modell kann zusätzlich mit Wasser befüllt werden und verhindert somit das der Baum austrocknet.
Kleinere Weihnachtsbäume im Topf stehen auch relativ kippsicher. Allerdings würde ich hier die Erde mit einem Jutesack abdecken.

Die Beleuchtung
Hier solltet ihr darauf achten, dass die Lichterkette nicht zu lose am Baum befestigt wird. Außerdem rate ich zu LED-Lichterketten, da hier die Leuchtmittel nicht heiß werden. Besonders ältere Modelle bergen eine hohe Verbrennungsgefahr. Wenn möglich versteckt die Stromzufuhr hinter dem Baum. Alternativ gibt es auch Batteriebetriebene Lichterketten. Ansonsten ist es generell ratsam die Steckdose mit einer Kindersicherung zu versehen.
Logischerweise bitte keine echten Kerzen benutzen!
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch nur den oberen Teil des Baumes beleuchten.


LED Beleuchtung aus dem Baumarkt für 9,90€


Der Baumschmuck
Das wichtigste am Baum!
Wer kreativ ist und viel Zeit hat (hahaha!) backt essbaren Baumschmuck aus Plätzchen- und Lebkuchenteig. Dazu einfach Formen ausstechen und vor dem Backen ein Loch für ein Band in den Teig stechen. Allerdings sollte dann der Baum nicht unbeobachtet bleiben, sonst ist er schneller wieder "nackig" als man gucken kann.
Ich bevorzuge Christbaumkugeln aus Kunststoff. Hochwertige Modelle sind von Glaskugeln optisch nicht zu unterscheiden, sind jedoch bruchsicher. Besonders schöne Modelle habe ich bei Ikea gefunden. Hier gibt es neben wunderschönen Kugeln auch kleine Filzanhänger, Glöckchen oder Vogelhäuschen etc.
Ich habe mich für dieses Sortiment an strukturierten Kugeln entschieden und es mit den mattschwarzen aus den Vorjahren kombiniert. Außerdem habe ich neulich im Baumarkt noch kleinere Glitzerkugeln für 1,70€ ergattert.
Dieses Jahr verzichte ich sicherheitshalber auf Lametta. Eine Kette habe ich nur am oberen, unerreichbaren Teil des Baumes angebracht.
Wer gerne traditionell schmücken will, ist mit Strohsternen, Filz- oder Holzfiguren und anderen Naturmaterialien gut beraten.





So schön sie auch sein mögen...
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Die zur Weihnachtszeit besonders belibten Amaryllis und Weihnachtssterne sind giftig und sollten daher nur außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufgestellt werden.
Ich hoffe ihr habt für euren Weihnachtsbaum in meinem heutigen Beitrag einige hilfreiche Tipps gefunden!


Ich wünsche euch und euren Familien nun ein besinnliches Weihnachtsfest! Lasst euch reich beschenken!

Sonntag, 21. Dezember 2014

Die Sache mit dem Zähne-putzen

"Ich bräuchte Tipps zum Zähneputzen! Hannah wird nun bald ein Jahr und ich habe keine Ahnung, wie ich das so recht anstellen soll. HILFEEEE! lg, sophie"

Diesen Hilferuf bekamen wir von Sophie und möchten ihr gerne ein paar Tipps geben:
Foto:  Michaela Vetter

Schokominza: Ich singe bekloppte "Zahnputzlieder", damit Mila ihren Mund offen behält. Ich weiß nicht, ob es sowas wirklich gibt. Meine Liedchen denke ich mir spontan aus, füge in bekannte Lieder irgendwas mit "Zähnchen" ein und dann klingt das so:

Kleine Schnecke, kleine Schnecke, 
krabbelt hoch, krabbelt hoch, 
putzt dir deine Zähnchen, putzt dir deine Zähnchen 
Schrupp - Schrupp - Schrupp - Schrupp - Schrupp - Schrupp
(Auf die Melodie von Bruder Jakob)


Chutriel: Wie ich schon im Gästebuch erwähnt habe, sind wir ebenfalls sehr kreativ, damit Sohnemann Spaß beim Putzen hat. Seit dem ersten Zahn (da war er ungefähr ein halbes Jahr alt) wird morgens und abends mit Zahnpasta ohne Flourid und mit Kinderzahnbürsten aus der Drogerie geputzt. Dabei versuche ich, jeden Zahn mindestens zehn Sekunden zu erwischen, danach erst darf er selbst das Ruder übernehmen. Denn sobald ich die Zahnbürste aus der Hand gebe, gibt er sie nicht mehr her.

Zuerst haben wir gesungen, dann haben wir ihn mit Kitzeln abgelenkt, dann durfte er gleichzeitig bei uns putzen, dann durfte er mit Dingen spielen, die er sonst nicht haben darf...nur, damit er den Mund aufmacht und möglichst ohne großes Theater mitspielt. Das klappt nicht immer - auch wenn er aktuell wieder sehr viel Spaß dabei hat, sich selbst beim Putzen im Spiegel anzusehen und mit mir Grimassen zu schneiden, wobei wir natürlich den Mund aufreissen.... - denn wenn er trotzig den Mund zukneift und alles gute Zureden und Ablenken nicht hilft, halte ich ihn einfach fest und putze trotzdem. Da er mit noch nicht mal 1 1/2 Jahren schon fast alle Milchzähne hat, ist die Pflege einfach unverzichtbar und Ausnahmen lasse ich nicht gelten. Auch wenn er sich kreischend auf den Boden wirft - so komme ich zumindest gut an die Zähne ran.

Zu Weihnachten bekommt er seine erste elektrische Zahnbürste mit Musik und seinem Liebling Mickey Mouse. Ich bin gespannt, ob er damit mehr Spaß am Zähne putzen hat.

Solina: Ähnlich wie Schokominza haben wir ein Putz-Lied selber erfunden. Das singen wir allerdings den kompletten Waschprozess über. Bei uns gestaltet sich das Putzen besonders kniffelig, da Kilian die Zahnbürste, ähnlich wie bröseliges Essen, versucht auszuspucken und sie mit der Zunge immer wieder heraus drückt. Ich muss daher immer wieder neu ansetzen und komme nur schwer an die zwei ersten Backenzähne heran.
Morgens wird nach dem Frühstück im Kindergarten geputzt. Da funktioniert das natürlich, wie alles andere auch, wesentlich besser als zu Hause.

Marypenny: Noah hat zum Glück nie Probleme beim zähneputzen gemacht. Im Gegenteil,er ist immer ganz stolz,wenn ich ihn lobe,was für ein großer Junge er schon ist. Nach dem seinem Putzen,putze ich mir die Zähne,da darf er dann bei sich "selbst nochmal ran".
Es gibt natürlich auch Tage,da hat er absolut kein Bock. Aber da bin ich Konsequent,Zähne putzen MUSS sein. Meist klemme ich ihn mir dann zwischen die Oberschenkel,da weiß er dann was Sache ist und macht freiwillig auf! 

Samstag, 20. Dezember 2014

Weihnachtszeit, du schöne Zeit

Geschenke für die Liebsten, Besuche bei der Verwandschaft, leckeres Essen. Vielleicht ein paar Ausflüge auf Weihnachtsmärkte und Co.

Das alles klingt nach einer schönen Zeit und man kann den Zimt und den Glühwein fast riechen.

Doch für viele bedeutet Weihnachten noch etwas: Unmengen an Ausgaben!

In meinem heutigen Blogpost will ich daher die besinnliche Zeit des Jahres noch von einer anderen Seite beleuchten.

Hierfür erhielt ich Unterstützung von der lieben Christina, die im Namen von umfragenvergleich.de uns diese putzige Grafik zur Verfügung gestellt hat.



Zu sehen sind hier, die Ausgaben einer Familie in der Weihnachtszeit in Europa.

Mit 458,00€ befindet sich Deutschland im oberen Mittelfeld im europäischen Vergleich. Gleichzeitig fällt auf, dass für Geschenke im Durchschnitt doppelt so viel ausgegeben wird, wie für Lebensmittel.

Absoluter Spitzenreiter ist hierbei Großbrittanien. Die Briten geben für Geschenke annähernd so viel aus, wie eine deutsche Familie für die gesamte Weihnachtszeit. Auch Luxemburg und die Schweiz lassen sich die Freude ihrer Lieben am Meisten kosten, wobei in Luxemburg allerdings zudem noch nach Herzenslust geschlemmt wird.

Die Schweizer genießen die Weihnachtszeit am liebsten in netter Gesellschaft und geben hierfür auf Weihnachtsmärkten und Veranstaltungen im Durchschnitt 91,00 € aus.

Beschaulicher geht es in den Niederlanden zu. Hier werden insgesamt nur im Schnitt 266,00 € in das Weihnachtsfest investiert.

Das Schlusslicht dieser Grafik bildet die Ukraine, die mit gerade einmal 169,00 € das beschaulichste, aber sicher nicht das Schlechteste Weihnachtsfest feiert.

Denn es kommt nicht darauf an, wieviel Geld eine Familie zur Verfügung hat. Auch in Deutschland hat lange nicht jede Familie ein Budget von 458,00 € um den Weihnachtsmonat auszuschmücken.
Viel wichtiger ist es, das Fest in Frieden mit den Menschen zu feiern die man liebt. Beisammensein und das Leuchten in den Augen unserer Kinder zu genießen.



In diesem Sinne wünschen euch die Mamas von Mutterfreunde ein schönes Weihnachtsfest!

Freitag, 19. Dezember 2014

Bahnfahrt als Familie

Am Mittwoch ging es für meine Familie und mich auf nach Sachsen. Mila wurde früh für ein Mittagsschläfchen hingelegt und Annika schlief auch noch eine Runde, bevor wir mit Rucksack, Wickeltasche, Babyschale und einer weiteren Tasche auf den Bus warteten. Mein Mann trug Mila im Bondolino, ich Annika im Tragetuch. Es regnete...

Eine halbe Stunde vor Abfahrt trafen wir am Bahnhof ein, eine dreiviertel Stunde dauerte es, bis unser ICE eintrudelte. Meine Nerven spannten sich wie Drahtseile! In Frankfurt sollten wir umsteigen, aber würden wir den Anschluss noch erwischen? Eigentlich waren fürs Umsteigen 12 Minuten eingeplant, nun hatte der ICE aber 15 Minuten Verspätung - Nach Adam Ries standen die Chancen schlecht.

Annika, die direkt vor der Fahrt nichts hatte trinken wollen, schrie auch im Abteil meine Brust an und das, wo wir nicht wie geplant ein Abteil für uns hatten. Aus dem IC kenne ich Kleinkindabteile mit 4 oder 5 Sitzen und etwas Freiraum für den Kinderwagen. Unser ICE hatte sechs Sitze dicht beisammen, sodass noch Platz für eine Oma mit ihrem Enkelkind war. Es tat mir Leid, dass Annika so schrie... Wir reisten 1,5 Stunden bis Frankfurt und meine Nerven spannten sich immer weiter! Unentwegt blickte ich auf die Uhr, aber der Zugbegleiter versicherte mir, dass wir den Anschluss >auf jeden Fall< bekommen würden.

In Frankfurt angekommen, sprinteten wir los und erreichten unseren Verbindungszug tatsächlich! Puh! Und nicht nur das: Wir konnten unseren Augen kaum trauen, als wir das Abteil sahen, in dem wir die restlichen sechs Stunden verbringen würden: Wir nahmen in einem komfortablen Spielzimmer Platz!


Ein bisschen Glück war natürlich auch im Spiel, da wir das Abteil ganz für uns allein hatten: Auf der einen Seite eine Eckbank um einen Tisch, auf der anderen Seite noch zwei Einzelplätze.
Für Kinder gab es ein ein Motorrad, das vor und zurückwippte und ein großes Memory-Spiel:
Mila spielte und wuselte in dem Abteil umher. Ihr war in den sechs Stunden nicht einmal langweilig. Von einem Zugbegleiter bekam sie noch Malblock, Buntstifte und einen Spielzeug-ICE geschenkt, obwohl wir die Kinderfahrkarte gar nicht ausgedruckt hatten. Die Zugbegleiter waren alle extrem nett und gut gelaunt, lachten mit Mila und freuten sich, als wir im Bordbistro Bandnudeln kauften. Mila hatte danach eine rote Schnute aus Tomatensoße. "Das ist so süß!"
20 Uhr schaltete ich das Licht im Abteil aus und mein Mann nahm Mila ins Bondolino, wo sie schnell einschlief. Annika, die im ersten Zug geknatscht hatte, fühlte wohl unsere neue Gelassenheit und schloss sich an. Sie trank genüsslich an der Brust, schlief viel oder lachte mit uns. 
Wir Eltern kamen zwar kaum dazu, die mitgenommenen Bücher oder Zeitschriften zu lesen, aber das lag einfach daran, dass die Zeit im Fluge vergangen war. Als wir 21:38 Uhr (pünktlich) in Dresden ankamen, waren wir kein bisschen fertig. Wir wurden von meinem Vati am Bahnsteig abgeholt. Es regnete nicht mehr. Gegen 22:30 Uhr trafen wir dann am Ziel ein.

Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, dass Kleinkindabteil zu reservieren. Als Familie zahlt man 9€ für zwei Züge und bekommt pro Person einen Sitzplatz. Kinder zahlen außerdem nichts im ICE, nur die Preise für Erwachsene haben sich gewaschen. Wer spontan fahren will, zahlt 119€ pro Person von Bonn nach Dresden in der zweiten Klasse. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig zu buchen. Für unsere Fahrt haben wir zusammen 49€ gezahlt (+9€ Reservierung), also wirklich ein Schnäppchen!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Netzfundstück der Woche: die "schönsten" Familienfotos

Auf der Internetseite smosh.com gab es die Tage ein paar herrliche Familienfotos zu bestaunen.

Klick!

Quasi die Outtakes, die es nicht in die Fotoalben und Bilderrahmen geschafft haben.

Doch sind nicht gerade diese Momentaufnahmen, die das Leben so wiederspiegeln wie es ist, das Schöne an der modernen Fototechnologie? Ich für meinen Teil liebe die verkorksten Schnappschüsse, die bei unseren Fotosessions entstehen.

Für Weihnachten haben wir Fotos von Kilian und Chuck, unserem Hund, machen lassen und glaubt mir, dabei ist einiges schief gelaufen.

In ein paar Jahren werden wir uns diese witzigen Aufnahmen anschauen und uns erinnern, wie herzlich wir bei diesem Shooting gelacht haben und wieviel Freude es uns bereitet hat, unsere beiden Babys zusammen aufwachsen zu sehen.

Welches ist euer liebstes verkorkstes Familienfoto?

Dienstag, 16. Dezember 2014

Shoppingtipp: Welcher Hochstuhl soll es sein?

Mit dem Kind ziehen auch viele Fragen zu Hause ein. Eine davon lautet: Welcher Hochstuhl soll es sein? Ein billiger oder soll man lieber investieren? Sollte man den Sitz verstellen können oder reicht ein einfacher?
Wir stellen euch einige Modelle vor und berichten von unseren Erfahrungen.

Der TRIPP TRAPP

Quasi der Porsche unter den Hochstühlen. Mit knapp 200 Euro (Genaue Infos zum Preis findet ihr hier) ist der Stuhl nicht grade billig, aber er ist jeden Cent wert (Unseren Stuhl benutzen wir mittlerweile in der zweiten Generation). Die Kinder haben direkten Zugriff auf die Tischplatte und können alles überblicken. Sitz- und Fußplatte können individuell an die Größe des Kindes angepasst werden.


Vorteil: wächst mit und ist für Kinder bis ins Schulalter geeignet.
Nachteil: Gibts in meinen Augen nicht, maximal der Preis lässt einen Schlucken.

Andere Hersteller bieten ähnliche Modelle an, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Stuhl kippsicher ist. Beispielsweise:

HAUCK Alpha

Er ist im Grunde wie ein Tripp Trapp. 50€ kostet das Holzstühlchen bei Höffner:

Ich finde den Stuhl an sich toll, aber wir müssen ein Auge drauf haben. Mila klettert mittlerweile auf den Stuhl und setzt sich selbst hinein. Wir freuen uns ja, dass sie das kann, aber es sieht manchmal doch gefährlich aus. Es wird Zeit, dass wir das vordere Brettchen abmontieren.

Vorteil: wächst mit und ist für Kinder bis ins Schulalter geeignet.
Nachteil: nicht so leicht zu säubern wie der IKEA-Stuhl, da man mehrere Bretter abwischen muss. Das Kind kann herausklettern, weil es keine Gurte zum Festschnallen gibt

Der IKEA-Stuhl

Der Hochstuhl, der auf den schönen Namen Antilop hört, ist mit seinen ca 10 Euro fast ein Schnäppchen. Es gibt ihn mit und ohne Tischchen.
Zum "Reisestuhl" ist er ideal, da er sich schnell und einfach auf- und abbauen lässt. Auch für den Garten ist er gut geeignet (wasserfest). Als Wohnungsstuhl macht er nicht viel her, sein schlichtes Plasik-Design ist nicht gerade ein Hingucker.
Da er weder in Höhe noch im Sitz verstellbar ist, ist er für die Dauer wohl eher ungeeignet bzw. nur für eine bestimmte Altersstufe einsetzbar. 



Vorteil: schneller Auf- und Abbau, leicht abwischbar, auch für draußen geeignet, günstig, das Kind kann festgeschnallt werden
Nachteil: der Stuhl lässt sich durch die kleinen Standfüße nur schlecht verschieben. Empfindliche Böden könnten dabei verkratzen.


Peg Perego Prima Pappa Diner

Den Hochtsühlen des italienischen Herstellers Peg Perego wird nachgesagt besonders robust und flexibel zu sein. Preislich liegen die verschiedenen Modelle zwischen 130 € und 450 €.

Unser Modell, der Peg Perego Prima Pappa Diner in der weinroten Kunstlederausstattung, kostet neu um die 150,00€, wir haben ihn gebraucht bei Amazon für 99,00€ erstanden. Unser Kaufargument war in erster Linie die Möglichkeit, den Sitz annähernd in eine Liegeposition zu kippen. So konnten wir den Stuhl auch schon benutzen, bevor Kilian frei sitzen konnte. Die Lehne ist mit einer Hand vierfach in der Neigung verstellbar. Ebenso kann die Sitzhöhe in 7 verschiedenen Einstellungen fixiert werden. An der Hinterseite des Sitzes sind Rollen angebracht. So kann der Sitz jederzeit leicht durch die Wohung manövriert werden. Der Tisch ist spülmaschinenfest. Außerdem ist der Bezug abnehmbar und mit abwaschbar.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Hochtuhl platzsparend zusammenklappen. Auch im zusammengeklappten Zustand steht er frei ohne umzufallen. Generell ist die Handhabung der einzelnen Funktionen sehr intuitiv und das meiste kann einhändig erledigt werden.

Mit dem mitgelieferten 5-Punkt-Gurt sitzen auch zappelige Kinder sicher im Stuhl.

Vorteil: durch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten kann der Sitz für Kinder verschiedenster Altersklassen verwendet werden. Optisch ist der Huchstuhl sehr ansprechend gestaltet. Es gibt unzählige Muster und Stoffvarianten zur Auswahl.

Nachteil: In den Falten des Bezuges, sowie in den Kanten des Stuhles sammeln sich schnell Krümel und Breireste. Der abnehmbare Bezug lässt sich im Gegensatz zum Rest des Stuhles allerdings leicht reinigen. Aufgeklappt nimmt der Stuhl relativ viel Platz weg. Wer keine Lust hat mehrfach täglich den Stuhl auf und zu zu klappen, braucht definitiv eine große Küche/Esszimmer für diesen Stuhl.

Hochstuhl Flower

Dieses No-Name Modell Flower haben meine Eltern angeschafft, damit wir nicht ständig einen Stuhl mit dem Auto transportieren müssen. Der Tisch ist fest am Stuhl befestigt, die 5-Punkt-Sicherheitsgurte werden mit dem Stuhl mitgeliefert. Der Stuhl ist klappbar und nimmt so nur sehr wenig Platz in Anspruch.

Vorteil: der Preis i. H. v. 32,90€ ist für einen klappbaren Stuhl unschlagbar. Er ist enorm platzsparend und lässt sich gut reinigen

Nachteil: da der Mittelsteg fehlt, sollten die Kinder immer angeschnallt werden um nicht durch den Stuhl zu rutschen. Die Konstruktion der Standbeine wirkt nicht 100%ig stabil. Bisher hatten wir aber keine Unfälle mit diesem Modell *auf Holz klopf*. Außerdem fehlen jegliche Möglichkeiten den Sitz zu verstellen und an die individuelle Größe des Kindes anzupassen.

Tischsitz

Eine Freundin machte mich auf diesen "Hochstuhl" aufmerksam. Sie hat in ihrer Küche einen Thekentisch,der für normale Hochstühle natürlich vollkommen ungeeignet ist. Also musste der Tischsitz 360° von Chicco her. Dieser lässt sich super schnell am Tisch installieren,sodass er ganz ohne Beine auskommt.
Für größere Kinder ist dert Sitz allerdings eher ungeeignet.

Vorteil: super für Reisen (lässt sich problemlos transportieren),schnell am Tisch installiert
Nachteil: keine Fußstützen,für größere und schwerere Kinder ungeeignet

Kombi-Set aus Stuhl und Tisch

Ein klobiger Stuhl,der viel Platz wegnimmt,aber trotzdem lange Verwendung findet. Das Kombi-Set ist für die ganz kleinen eher ungeeignet,weil er viel zu groß ist. Der Umbau vom Hochstuhl zu Tisch mit Stuhl funktioniert schnell und ist unkompliziert. Auch verschiedene Positionen der Rückenlehne lassen sich einstellen. Alles in allem ein sehr robuster Stuhl,der viel aushält.

Vorteil: robust und unkompliziert
Nachteil: nimmt viel Platz weg,nichts für die ganz kleinen

Koelstra Dino

Ähnlich wie beim Peg Perego kann die Rückenlehne des Dino-Hochstuhls von Koelstra zurück geklappt werden, damit das Kind in einer liegender Position gefüttert werden kann. Dies war auch für uns der Hauptgrund, den Stuhl anzuschaffen. Mit knapp 80 Euro ist der Hochstuhl erschwinglich. Er hat ein draufschiebares Plastiktischchen, lässt sich zusammenklappen, steht sicher und der Bezug ist abnehmbar und waschbar.



Vorteil: Erschwinglich und für Kinder geeignet, die noch nicht sitzen können.
Nachteil: Die restlichen Stuhlteile sind wegen der vielen Rillen und dem Plastik schwer zu reinigen und der Bezug ist nicht abwischbar. Ich musste ihn also mehrfach in der Woche in der Waschmaschine waschen und war eigentlich permanent damit beschäftigt, Brei aus den Ritzen zu kratzen. Dabei war das Abnehmen des Bezuges auch immer fummelig und total nervig. Nachdem die Rückenlehne einmal nicht bombenfest war (Anwenderfehler von uns) und Sohnemann rückwärts aus dem Stuhl fiel, haben wir den Stuhl verkauft (da konnte er aber auch schon sitzen) und einen Antilop angeschafft. Bis auf, dass jeder immer über die schrägen Stuhlbeine stolpert, sind wir mit dem IKEA-Stuhl sehr zufrieden.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Praktikantin Teil 2

Über uns und unsere Praktikantin S. hatte ich bereits in einem früheren Blogpost berichtet (hier). Damals unterstützte sie unsere Familie eine Woche lang, lernte uns kennen und die Kinder lieben. Wir hatten Spaß, wir hatten enorm viel Hilfe und dennoch strengte es an, eine weitere Person im Haushalt zu haben. Seit 1,5 Wochen ist S. wieder da. Wie ist es nun?

Mein Baby lacht, dreht sich und hält Blickkontakt. Ihre Entwicklung vom Neugeborenen zum Baby vollzog sich rasend schnell, sodass S. ein neues Kind vorfand, als das, was sie im Oktober zurückgelassen hatte. S. kann nun eine Beziehung aufbauen, die auf Gegenseitigkeit beruht und es funktioniert. Annika nahm S. sofort wieder an, ließ sich schaukeln, wickeln und füttern. Sie lacht mit S. 


 "Wahnsinn! Dass man mit zwei Monaten schon so ein soziales Lachen haben kann!"


Annika und S. konnten zu einem Team zusammen wachsen. Seit zwei Wochen arbeite ich wieder in meinem Nebenjob, was für meinen Mann regelmäßig bedeutet, er muss die beiden Zwerge alleine beschäftigen. Dass S. nun gerade in diesen Wochen als Unterstützung in unsere Familie kommt, ist so ein Glück für uns! Während Milas Mittagsschlaf kann mein Mann sich zurückziehen und Zeit für sich finden. Annika weiß er in guten Händen.

Von Zeit zu Zeit kann ich mich jetzt aus dem Haushalt ausklinken und für meine Masterarbeit recherchieren. Mein Mann sagt zwar immer: "Fahr ruhig, ich komme schon alleine klar", aber wenn ich weiß, S. ist auch noch da, fühle ich mich wohler. Klar kommt mein Mann auch alleine klar, aber ich weiß, dass es anstrengend sein kann mit den kleinen Monstern.

Die erste Prüfung für S.

In der vergangenen Woche konnte ich S. mit in den Pikler-Kurs nehmen und mit zur Babymassage. Im Piklerkurs beobachteten wir Mila, in der Babymassage lernten wir neue Massagegriffe. Diese konnte S. am Abend bei ihrer Prüfung auch direkt anwenden, allerdings zeigte die Lehrerin wenig Begeisterung, was ich schade fand. Eine Prüfung in der Familie ist eine Herausforderung und für S. war es die erste Prüfung ihrer Ausbildung. Auch mir bereitete die Prüfung Stress: Ich unterstützte S., wollte dass die Babypflege gut lief (sie musste das Kind waschen, massieren und ankleiden, danach etwas im Haushalt erledigen) und hoffte, dass Annika sich von einer braven Seite zeigt.
Letztlich lief die Prüfung zwar gut und S. ließ sich nicht verunsichern, als Annika zwischendruch alles vollpieselte. Auch das Knatschen brachte sie nicht aus dem Konzept. Leider fand die Lehrerin trotzdem Fehler, sodass wir am Ende nicht zufrieden waren. Das war aber auch eine lehrerhafte Lehrerin, wenn ihr versteht, was ich meine! Ich stärkte S. Mit ihrer Leistung im Praktikum sind wir ja voll zufrieden. Das baute sie wieder auf.

Mittlerweile kann ich es genießen, noch eine Hilfe im Haushalt zu haben. Im zweiten Block kam mir S. nicht mehr fremd vor, was es erleichterte, sie um mich zu haben. Der Typ für Haushaltshilfen oder Nannys bin ich trotzdem nicht geworden. Ich kehre meine Treppe lieber selbst.


Freitag, 12. Dezember 2014

Wie Thore zu seinem Namen kam

Schon vor der Schwangerschaft stand für mich fest: Mein Sohn soll Thore heißen.

Während meiner Schulzeit hieß ein Klassenkamerad so, wollte aber nur bei seinem Zweitnamen gerufen werden, was mir absolut unverständlich war. Ist Thore doch so ein toller Jungenname mit starker Bedeutung:
Thore ist die verselbständigte Kurzform von Namen mit dem Element 'Thor', z.B. Thorbjörn (altnordisch Björn = Bär), mit den Bedeutungen  Donnergott, Heerführer, Kriegsherr, Bär und Häuptling (Quelle: http://www.vorname.com/name,Thore.html)
Da M. kein Veto einlegte, blieb mir die schwierige Namenssuche in der Schwangerschaft erspart. Ich legte den Jungennamen fest, M. hätte den Mädchennamen bestimmen dürfen (und besteht beim zweiten Kind natürlich auf sein Bestimmungsrecht).

Long story short: Genannt wird unser Sohn eh nur Toto :-D.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Kino: Das große Schreien

Die Zeit der großen Kinobesuche scheint vorbei, seit wir Eltern sind. Mein Mann und ich gehörten wahrscheinlich zu den besten Kino-Kunden, wo wir doch jede Woche und manchmal sogar zwei- oder dreimal einen Film auf großer Leinwand anschauten. Das hat sich schon mit der ersten Tochter geändert und kam mit der Geburt unserer zweiten Tochter gänzlich zum Erliegen. Vergangenen Mittwoch teste ich deshalb ein Angebot unseres Rex-Kinos in Bonn: "Das große Schreien".


Es gibt ein paar Orte, in die nimmt man Babys nicht mit, und dazu gehört normaler Weise auch das Kino. Unser Rex-Kino in Bonn hat aber speziell für frisch gebackene Eltern einmal im Monat "Das große Schreien" im Angebot und der Name ist Programm. Die Babys dürfen mit in den Saal genommen werden.

Es lief: "Magic in the Moonlight":



Ich schnappte mir am Vormittag mein Baby und ging zu der Kinovorstellung um 10 Uhr. Bereits vor dem Kino tummelten sich Mamas mit Kinderwagen oder Tragehilfen. Babys, Babys, Babys. Was für ein Anblick! Das Filmerlebnis kostete jede Mama den ermäßigten Preis von 6€. Für 1,50€ gab es noch einen Kaffee dazu.

Bevor der Film begann durften wir Mamas vier Trailer schauen und danach per Handzeichen abstimmen, welcher der Filme das nächste Mal laufen wird. Dann dunkelte man das Licht etwas ab, aber es blieb hell genug, sodass man sein Baby und die anderen prima sehen konnte. Wer will schon im Dunkeln nach einem Schnuller suchen? Oder das Kind wickeln? Apropro wickeln: Dafür gab es im hinteren Teil des Kinos eine improvisierte Wickelkomode, alles war gut vorbereitet. Der Ton entsprach auch nicht der gewöhnlichen Kinolautstärke, sondern war leiser und letztlich schlummerte meine Annika direkt ein und ich konnte den Film entspannt genießen. Ich hatte mir ein Kissen von zu Hause mitgenommen und sie auf dem Schoß gebettet.

Wie versteht man überhaupt was?

Die Babys schreien und da der Ton leise ist, versteht man tatsächlich schlecht, was auf der Leinwand gesprochen wird, aber dafür fand sich die einfachste Lösung: Untertitel.

Wer sich das "Das große Schreien" auch mal anschauen will, der kann nächsten Monat ins Rex nach Bonn kommen. Dann läuft die Komödie "St. Vincent", für die wir uns entschieden haben. Am 14. Januar 2015 um 10 Uhr. ("Das große Schreien" findet jeden 2. Mittwoch im Monat statt.)


Ich fand es einfach großartig, auch weil der Film gut war. Ich freue mich, dass man hier die Möglichkeit hat, mit Baby ins Kino gehen zu können.

Gibt es solche Veranstaltungen auch in eurer Stadt?

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Netzfundstück - Spielzeugflut zu Weihnachten vermeiden

Weihnachten steht vor der Tür und damit die gleiche Frage, die schon zum Geburtstag des Kindes und anderen Anlässen quält: Was schenken? Und vor allem, wohin mit dem ganzen Zeug?


Wenn sich unsere Kinder über eins nicht beklagen können, dann vermutlich, dass sie zu wenig Spielzeug im Kinderzimmer haben. Trotzdem möchte man den Freunden und Verwandten nicht bloß eine Bankverbindung als Wunsch angeben oder selbst auf Geschenke unter dem Weihnachtsbaum für seinen kleinen Schatz verzichten.


Ein schöner Blogpost von Fräulein im Glück zum Thema hat einige tolle Vorschläge, die ich euch nicht vorenthalten möchte und an denen wir uns definitiv orientieren werden:

  • 4-Geschenke-Regel: Want, Need, Wear, Read. Das Kind bekommt einen Herzenswunsch erfüllt, eine Sache, die es braucht, was zum Anziehen und was zum Lesen. Ein klasse Tipp, wie ich finde, denn das ist doch völlig ausreichend!
  • Regeln für die Gäste/Verwandte: Nur ein Geschenk pro Schenkendem. Auf dem Blog wird vorgeschlagen, dass man eine Geschenkeliste vorgibt, damit das Kind auch garantiert etwas bekommt, womit es auch spielt. Ich kenne es so, dass wir uns in der Familie eh absprechen, allerdings haben unsere Angehörigen auch zu viel Freude dabei, sich selbst was für unseren Sohn auszudenken. .
  • Verbrauchbare Geschenke. Damit sind Materialen zum Basteln oder Malen gemeint, die sich im Laufe der Zeit aufbrauchen und immer weniger Platz wegnehmen.
  • Erlebnisgeschenke. Zwar hat der Zwerg nichts zum Auspacken, dafür aber schöne Erinnerungen und bekommt das Wichtigste geschenkt: Zeit.

Und hier die Tipps, was man mit der schon vorhandenen Flut im Kinderzimmer anstellen kann:

  • Altergerechtes Spielzeug darf bleiben. Ich bin selbst erst letzte Woche durch Sohnemanns Zimmer gewandert und habe alle Baby-Spielsachen in eine Kiste gepackt. So schnell, wie Greiflinge, Beißringe und Co uninteressant werden, kann man gar nicht gucken. Trotzdem häuft es sich an.
  • Eins-Rein-Eins-Raus-Regel. Eignet sich für ältere Kinder, denen man begreiflich machen kann, dass sie selbst aussortieren sollen, um Platz für Neues zu schaffen.
  • Spielzeug spenden. Eine tolle Sache, die man später mit den älteren Kindern gemeinsam zur Tradition machen kann. Dabei lernen die Kleinen direkt, dass es auch Familien gibt, die nicht so viele Spielsachen zur Verfügung haben und sie können ihre Sachen der Hilfsorganisation oder dem gemeinnützigen Verein selbst übergeben.
  • Eigenes Spielzeug als Geschenk. Vor allem mit jüngeren Kindern im Freundes- oder Familienkreis kann das Kind die Spielsachen, mit denen es nicht mehr spielt, weiter verschenken. Toto ist zwar noch zu klein, um es selbst zu machen, aber Pikerus Cecilia hat sich bei ihrem letzten Besuch bei uns sehr über Totos rosa Auto gefreut und es mit nach Hause genommen.
  • Altes Spielzeug verkaufen. Dies können die Kinder später auch selbst machen und einen kleinen Garagenflohmarkt veranstalten. Damit lernen sie direkt den Umgang mit Geld und können sich eigene Wünsche von den Einnahmen erfüllen.

So sollte man der Spielzeugflut Herrin werden und alle Jahre wieder für Ordnung im Kinderzimmer sorgen können.

Viel Spaß beim Schenken und eine frohe Vorweihnachtszeit :)!

Dienstag, 9. Dezember 2014

Shoppingtipp - Die geraubten Prinzen

Ich bin immer auf der Suche nach Büchern oder Spielsachen, die meinem Kind nicht die längst überholten Rollen(vor)bilder präsentieren. Auf ein solches Buch machte mich meine Schwester aufmerksam:

Die geraubten Prinzen von Cornelia Funke und Jörg Mühle

"Es war einmal eine schreckliche Riesin namens Grauseldis, die sammelte schöne Prinzen..."


...um sich an ihnen zu erfreuen. Erst, wenn sie ihr langweilig werden, dürfen sie gehen. Es schlugen etliche Befreiungsversuche fehl und keiner der ausgesandten Ritter kehrte jemals zurück. Bis der rote Ritter vor die Königin tritt und anbietet, ihren Sohn zu befreien. Unter der Bedingung, den Prinzen zum Mann zu bekommen.


Natürlich handelt es sich bei dem Ritter um die wunderschöne Frieda Ohnefurcht, unbesiegt in zahlreichen Kämpfen, weshalb die Königin zustimmt. (So weit sind wir anscheinend noch nicht, als dass auch ein männlicher Ritter den Prinzen zum Gemahl haben darf...)

So schafft es die tapfere Ritterin Frieda Ohnefurcht, alle Prinzen zu befreien - denn auch Riesinnen haben scheinbar eine furchtbare Angst vor Spinnen (egal, wie groß die Frau ist...Klischee bedient).

Und was macht Frieda? Den Prinzen wollte sie am Ende doch nicht, also nahm sie sich einen der Ritter zum Mann. Einfach, weil der ihr besser gefiel.

Falls ihr im Detail wissen wollt, wie Frieda die Prinzen befreit: Das Buch bekommt ihr beim örtlichen Pixi-Dealer eures Vertrauens oder hier. Viel Spaß beim Vorlesen :).

Montag, 8. Dezember 2014

Kilian im Kindergarten - der erste Monat

Seit nunmehr ziemlich genau einem Monat geht Kilian nun in die Kindertagesstätte der Johaniter Unfallhilfe e.V. in unserem Nachbarort. In die Spatzengruppe um genau zu sein. Zeit also, für ein erstes Fazit.

So war der Plan
Kilian sollte an meinen Frühschichttagen von mir um kurz vor 8.00 Uhr in den Kindergarten gebracht werden. Da ich weiterhin erstmal nur 4 Stunden täglich arbeite, hätte ich ihn sogar vor dem Mittagsschlaf schon abholen können.
An Spätschichttagen war die Planung ihn erst nach dem Frühstück in die Kita zu bringen um daheim noch Zeit füreinander zu haben. Nachmittags holt ihn dann mein Mann, je nachdem wann er Feierabend hat.

Erstens kommt es anders...
Schnell haben wir gemerkt, dass eine morgendliche Variation gar nicht funktioniert. Zu Hause ist er nach wie vor spätestens um 8.00 Uhr so müde und quengelig, dass ich ihn nochmal hinlegen müsste. Dann schläft er aber meistens bis 10.00 Uhr. Folglich könnte ich ihn erst 10.30 Uhr in den Kindergarten bringen. Da unsere Erzieherin Claudi aber viel mit den Kleinen unternimmt, müssten dann alle immer auf Kilian warten. So stehen wir also jeden Tag spätestens halb 8 auf um punktlich zum Frühstück in der Kita zu sein.

Ob das Frühstücken in der Kita funktioniert, variiert je nach Tagesform. Da Kilian weiterhin sehr kaufaul ist, mache ich ihm morgens Haferbrei mit Obst. Zu trinken gibts in der Kita Tee und Wasser. Der Mittagsplan ist eher auf die größeren Kinder ausgelegt, weshalb unsere Erzieherin Kilis Essen püriert. Bis jetzt gab es allerdings noch nichts, was er so nicht gegessen hat.

Auch das Schlafen in der Kita klappt hervorragend. Er schläft prompt ein und muss sogar meistens geweckt werden. Daher hole ich ihn also auch an Frühschichttagen nicht vor dem Mittagsschlaf ab. Er schläft mir sonst im Auto ein und macht zu Hause kein Auge mehr zu. Drei Mal haben wir das probiert und es war jedesmal ein heilloses Chaos.

In den Spielzeiten macht Kilian am liebsten alles seinem Kumpel Niels nach. Niels kann schon laufen und ist ein richtiger kleiner Draufgänger. Da hat sich mein Sohn ja das beste Zugpferd ausgesucht. Es wird geklettert, der Bällchenpool wird ausgeräumt und immer wieder berichtet Claudi wie gerne Kilian mit den anderen Kindern klatscht wenn Lieder gesungen werden.

Was sich an Kilian verändert hat
Vier Wochen sind für so einen kleinen Menschen eine lange Zeit. Kilian steckt in einer anstrengenden Entwicklungsphase und bekommt zudem gerade die ersten Backenzähne. Er ist anhänglicher geworden und möchte mich am liebsten gar nicht aus den Augen lassen. Aber ich muss zugeben, dass ich das schon ein bisschen genieße. Schließlich hatte ich bis dato ein eher eigenständiges Kind.
Auch körperlich entwickelt er sich rasant, da er sich an den größeren Kindern orientiert. Er übt bei jeder Gelegenheit zu laufen und schiebt dabei alles durch die Gegend, was sich irgendwie bewegen lässt. Er benutzt sein Besteck jetzt selber zum Essen, auch wenn noch nicht viel Nahrung tatsächlich im Mund landet. 

Was sich für uns verändert hat
Ich merke jetzt erstmal, wie wenig ich eigentlich arbeite. 20 Stunden sind ja wirklich pillepalle. Da hat mein Sohn definitv längere Tage. Dafür sind die Tage an denen ich Nachmittags arbeite richtig ätzend. Sobald das Kind aus dem Haus ist, sucht man sich eine Beschäftigung. Ehe man sich versieht, kocht man schon das Mittagessen und ist aus dem Haus, kommt jedoch erst nach Hause, nachdem das Kind schon fast bettfertig ist. Zum Glück arbeite ich nur noch 2-3 Tage am Nachmittag. Nachdem wir neulich ein paar Tage krank zu Hause verbracht haben, wundere ich mich ein bisschen, wie ich Kind und Arbeit vorher gewuppt habe.
Mein Mann dagegen nutzt seine freie Zeit sehr produktiv. So wird nun unser Vorbau und die Speisekammer endlich fertig und meine Küche ist nach 5 Monaten auch tapeziert. Hat man das Kind zu Hause, bleiben solche "Kleinigkeiten" eher mal liegen um "quality time" zu verbringen.

So eine Kinderbetreuung ist aber natürlich auch mit Kosten verbunden. So entfallen monatlich alleine 186,00 € auf Gebühr und Verpflegungsgeld. Viele Großstädter lachen sich darüber aber wahrscheinlich gerade einen Ast.
Rechnet man alle Anschaffungen zusammen, die wir für die Kita gemacht haben (Hausschuhe, Rucksack, Regenkleidung, zusätzliche Bekleidung, Hygieneartikel usw.) kommen wir auf fast 150,00 € Ausgaben im ersten Monat. Zum Glück wurde uns einiges auch zu Kilians Geburtstag geschenkt. Trotzdem ist ein Großteil dieser Kosten erneut fällig sobald Kilian sich entschließt in die nächste Kleidergröße hinein zu wachsen.

Letztendlich kann ich sagen, dass mein Sohn sich endgültig vom Baby zum Kleinkind entwickelt hat. Ein kleiner Mann mit einem harten Arbeitstag, der deutlich klar macht was er will und was nicht. Eine Kindertagesstätte bietet den Kleinen definitiv mehr Möglichkeiten und Anregungen sich zu entwickeln und zu entfalten, als das man zu Hause realisieren könnte. Alles in Allem bin ich sehr froh, Kilian so früh schon diese Erfahrung zu ermöglichen.


Wie plant ihr die Betreuung eurer Kinder? Ab wann gehen sie in die Kita oder lasst ihr vielleicht bekannt betreuen? Was bezahlt ihr für eure Betreuungsplätze?

Erzählt es mir in den Kommentaren

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wie mein Sohn zu seinen Namen gekommen ist...

☺️Als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, wusste ich sofort innerlich: Das wird definitiv ein Junge!

Und da war es auch schon: Das Namensproblem! Hätte ich ein Mädchen bekommen, würde ich ihr den Namen geben, den ich schon seit mehr zehn Jahren toll finde: Lotta! Aber es sollte anders kommen...

Als ich schon in der 13. Woche (bei 12+0) bestätigt bekam, dass ich einen kleinen Knaben unter meinem Herzen trug, war ich innerlich total zerrissen. Jungennamen fand ich zwar einige toll, die waren in den letzten Jahren aber so stark in Mode gekommen, dass sie kaum infrage kamen.

Damals, noch glücklich vereint mit Noahs Vater, überlegte ich als krampfhaft. Als wir abends auf den Sofa saßen, sagte ich: "Was hältst du von Paul?"
Er schüttelte den Kopf! Kam für ihn definitiv nicht in Frage.
"Finn?", fragte ich hoffnungsvoll weiter.
Der Name wurde zumindest nicht gleich ausgeschlagen, sondern erntete kurze Anerkennung!
Dann stand er auf und sagte: "Noah find ich gut!"
Wir verschoben die Namensgebung erstmal, bis er eines Tages nach Hause kam und sagte: "Der Sohn meines Kollegen heißt Noah Finn! Was denkst du?"
Gefiel mir, wir bekamen beide unseren Willen und alles war super.

Als wir uns trennten, wollte ich den Namen Noah auf keinen Fall mehr. In der Bahn begegnete mir der Name Theo! Gefiel allen, also sollte es ein Theo werden. Aber der Name Noah ließ mich plötzlich nicht mehr los... Ich hatte mich schon so daran gewöhnt, den Bauchbewohner Noah zu nennen, dass ich mich letztlich doch für Noah entschied.

Ich bereue es keine Sekunde und finde, Theo hätte auch gar nicht gepasst! Und so denke ich: Wenigstens einen schönen Namen hat der Papa ihm mit auf den Weg gegeben!  

Samstag, 6. Dezember 2014

Mama Networking


Was in der beruflichen Welt schon fast beiläufig geschieht, weil man durch seine Arbeit mit vielen Menschen in Kontakt kommt, das ist als Mama nicht selbstverständlich. Nicht für mich.  
In meinem Bonner Freundeskreis bin ich eine Kuriosität mit meinen Kindern: Die Freunde sind Studenten und Single und haben keine "Mami"-Erfahrungen. Mit ihnen mache ich Studenten-Sachen, keine Mami-Sachen. Sollte ich mir nicht ein Mami-Netzwerk aufbauen? Für meine Töchter und für mich?

Nun könnte ich eine der Mütter werden, die keinen Kontakt zu anderen Eltern pflegt. Warum auch andere Eltern kennenlernen? Eltern... Das ist doch eine merkwürdige Spezies! Will man die überhaupt kennenlernen? Sind das nicht alles fast-40-jährige-ein Kind-Öko-Mütter, die mit ihren Freundinnen nebeneinander die 1000€-Buggys ausführen und mit ganzem Herzblut über Wolle-Seide-Bodys diskutieren? Deren Kinder schon Französisch in der KiTa lernen müssen, aber niemals Schokolade essen dürfen?

Ich hatte meine Vorurteile, 
besonders nachdem wir den Geburtsvorbereitungskurs besucht hatten. Das Wochenende herrschte eine super Stimmung, aber die Eltern passten nicht zu uns. Einige haben die Emailliste abfotografiert, aber keiner meldete sich mehr bei uns, es beruhte wohl auf Gegenseitigkeit. Ich meine, zwei Männer waren schon 47 Jahre alt! Nicht wesentlich jünger als mein Vater und mir lag fast auf der Zunge zu sagen: 
"Du könntest jetzt auch schon Opa werden." 

Aber nein, es ist ja gar nichts schlimm daran, spät Eltern zu werden. Nur so passten unsere Ansichten nicht zusammen, will ich sagen. Mein Mann plante beispielsweise als einziger, nach der Geburt in Elternzeit zu gehen, die anderen redeten darüber, dass sie ihr Fußballmagazin mit in den Kreißsaal nehmen würden. "Und wie können sich die Papas einbringen?" Für sie bestand die Arbeit im Aufbauen des Wickeltischs. Das war´s erstmal, weiter gehts, sobald der Sohn Fußball spielen kann.

Networking... 
Es lohnt sich trotz merkwürdiger Bekanntschaften hier und da, dran zu bleiben! Ich besuch(t)e mit meinen Mädchen viele Kurse: Pekip, Pikler, Kidix, Babymassage, Still-Café und eine Krabbelgruppe. Nicht gleichtzeitig, sonder über die 19 Monate verteilt. Besonders schön fanden wir es bei einem "Frühstück für Studierende mit Kind", wo die Eltern essen und die Kinder spielen, singen und basteln konnten. 

Warum das Ganze?

Mit Ankunft des Babys steht man vor einem Berg von Fragen oder einem Berg von Antworten, die man nicht zuordnen kann. Ist doch so! Also liest man viel in Büchern oder im Internet oder probiert einfach aus, aber letztlich sind die Tipps anderer Eltern das Wertvollste! Was für ein Glück, wenn man Erfahrungen und Emotionen teilen kann! Wenn man verstanden wird!  
Eine Mama sollte meiner Meinung nach unbedingt Emailadressen austauschen und andere auf Facebook adden, sobald sie nette Eltern gefunden hat.

Momentan sind wir auf Kindergartensuche und das was wir an Erfahrungen und Tipps anderer Eltern schon sammeln konnten, lässt sich gar nicht mit einer Internetrecherche vergleichen. Und gestern schickte mir ein Vater spontan dm-Coupons zu, die er nicht mehr braucht. Ich bespreche gerade, ob ich im nächsten Jahr mit meiner Kleinen einen Pikler-Kurs in der Familienbildungsstätte oder einen Pekip-Kurs im Hebammenladen machen möchte. Auf jeden Fall geht´s nächste Woche ins Kino: Eltern-Baby-Kino ("Das große Schreien")! Wer wüsste denn ohne Networking von so einer Veranstaltung? Ich nicht.


Was haltet ihr vom Networking? Habt ihr andere Mütter im Freundeskreis?