Sonntag, 31. August 2014

AngelCare Sensormatte

Leonore wünschte sich von uns einen Blogpost über die Sensormatte von AngelCare: Was spricht für und was gegen die Anschaffung der Babyüberwachungsmatte? Hier ist unsere Antwort.


INFO: Die AngelCare Sensormatte ist mehr als ein Babyphone. Sie zählt zu den modernen Überwachungsgeräten für Neugeborene, die nicht mehr nur von Risikobabys genutzt werden, sondern auch bei Nicht-Risiko-Kindern Verwendung finden. Die Kosten sind hoch - "Angelcare Babyphon Bewegungsmelder AC 403-D" kostet derzeit 157€ bei Amazon - die Anbringung schlicht: Man schiebt die Sensormatte unter die Matratze des Babys, von wo aus sie die kindlichen (Atem-)Bewegungen erfasst. Sobald sich das Baby 20 Sekunden lang nicht mehr gerührt hat, wird ein Alarm ausgelöst, sodass die Eltern für Erste-Hilfe-Maßnahmen hinzueilen können.

Bild: Moshe Reuveni,http://www.flickr.com/photos/reuvenim/4789469145/

CONTRA (by Schokominza)

Um das Thema "Plötzlicher Kindstod" (SIDS) kommt keine Mutter herum. Bereits meine Hebamme und ein Plakat im Krankenhaus machten mich darauf aufmerksam, dass mein gerade erst geborener Schatz möglicher Weise nicht überleben könnte. Natürlich wollte ich das verhindern! Und ich verstehe auch Eltern, die sich das volle Überwachungssystem zulegen.

Da niemand so genau weiß, warum völlig gesunde Säuglinge einfach sterben, ängstigt das Thema die meisten Eltern und man muss sich bemühen, einen klaren Kopf zu bewahren. Meine Tochter zählte gerade noch zu den Risiko-Babys, weil sie "zu früh" geboren wurde, aber musste ich mir deshalb die Sensormatte anschaffen? - Nein. Der plötzliche Kindstod tritt in der Regel im Schlaf ein und mein Würmchen schlief in meinem Bett direkt neben mir. Natürlich ist gerade dieser Punkt umstritten, aber da ich durch diesen Zustand selbst als Überwachung fungierte, fand ich eine Sensormatte gar nicht nötig. Stattdessen hielt ich mich an folgende "Regeln":


  • das Baby schläft auf dem Rücken 
  • Statt einer Decke wird der Schlafsack bevorzugt
  • absolute Vermeidung von Zigarettenrauch bereits während der Schwangerschaft und erst recht nach der Geburt
  • Stillen
  • Regelmäßige Schwangerschaftsvorsorge, alle U-Untersuchungen fürs Kind in Anspruch nehmen
  • gute Durchlüftung der Wohnung, viel mit dem Kinderwagen raus gehen
  • Temperatur des kindlichen Schlafzimmers etwa bei 16-18°C halten 

So schlicht fällt meine Antwort aus. Ich bin wie gesagt nicht grundsätzlich gegen eine Verwendung der Matten und man kann diese Auflistung auch mit der Sensormatte kombinieren, klar, aber AngleCare hat einen stolzen Preis. Soviel Geld würde ich nicht ausgeben, wenn ich nicht vom Nutzen überzeugt bin.


PRO (by Chutriel)

Wir verwenden die Sensormatte von Angelcare seit unser Sohn aus der Kinderklinik entlassen wurde. Er zählt als Frühgeborener zur Risikogruppe. Anders als bei Schokominza hatten wir bei seiner Geburtswoche und dem geringen Gewicht eine greifbare Gefahr, dass seine Lunge nicht ausgereift sein könnte. Und da ich in der Klinik Zeugin eines plötzlichen Atemstillstands wurde, hatte ich auch keine Einwände (anders als M.), als meine Hebamme die Sensormatte empfahl. Aus dem Nichts hörte er einmal tatsächlich auf zu atmen und musste durch die Kinderkrankenschwester zum Weitermachen animiert werden.
Das Geld haben wir gerne investiert, da ich deshalb nachts ruhig schlafen kann und mir ein ständiges Nachsehen, ob alles in Ordnung ist, sparen kann.

In einem Jahr hatten wir zwei (Fehl-?)Alarme. Wobei ich mir bis heute natürlich nicht sicher bin, ob er durch den Alarm weiteratmete oder einfach nur außerhalb der Reichweite lag oder eine Fehlfunktion Ursache des schrillen Piepens war. Jedes Mal rannte ich erschrocken zu ihm, bei ihm war aber alles in Ordnung.

Trotzdem hat der Gebrauch auch Nachteile, die ich als überzeugte Verwenderin nicht unerwähnt lassen will:


  • Wann stellt man die Matte ab? Ursprünglich wollte ich den ersten Geburtstag als Datum nehmen, schaffe es aber nicht, das Teil aus zu lassen (M. begründeter Anfangsverdacht: "Wir werden das Ding dann nie wieder los!"). Vermutlich schiebe ich unserem Sohn die Matte unter bis er 12 ist.
  • Das Kind irgendwo zum Schlafen Ablegen funktioniert nur, wenn man die Sensormatte nicht auf Grund von extremer Überängstlichkeit benutzt, da man die Matten nicht überall drunter legen kann.
  • Beim Einschalten macht der Empfänger einen schrillen Ton, von dem unser Kind jedes Mal aufwacht. Ziemlich nervig, wenn man es außerhalb des Bettes gerade in den Schlaf gewiegt hat.
  • Und zu guter Letzt: der schusselige Partner, der fast ein Jahr lang vergisst, den Alarm beim Rausnehmen des Kindes auszuschalten und damit den anderen schlafenden (!) Partner voller Panik aufscheucht (M., ich liebe dich trotzdem :-*)...


Trotzdem werde ich die Matte vermutlich auch bei Kind Nr. 2 und vermutlich auch ohne begründetes Risiko wieder in Gebrauch nehmen. Falls Sohn Nr. 1 nicht schon 12 ist, muss halt eine neue her.

Donnerstag, 28. August 2014

Wie fühlt sich die Nachgeburt und die Nachwehen an?

Ein weiterer Antwort-Post zum Thema Nachgeburt und Nachwehen.


"Was so selten besprochen wird, sind Nachgeburt und Nachwehen. Klar konzentriert man sich auf das Neugeborene, aber wie fühlte es sich an? Und hattet ihr die Nachwehen noch lange?"


Schokominza: Soweit ich mich erinnere verlief die Nachgeburt sehr schnell, also mit noch einer Presswehe, und dann hatte ich alles überstanden. Von weiteren Wehen blieb ich verschont.

Marypenny: Bei mir meinte die Hebamme nur: Jetzt einmal stillhalten! Und schon hatte sie die Nachgeburt rausgezogen. Nachwehen taten bei mir wie leichte Unterleibsschmerzen mal kurz für 10-20 Sekunden auf im Abstand von 7 Stunden. Aber nach 2 Tagen war auch das vorbei.

Chutriel:
Mir wurde die Nachgeburt beim Kaiserschnitt einfach rausgeholt, deshalb bekam ich davon wenig mit. An Nachwehen kann ich mich auch nicht mehr erinnern, aber schließlich tat mir der Unterleib von der OP wochenlang weh.

Solina:
Da mein Kaiserschnitt per Vollnarkose durchgeführt wurde, habe ich meine Plazenta nicht mal gesehen. Für die Nachwehen habe ich einen Oxytocintropf bekommen, der schließlich auch den Wochenfluss auslöst. Von Wehen hab ich dabei allerdings nichts germerkt. Meine Bettnachbarin hat ihr zweites Kind ebenfalls per Kaiserschnitt entbunden und hat stark über die Nachwehen geklagt. Eine Schwester meinte, dass diese sowieso bei jedem Kind stärker werden. Wir unterhalten uns also in ein paar Jahren nochmal darüber...

Dienstag, 26. August 2014

Shoppingtipp: Das Mami Buch von Katja Kessler

Für alle Schwangeren unter euch, aber auch denen, die es gerne werden wollen, habe ich heute einen ganz besonderen Shoppingtipp:


Das Mami Buch von Katja Kessler


Viele werden es auch sicherlich kennen, aber die, die es noch nicht kennen, sollten auf jeden Fall mal einen Blick reinwerfen!


"Und plötzlich bist du schwanger...
Übelkeit und Heißhungerattacken sagen dir guten Morgen und staunend stehst du vor dir selbst: "Hilfe ich werde Mama!" Aber woran musst du jetzt denken? Hier findest du sämtliche Fakten, Tipps und Tricks zum Thema! - Darfst du Sport treiben? Absätze tragen? Haare färben? Wie kugelrund bist du drei Tage vor der Geburt? Und wie wird es sein, wenn du Baby das erste Mal siehst? Und nach der Geburt? Was ist bitte "Baby-Blues" und "Milcheinschuss"? Warum hattest du früher Körbchengröße A und plötzlich Größe C? Und vor allem: Wieso siehst du immer noch schwanger aus? Fragen über Fragen.... Alle Antworten findest du in diesem Mami-Buch. Der ganz besondere Ratgeber, der dich zehn Monate VOR und auch zehn Monate NACH der Geburt begleitet."
(Quelle: Klappentext Mami-Buch)


Das Buch begleitet Katja Kessler während ihrer kompletten Schwangerschaft und die zehn Monate danach. Es ist persönlicher als andere Bücher, da es Tagebucheinträge (sicherlich gestellt, aber zumindest vermittelt es einen sehr persönlichen Eindruck und lässt die Leser sich angesprochen fühlen) und viele Fotos gibt. Es ist kein fader Ratgeber, der sich ausschließlich mit allen Fakten in der Schwangerschaft beschäftigt. Das Buch beinhaltet außerdem viele Extras zum herausnehmen, wie zum Beispiel ein Poster mit der Bauchentwicklung während und nach der Schwangerschaft, ein Homöopathie Guide oder ein Poster mit Fitnessübungen für die Schwangerschaft. 

Unterteilt ist das Buch in Schwangerschaft & Geburt und die zehn Monate danach. 


Schwangerschaft & Geburt

Jeder Schwangerschaftsmonat ist ein Kapitel für sich und immer gleich aufgebaut (außer der erste Monat). Auf einigen Seiten stehen monatsbezogene Informationen, Tipps und Tricks. So kann man im zweiten Monat etwas über die Übelkeit und Müdigkeit lesen, im fünften Monat etwas über Kindsbewegungen und Urlaubsplanungen, und im achten Monat Tipps und Tricks rund um das Babyzimmer und dem Besuch im Krankenhaus (inkl. vieler Klinikfragen, die man stellen könnte).
Hinzu kommt Monat für Monat ein Einblick in Katjas Tagebuch und jeweils eine Seite mit "Mami-Info" und "Baby-Info". Bei den Mami-Infos ist ein Foto von Katja im aktuellen Schwangerschaftsmonat zu sehen und kurze und knappe Informationen zu Körperteilen, Organen, etc. die sich verändern. Bei den Baby-Infos steht neben der ungefähren Größe und das Gewicht auch noch weitere Entwicklungsstände in denen sich das Baby grad befindet. 

Das Kapitel der Geburt wird ebenfalls mit vielen Fotos begleitet. Es werden die Phasen der Geburt beschrieben, Hilfen zur Entspannung und Tipps zur Schmerzlinderung. 


10 Monate danach

Die 10 Monate danach sind etwas anders aufgeteilt. So gibt es für die ersten vier Tage nach der Geburt je ein Kapitel, dann für die erste, vierte und zehnte Woche danach und dann nochmal für die vier, sechs und zehn Monate nach der Geburt.

Hierzu kann ich noch garnicht so viel schreiben, da ich es noch nicht gelesen habe. Beim durchblättern ist mir aber aufgefallen, dass hier viel auf die Mutter und die Veränderungen die der Körper nach der Geburt durchmacht eingegangen wird. Es ist kein Ratgeber, wie sich das Kind entwickelt, sondern die Mutter. Auch negative Punkte, wie zum Beispiel der mögliche Haarausfall oder Beziehungsfrust, werden angesprochen.


Fazit

Ich liebe dieses Buch und kann es wirklich nur jedem empfehlen! Immer am Ende eines Schwangerschaftsmonats nehme ich es zur Hand und lese schonmal für den nächsten Monat vor, um zu wissen, was mich erwarten könnte, worauf ich ggf. achten muss etc. Darauf freue ich mich immer sehr :)

Durch die vielen Fotos und Tagebucheinträge wirkt das Buch sehr persönlich. Natürlich gibt es auch ab und an Informationen, die bei mir nicht zutrafen, aber jede Schwangerschaft ist einfach so unterschiedlich, dass da glaube ich kein Ratgeber immer richtig liegt. Auch die Extras in dem Buch habe ich so gut wie garnicht benutzt (das Poster mit der Bauchentwicklung fand ich persönlich am interessantesten), aber muss man ja auch nicht. Die Idee ist auf jeden Fall nett so etwas auch anzubieten.

Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich mir das Buch erst ca. zwei Wochen nach meinem positiven Schwangerschaftstest gekauft habe, da es eben auch den ersten Monat der Schwangerschaft beschreibt, den man bewusst ja nicht als Schwangere erlebt.

Sonntag, 24. August 2014

Mythbusters #1 - Über das Aussehen einer Schwangeren

Heute startet eine neue Serie in unserem Blog! In der Kategorie Mythbusters wollen wir mit den beliebtesten Mythen über Kinderwunsch, Schwangerschaft und Elternschaft aufräumen bzw. herausfinden, ob wirklich was dran ist an Omas Weisheiten.

Passend zum gestrigen Beautythema, beginne ich mit einem Mythos der die Schwangerschaft betrifft:

Mädchen saugen den Müttern die Schönheit aus. Mütter hingegen, die mit einem Jungen schwanger sind, sehen aus wie das blühende Leben.

Dieser Mythos hält sich bereits seit dem Mittelalter tapfer. Allerdings ist mittlerweile medizinisch erwiesen, dass das genaue Gegenteil der Fall sein müsste. Durch die männlichen Hoden des Fötus im Bauch der Schwangeren, wird das männliche Hormon Testosteron ausgeschüttet. Das kann dazu führen, dass sich im Laufe der Schwangerschaft das Hautbild verschlechtert und die Haare stumpf werden. Trotzdem klagen auch viele werdende Mamas, die ein Mädchen austragen, über unreine Haut.

Ich selbst habe während der Schwangerschaft unterschiedliche Phasen durchlebt. Die erste Hälfte der Schwangerschaft hatte ich tolle Haut. Meine Haare und Nägel waren während der gesamten Schwangerschaft schön und kräftig. In der zweiten Hälfte hatte ich dann allerdings mit sehr trockener Haut zu kämpfen und mich plagten häufige Ausschläge an Gesicht und Hals. Erst kurz vor der Geburt bekam ich regelmäßig Komplimente, wie frisch und lebendig ich aussehe. Gefühlt habe ich mich so aber ganz sicher nicht.

Was ich allerdings sagen kann, ist, dass ich durch das Testosteron eine sehr fitte Schwangere war. Ich bin bis kurz vor der Geburt auf Feste und Konzerte gegangen, konnte noch lange stehen und laufen.

Ich kann den Mythos also immerhin teilweise bestätigen.

Wie war, oder ist, es bei euch? Wie habt ihr euch gefühlt während der Schwangerschaft?

Samstag, 23. August 2014

Beauty Samstag - Hormonumstellung nach der Schwangerschaft

Jule macht heute frei und überlässt mir die Beauty-Bühne für einen Tipp der mir persönlich sehr am Herzen liegt.

Ich hatte, wie viele schwangere Frauen, während der Schwangerschaft die tollsten Haare und Nägel. Die Hormone bescherten mir volles und glänzendes Haar und so robuste Nägel, wie ich sie noch nie im Leben hatte. Doch kaum waren die Hormone weg, kam die Ernüchterung.
Ich kenne keine Mutti, die nicht über den extremen Haarausfall nach der Schwangerschaft klagt. Und zumindest meine Lackäffchen da draußen wissen, wie frustrierend brüchige Nägel sein können. Leider gibt es gegen den Lauf der Natur kein Wundermittel. Aaaaber ich habe immerhin ein paar Helferlein für euch im Gepäck, die die Schäden zumindest lindern.



Schüßler Salze

Schüßler Salze sind homöopathische Arzneimittel aus Mineralien, die Fehlfunktionen im Körper beheben sollen. Es gibt 12 verschiedene Präparate. Verwendet habe ich die Nr. 1 (Calciumflourid: Haarausfall, Spliss, Brüchige Nägel, aber auch zur Unterstützung des Bindegewebes u. a. bei Dammriss oder -schnitt) und Nr. 11 (Kieselsäure: ebenfalls Haarausfall und brüchige Nägel, zusätzlich zur Straffung der Haut und gegen Cellulite)
Beide Salze habe ich über vier Wochen 3x täglich eingenommen. Natürlich fallen davon kurzfristig nicht weniger Haare aus. Aber die Salze helfen, dass die Haare gestärkt nachwachsen.
Die Kieselsäure stärkt zusätzlich die Nägel und macht sie robuster. Als positiven Nebeneffekt habe ich auch eine Besserung meiner Gesichtshaut festgestellt.

Alle Salze erhaltet ihr in Pulver- oder Tablettenform in der Apotheke zu erschwinglichen Preisen. Alternativ könnt ihr auch Kieslerdekapseln bei z. B. DM kaufen. Diese sind jedoch anders dosiert als die Schüßler Salze.


Essie Help Me Grow

Help Me Grow ist ein Basecoat, also Unterlack, der das natürliche Wachstum der Nägel unterstützt und sie stabilisiert um das erneute Brechen der Nägel zu verhindern. Dafür sorgen unter anderem Algenextrakte und Argan-Öl. Zudem schützt Help Me Grow vor Verfärbungen durch Farblacke. Allein getragen verleiht er den Nägeln einen leichten Glanz. Ich habe damit innerhalb kürzester Zeit tolle Ergebnisse erzielt. Dazu verwendete ich Help Me Grow ca. alle 3 Tage normal als Unterlack.

Links zu Beginn der Anwendung, rechts nach 3 Wochen


Habt ihr auch Probleme mit der Hormonumstellung? Und welche Produkte verwendet ihr dafür bzw. dagegen?

Nächste Woche gibt es wieder ein Video von und mit unserer Jule :)

Freitag, 22. August 2014

Solina und der Arbeitsmarkt - Fazit der ersten Woche

Gleich beginnt er: der letzte Tag der ersten Woche meines neuen Berufes.

Rückblickend kann ich zumindest schon mal sagen, dass es mir Spaß macht, die Kollegen super nett sind und es, entgegen meiner Erwartung, auch in unseren kleinen Örtchen viel für das Ordnungsamt zu tun gibt. Meine Aufgaben sind überraschend vielseitig und ich bin viel unterwegs. Die 4 Stunden Arbeitszeit vergehen wie im Flug. Ich laufe am Tag um die 8000 Schritte und fahre ca. 50km mit dem Dienstwagen.

Heute ist allerdings auch ein "erster Tag". Nämlich der Erste, an dem ich nicht unbekümmert an die Arbeit gehen kann. Kilian ist zwar bei seinem Papa, aber scheinbar zahnt er wieder heftig. Er weint schon den ganzen Tag, ist unzufrieden und anhänglich. Jetzt macht er glücklicherweise Mittagsschlaf, was aber für mich bedeutet, ohne Abschiedsbussi los zu müssen. Da blutet das Muttiherz.

Eine Woche hat mein Mann noch Ferien und ich kann den Tag entspannt beginnen. In Ruhe duschen und zu Mittag essen, bevor ich mich auf den Weg mache. Danach wird sich unser Rhythmus nochmal grundlegend ändern, denn dann werde ich jeden Morgen mit Hund und Kind meine Runde drehen müssen und alle Arbeiten und Vorbereitungen erledigen, während Kilian sein morgendlichen Schäfchen macht. Noch habe ich die rosige Illusion, dass das alles reibungslos klappen wird. Der Tag heute war hierfür die Generalprobe, da mein Mann heute morgen Termine hatte. Aber man sagt ja, dass die Generalprobe gründlich in die Hose gehen muss, damit zur Premiere alles gut verläuft.

Ich halte euch auf dem Laufenden...

Donnerstag, 21. August 2014

Haben eure Kinder beim Partner gefremdelt?

Hier ist ein neuer Antwort-Post für euch. Diesmal geht es um das Thema Fremdeln. Folgende Frage wurde uns gestellt:

"Außerdem würde mich interessieren, ob bei euch die Kinder beim Partner mal gefremdelt haben und falls ja, wie ihr damit umgegangen seid."


Schokominza: Meine Tochter ist nun ein Jahr und drei Monate alt und mit dem Fremdeln mussten wir zum Glück nie Bekanntschaft machen. Wir nehmen uns als Eltern auch beide sehr viel Zeit für die Kleine, einen Luxus, den wir uns als Studenten leisten können. Im Moment bin ich zwar unter der Woche immer arbeiten (Praktikum), aber dann haben wir zumindest noch die Abendstunden und die Wochenenden zusammen - Mama bleibt Mama. Ich wäre auch arg traurig, wenn mein Kind mich abends nicht freudestrahlend in Empfang nähme!

Churtiel:
Als unser Sohn fast vier Monate alt war, musste M. in ein anderes Bundesland pendeln und war nur am Wochenende Zuhause. Unser Sohn hat ihn freitags nie erkannt. Bei jeder längeren Geschäftsreise war es ähnlich, das erübrigte sich aber mit steigendem Alter (ab c.a. 9/10 Monaten, wenn das richtige Fremdeln anfängt). Jetzt erinnert er sich immer an seinen Papa, egal, wie lange er ihn nicht gesehen hat.
Trotzdem macht er definitiv Unterschiede zwischen uns und M. ist manchmal ganz traurig, wenn er vom Sohnemann nicht so geknuddelt und geknutscht wird wie die Mama.

Solina:
Es gab eine Phase zwischen dem dritten und vierten Monat in dem Kilian bei meinem Mann nicht schlafen wollte. Er hat geschrien wie am Spieß und ließ sich nur von mir beruhigen. Das war anstrengend für uns beide. Zum Glück war das nur eine Phase, die wir überstanden haben. Sonst hat Kilian allerdings mit meinen Eltern sehr gefremdelt, obwohl er sie mindestens ein Mal die Woche sieht. Seit wir zusammen im Urlaub waren, klappt das aber auch super. 

Mittwoch, 20. August 2014

Netzfundstück: Fashionpuppe

Als heutiges Netzfundstück möchte ich euch gerne einen anderen Blog vorstellen:



Ich selbst habe das Phänomen "Blog" vor ca. 3 Jahren entdeckt und lese seitdem unheimlich gerne Fashion und Lifestyle Blogs, aber auch Blogs rund um das Thema Kochen und Backen. Neben den üblichen Blogs wie theblondesalad.com oder kenzas.se, auf die man auf der Suche nach erfolgreichen Blogs stößt, entdeckte ich auch den Blog von Anna Frost: fashionpuppe.de


"Anna Frost ist eine Fashionbloggerin der ersten Stunde und gründete bereits 2007 ihren Fashionblog Fashionpuppe, der zu den erfolgreichsten Fashionblogs in Deutschland zählt. In ihrem Blog finden sich die neusten Trends aus der Welt der Mode, persönliche Styles und Fashioninspirationen sowie Tipps zu Makeup, Beauty und Haarpflege. Themen rund um Lifestyle wie Inferior, Deko, DIY und Gadgets haben ebenso ihren Platz wie Artikel rund ums Kochen, Essen und Trinken. In der Kategorie Travel liest man Reisereportagen von schönen Zielen und Tipps für gelungene Städtetrips."
(Quelle: fashionpuppe.com)


Als es mir am Anfang meiner Schwangerschaft so schlecht ging, las ich über Wochen (Monate?) überhaupt keine Blogs mehr. Über instagram entdeckte ich fashionpuppe dann "wieder" und war sehr überrascht, denn auch Anna war schwanger! Scheinbar auch genauso weit wie ich. In ihrem Blog gibt es seitdem nun auch die Kategorie Baby, die ich seitdem natürlich am allerliebsten lese, da Anna mit tollem Humor und ganz ehrlich über ihre Erlebnisse und Erfahrungen schreibt.

In einem ihrer letzten Babybeiträge "Dinge die ich gerne vor der Schwangerschaft gewusst hätte", kann ich persönlich fast komplett unterschreiben. Vor allem den Punkt 6, 7 und ganz besonders 10! Das ich nämlich ein Alien im Bauch habe, war ebenfalls mein Gedanke schon vor ein paar Monaten.

Mehr möchte ich auch garnicht verraten. Klickt in Annas Blog. Er ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Hier geht es direkt zu ihrer Babykategorie, in der ihr auch ihren o.g. Blogbeitrag "Dinge die ich gerne vor der Schwangerschaft gewusst hätte" finden könnt, aber auch schon zwei neue! Viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, 19. August 2014

Shoppingtipp: Baby-Spiel-Ringe von Jako-o

Heute habe ich einen super Shoppingtipp für euch: Und zwar die Baby-Spiel-Ringe von Jako-o! In meinen Augen ein absolutes Muss in jedem Kinderzimmer.



In einer Packung sind 24 Ringe in 5 verschiedenen Formen in 6 Farben (rot,blau,grün,pink,orange,lila). Auch der Preis ist in meinen Augen auch unschlagbar. Für 4,95€ sind sie wie bereits erwähnt bei Jako-o zu erwerben. Auch online sind sie hier zu bekommen,wer kein Jako-o in der Nähe hat.



Diese Ringe haben so viele Funktionen: Zum einen helfen sie dem Baby beim Greifen lernen. Sie sind super leicht und liegen bei dem Baby echt super in der Hand. 
Desweiteren eigenen sie sich auch hervorragend als Beißringe. Mein Sohn ist begeistert von ihnen und steckt sie sich immer wieder in den Mund. 
Und sie sind ineinander steckbar,sodass man sie auch super mit einem Spielzeug an den Kinderwagen oder Buggy hängen kann.



Mittlerweile sind sie zu unserem ständigen Begleiter geworden. Sie hängen an unserem Kinderwagen,falls Noah sein Spielzeug fallen lässt,ist es nicht verschwunden,sondern bammelt fröhlich neben ihm am Wagen. 
Auch die Farben sind sehr schön,sie sind einfach abzuspülen,falls das Baby es mal mit irgendetwas vollsaut. 
In meinen Augen eine super Anschaffung für wenig Geld. 






Sonntag, 17. August 2014

Froh zu sein bedarf es wenig

... und wer froh ist, ist ein König. Und der Inbegriff der Fröhlichkeit ist eine Schwangere, also ist sie Königin.

Be happy!
Natürlich könnte ich an dieser Stelle auch locker einen Post aus dem Ärmel schütteln, der das genaue Gegenteil beweist. Ich könnte mich über rauchende Fußgänger auslassen, die ihren Qualm immer in mein Gesicht pusten oder ich könnte erzählen, wie die Sitze für "körperlich beeinträchtigte Personen" nie für eine Schwangere geräumt werden. Aber heute ist Sonntag! Das ist schön! Also denken wir doch mal positiv:

Was sind die Vorteile einer Schwangerschaft? Hier eine Reihe von Antworten:

1. Man wird immer angelächelt.
Wo kommen plötzlich all diese strahlenden Gesichter her? An der Kasse, im Bus, im Restaurant. Neues Leben ist etwas so wunderschönes, anscheinend nicht nur für die werdene Mami selbst. Man fühlt sich, wie ein Glückskeks!

2. Man darf vergesslich sein.
Zwar habe ich selbst noch keine Bekanntschaft mit der Schwangerschaftsdemenz machen müssen, doch in meinem Geburtsvorbereitungskurs holen die Mamis gerne mal ihre Zettelchen heraus und notieren sich etwas. Sie können sich einfach nichts merken. Das mag zwar nervig sein, aber immerhin darf niemand böse werden, wenn man mal was vergessen hat. Man kann nichts dafür: " Hach, diese böse Schwangerschaftsdemenz!"

3. Immer die besten Plätze
Wenn es in ein Meeting geht, wird immer zuerst geschaut, dass ich einen guten Platz erwische. Ich, die PRAKTIKANTIN! "Setz dich doch hier hin. Die Andrea kann ruhig stehen." Das fetzt!

4. Iss dich satt!

Karneval 2013: Pommes UND Würstchen!
Niemand guckt mich schräg an, wenn ich mir Nachschlag hole. Sogar mir selbst gegenüber bekomme ich kein schlechtes Gewissen, schließlich esse ich die ganzen Sachen für meinen Sprössling! Und wenn ich plötzlich Heißhunger auf Schokolade bekomme, dann muss mein Mann auch in die Puschen kommen und schnell welche besorgen.

5. Weniger Arbeit
Dieser Punkt trifft sicherlich nicht auf alle Schwangeren zu und manche können sich das auch nicht leisten, aber ich liege - abgesehen von meiner Büroarbeit - die meiste Zeit auf dem Sofa. Ich bin ein Walross. Einen Monat vor dem errechneten Termin soll ich meine Tochter nicht zu oft hochheben, ich kann mich nicht ohne Anstrengung bücken, um Sachen aufzuheben. Auch bin ich zu erledigt zum Staubsaugen, Abwaschen, Bügeln. 
Okay, eigentlich nervt es mich, dass mir die Energie an jedem Ende fehlt und ich auf andere angewiesen bin, aber ich versuche es positiv zu sehen. In so einem Zustand werde ich wohl nie wieder sein.

6. Mein Wohlergehen ist wichtig.
"Möchtest du vielleicht was trinken?", "Soll ich dir schon einmal das Bett fertig machen?", "Ist dir auch nicht zu kalt?" Viele Fragen sind übertrieben, aber die Fürsorge anderer macht einem die Schwangerschaft bei all den Beschwerlichkeiten doch angenehm.


Was findet ihr toll am Schwangersein?

Freitag, 15. August 2014

70cm geballte Rebellion

Schon wieder ich zu meinem Lieblingsthema Erziehung. Nein, Spaß. Ich HASSE es! Am liebsten hätte ich eine Kinderfrau, die mir meinen Sohn frisch gebadet und artig nur zum Gute Nacht Kuss darreicht. Während ich mich den ganzen Tag nicht von der Couch bewegt und Tee getrunken habe.
(So ist zumindest meine romantisch Vorstellung vom Familienleben aus ehemaligen gutbürgerlichen Zeiten.)

Von heute auf morgen hat Sohnemann entdeckt, dass Mama nicht God allmighty ist und der Mini-Mensch Mitspracherecht hat. Toll. Das hat man also davon, wenn man sich erst über die steigende Selbstständigkeit des Kindes freut. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich mir das kleine und hilflose Baby zurück gewünscht habe.

Wie ihr ja wisst, verwende ich das Wort Nein nicht gerade inflationär, denn eigentlich sollte es sich so nicht abnutzen. Aber weit gefehlt. Jedes Nein wird mittlerweile konsequent ignoriert, jede erzieherische Maßnahme (Wegsetzen, Raussetzen, mildes Ausschimpfen) bringt GAR NICHTS! Und es wird sich mit Händen und Füßen gegen alles gewehrt, was ich durchsetzen will. Dabei geht es um alltägliche Dinge, die scheinbar schon scheiße sind, nur weil ich sie von ihm verlange.

Anziehen, Wickeln und Füttern werden boykottiert und mit wildem Geschrei quittiert. Dabei schlägt er nach mir und wütet so rum, als würde ich ihn furchtbar quälen. Zuerst war ich erschrocken und traurig über seine Unzufriedenheit. Jetzt bin ich nur noch wütend und genervt. Dazu muss man sagen, dass ich für gewöhnlich nicht mal lauter werde. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich streiten oder schreien. Im Gegenteil, meistens bin ich sehr ruhig und zurückhaltend. Der Alltags-Hausfrauen-Frust gepaart mit dem dünnen Nervenkostüm auf Grund des Schlafmangels lassen mich allerdings sehr...empfindlich auf mangelnde Kooperationsbereitschaft reagieren. 

Mein Kind schafft es dann, mich total aus der Fassung zu bringen. 

Ich knalle Türen, packe ihn teilweise fester an als gut wäre und habe ihn sogar schon zweimal angebrüllt. In diesen Momenten fühle ich mich nicht nur wie die schlechteste Mutter der Welt, ich weiß auch, dass ich es bin. Und es tut mir schrecklich leid.
Trotzdem kann ich in solchen Momente nichts dagegen machen, dass ich weder mich noch mein eigenes Kind besonders gut leiden kann. Er kann dann nämlich zu einem richtigen Arschloch mutieren und ich bin entsetzt darüber, wie scheiße ich ihn finden kann.



Nichts da mit überwältigenden Muttergefühlen bestehend aus reiner Liebe, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche nur so aus mir rausprudeln. Nein, ich bin müde, erschöpft, genervt und finde das Leben mit ihm teilweise richtig zum Kotzen. Das einzige, was mir dann noch übersprudelt ist meine Magensäure vor lauter Wut.
M.s „bei mir macht er das nicht“ oder „er macht das doch nicht mit Absicht“  ist in solchen Situation ungefähr so hilfreich wie Pickel am Tag der eigenen Hochzeit. Und ich bin versucht, an solchen Tagen alles hinzuschmeissen und M. den Hauptteil der Erziehungsarbeit machen zu lassen. Er wird ja schon noch sehen…

Aber was hilft in so einem Fall? 

Mir eine sehr gute Freundin, deren Sohn mit meinem irgendwie seelenverwandt sein muss. Auf alle Fälle kommen beide ständig gleichzeitig in dieselben anstrengenden Phasen. Und meine Schwester, die zwei (!!!) kleine Kinder hat. Wir können uns den Tag darüber austauschen, wie SCHEIßE es ist, wie sehr wir es HASSEN und was alles zum KOTZEN ist. 

Da wir uns am Ende dann doch wieder erzählen, was die Kinder alles so Zauberhaftes gemacht haben und wir uns zuckersüße Bilder der Quälgeister schicken, halte ich das Aufregen für moralisch vertretbar.

Außerdem reduziere ich die Konfliktsituationen. Bei uns gibt es nur noch abends Brei. Denn das Löffel-aus-der-Hand-schlag-Spiel ertrage ich nicht dreimal am Tag ohne Auszuflippen. Angezogen bekommt er zur Zeit keinen Body. Nicht, nachdem er sich beim Anziehen so sehr windet und ich ihn kopfüber vom Wickltisch runterhängen lassen muss, damit ich diese blöden Knöpfe unten zu bekomme. Außerdem verfrachte ich ihn in den Kinderwagen und laufe aggressiv durch die Gegend. Dabei höre ich Musik und ignoriere die abfälligen Blicke der Menschen um mich herum.

Denn ja, ich will mich gerade nicht mit meinem Kind beschäftigen. Darf es aber aus ethischen Gründen nicht einfach an einen Zaun binden.

In manchen Situationen bin ich auch zugegebenermaßen heillos überfordert. Denn es gibt Dinge, die müssen einfach sein und Dinge, die er einfach nicht darf. Aber was macht man dann mit so einem Wutzwerg, der sich schreiend auf dem Boden windet, nach einem schlägt, kratzt und beißt?

So lang ich keine zen-mäßige Übergeduld entwickelt habe, rangeln wir auf dem Boden und ich zwinge ihn einfach in die Jacke oder ihm die Zahnbürste in den Mund.

Glücklich macht mich das wirklich nicht. Ihm in jeder Situation seinen Willen zu lassen, halte ich aber auch nicht für sinnvoll. Vor allem denke ich dann an diese eine Mutter (in irgendeinem Text schon mal erwähnt, da für mich Paradebeispiel der Mütterluschen), die ständig zu spät kam, weil beide Kinder im Auto vorne sitzen wollten und sie jedes Mal zweimal fahren musste.

Und, bei aller Liebe, aber äh, nein.

Also, was tun? Erstmal finde ich mich wohl oder übel damit ab, meistens der böse Cop sein zu müssen (bei Papa ist ja eh alles besser, hmpf) und sowohl Trösterin, Versorgerin, Kuschelobjekt als auch Sparring-Partnerin und Punching Ball meines Sohnes zu sein.

Und ansonsten das Mantra "Es ist nur eine Phase, nur eine Phase, nur eine Phase..." zu murmeln, während ich heulend vor Frust hinter geschlossenen Türen Gegenstände durch die Gegend werfe*...

Was tut ihr, wenn euch eure Kinder zur Weißglut treiben? Oder seid ihr immer und in jeder Situation tiefenentspannt? 
Falls ja, brauche ich dringend das Rezept dafür!

*Und ja, es ist immer nur eine Phase. Nach ein paar Tagen Dauerärger und geballter Rebellion überrascht mich Sohnemann plötzlich mit neuen Fähigkeiten und einem endlich wieder entspannten Gemüt. So als wäre nie was gewesen...

Donnerstag, 14. August 2014

Seid ihr euch immer in allem einig?

Auch heute gibt es wieder Antworten auf eure Fragen:

"Seid ihr euch immer in allem einig und fahrt einen Kurs oder gibt es auch mal Unstimmigkeiten? Und wie regelt ihr das, wenn ihr euch in irgendeinem Punkt mal nicht einig seid?"


Schokominza:
Im Grunde gehen wir beide mit vielen Themen eher locker um und haben kaum größere Meinungsverschiedenheiten. Wenn mein Mann Mila am Eis naschen lässt, kommentiere ich nur, dass er dann abends wieder viel Spaß mir ihr haben wird, weil sie aufgedreht ist. Aber ich fahre nicht dazwischen und unterbinde das. Für mich ist das eine Kleinigkeit, wegen der man nicht streiten muss.
Ein großes Thema war das "Impfen", aber darüber haben wir lediglich geredet, nicht gestritten, obwohl wir anderer Meinung sind. Er würde gar nicht impfen und ich halte mich lieber an die Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission). Letztlich durfte ich die Entscheidung treffen und er zieht mit, sodass wir - bis auf Windpocken - bisher alle empfohlenen Impfungen haben durchführen lassen.
Dafür hat mein Mann z. B. entschieden, dass Mila noch nicht mit einem Jahr in den Kindergarten gehen soll, sondern er sie noch mindestens ein Jahr selbst zu Hause betreut. 

Im Laufe der Zeit tauchen viele Erziehungsfragen auf, die wir aus dem Bauch heraus entscheiden. Mein Mann ist beispielsweise Vegetarier, lässt Mila aber ihre Würstchen essen und ich lasse die beiden ihre Trickfilme gucken, obwohl ich sie lieber draußen toben sehe.

Chutriel:
Ich habe ja schon Schwierigkeiten, der Entwicklung von Sohnemann nach zu kommen. Aber M., der ihn zwei Stunden am Tag sieht, hinkt förmlich hinterher. Deshalb war schon recht früh klar, dass ich die Expertin für unser Kind bin und M. sich nun mal an die von mir etablierte Struktur zu halten hat. Natürlich nicht genau so, aber im Großen und Ganzen schon. Da gab es oft viel Streit, vor allem, wenn M.s Vorschläge, wie wir was tun und lassen sollen, nur den Mehraufwand für mich im Alltag bedeuteten. M. will beispielsweise nicht, dass unser Kind Gläschen bekommt, aber dann soll er sich auch in die Küche stellen und für ihn kochen. Ich habe da nicht auch noch Lust drauf. Die größte Uneinigkeit hatten wir bei der Schlafproblematik, wenn M. mich nicht in den Programmen und Versuchen unterstützt hat, sondern einfach gemacht hat, wie es für ihn am bequemsten war.
Oder wenn M. was mit unserem Kind unternehmen will, ich aber diejenige bin, die den ganzen Organisationsstress hat und M. noch nicht mal weiß, wo er was in der Wickeltasche findet. Deshalb halte ich mich da dann einfach komplett raus und lasse ihn machen (und lernen ^^). M. wollte u.a. auch nur ungern, dass wir unseren Sohn so früh in die Krippe bringen. Aber dann soll er auch bei ihm Zuhause bleiben und selbst die Betreuung übernehmen. Ich will nach über einem Jahr nicht weiterhin die Hausfrau sein.

Wir besprechen also schon alle wichtigen Entscheidungen und versuchen auch, uns darin einig zu werden oder Kompromisse zu finden. Trotzdem habe ich meistens das letzte Wort, weil ich auch diejenige bin, die die Konsequenzen zum Großteil ausbaden muss. 

Solina:
Also was die wirklich wichtigen Dinge betrifft (z. B. Impfen, Erziehung, Sicherheit, Ernährung) sind wir uns einig. Mir fiel es allerdings am Anfang sehr schwer zu akzeptieren, dass mein Mann im allgemeinen Tagesablauf anders mit Kilian umgeht. Er füttert ihn anders, bringt ihn anders zu Bett etc. Manches dauert deshalb bei ihm länger oder geht schneller. Das klingt erstmal nicht dramatisch aber birgt gerade in der kniffeligen Anfangsphase mit Baby Konfliktpotential. Um meines eigenen Seelenfriedens Willen habe ich gelernt das zu akzeptieren und kann so nachts auch einfach weiterschlafen ohne zu grübeln wie mein Mann nun die Flasche oder das Baby hält.
So richtig uneinig waren wir uns allerdings zum Glück noch nicht. 

Mittwoch, 13. August 2014

Netzfundstück - Mobbing wegen Schwangerschaftsstreifen

Im heutigen Netzfundstück möchte ich euch einen Facebook-Post zeigen, in dem eine Junge Mutter von 5 Kindern über ein erschütterndes Erlebnis spricht.



Tanis Jex-Blake wurde wegen ihrer Schwangerschaftsstreifen am Strand von Jugendlichen gemobbt. Zunächst gab sie sich unberührt, doch auf dem Weg nach Hause weinte sie im Auto. Tanis hat 5 Kinder zur Welt gebracht und, wie ich finde, für diesen Umstand noch einen sehr schönen Körper, für den sie sich nicht zu schämen braucht.
Ich selber habe Dehnungsstreifen am Bauch und Oberschenkel und habe mir damit sogar mein liebstes Tattoo zerstört. Doch warum soll ich mich dafür schämen oder mich ärgern? Oder gar meinen Körper vor der Öffentlichkeit verbergen? Für diese kleinen Streifen habe ich den besten Lohn der Welt bekommen. 

Die Menschheit ist grausam und diese Kids sind sich sicher nicht einmal bewusst (zumindest hoffe ich das) was sie angerichtet haben. Doch solche Situationen sind alltäglich. Man wird angestarrt, es wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt und man beginnt zwangsläufig, sich unwohl zu fühlen.
Noch dazu wird uns Müttern von z. B. einer Heidi Klum vorgelebt, bereits 10 Wochen nach der Geburt wieder Modelmaße zu haben. Dieses unrealistische Schönheitsideal prasselt von allen Seiten auf uns ein. Wie beispielsweise die Mutti aus der Stillkissen Werbung, die hübsch geschminkt mit ihrem Neugeborenen in die Kamera lächelt.

Doch machen wir uns nichts vor. Wir haben Streifen, sind manchmal ungeduscht, so gut wie nie geschminkt und sind vielleicht auch noch nicht alle Babypfunde wieder los. Aber was soll's?

Wenn unsere süßen Kinder uns dann ein Mal anlächeln, ist das alles nebensächlich!

5€ ins Phrasenschwein

Dienstag, 12. August 2014

Geburtsvorbereitungskurse: Die Wehe ist mein Freund

Mal ehrlich: Seid wann lässt sich denn eine Geburt planen? Jedes Kind findet seinen Weg aus dem Mutterleib, egal ob Mama in ihrer Schwangerschaft einen Ratgeber nach dem anderen verschlungen hat oder keine Gedanken an Wehen verschwenden wollte. In Köln sagt man "Et kütt wie et kütt" (Es kommt wie es kommt) und "Et hät noch immer god gegange." (Es ist noch immer gut gegangen)... Stimmt natürlich! Warum es sich trotzdem lohnt, einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen, will ich euch nun umreißen.

Foto: Katja Kemnitz, www.katjakemnitz.de


In meiner ersten Schwangerschaft mit Mila besuchten mein Mann und ich einen "Wochenendcrashkurs" zur Geburtsvorbereitung in der Familienbildungsstätte Bonn. Die anderen Teilnehmer waren zwischen 5 und 20 Jahre älter als wir - Alles Erstgebährende. Mein Mann schlief regelmäßig bei den Entspannungsübungen auf seinem Stillkissen ein und im Grunde genommen, hätte ich ihn wohl nicht dazu überreden sollen, mitzukommen. Er fand es sinnlos, aber gut, Gebähren ist ja auch immernoch Frauensache.

Den zweiten Kurs besuche ich nun im Bonner Hebammenladen als reinen Frauenkurs. Hier sind wir zwölf Frauen, die ihr erstes, zweites oder drittes Kind bekommen.

Für mich war weder der erste noch der zweite Kurs sinnlos. So kann ich jeder Schwangeren einen Geburtsvorbereitungskurs ans Herz legen. Überlegt mal: Ihr wollt mit eurem Baby später zu Pekip, Pikler und Babyschwimmen? Musizieren und Basteln oder einfach nur Spielen? Nutzt doch die Gelegenheit, schon vor der Geburt die Einrichtung im Rahmen eines Kurses kennenzulernen. In Deutschland werden die Kosten für die Kurs sogar von der Krankenkasse übernommen. Also schaut euch ungezwungen die Räumlichkeiten an, die Kursleiterinnen und -teilnehmerinnen!
Tatsächlich blieb ich der Familienbildungsstätte nach der Geburt meiner Tochter treu und habe da einige Kurse besucht. Nun wollte ich mit der zweiten Schwangerschaft eine neue Einrichtung ausprobieren und bin positiv überrascht. Mitnichten ist es überall das Gleiche! Also kugelt runter von der Couch und rein in den Kurs!

Raum für Fragen!

Das Internet bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, seine Fragen loszuwerden und Ratgeber wie "Ich bin dann mal zwei" nehmen ebenfalls Unsicherheiten, aber man vergisst in der digitalen Welt so gerne, wie ANDERS eine Erfahrung von Angesicht zu Angesicht ist. Im Kurs können alle Fragen, Beschwerden und Ängste mit anderen Mamis und der Hebamme besprochen werden - Das Ergebnis ist meist sehr viel befriedigender, als die sechs anonymen Antworten in einem Internetforum. Gemeinsames Lachen kann so befreiend sein! Und lustig geht es meistens zu - Wir bereiten uns schließlich nicht auf eine Trauerfeier, sondern den "schönsten Moment unseres Lebens" vor.

Die Wehe ist mein Freund

Lange waren die Geburtsvorbereitungskurse auch als Hechelkurse verschrien, was sie mittlerweile aber nicht mehr sind. Natürlich umkreisen die Treffen ein einziges entscheidendes Thema: Die Geburt. Aber auch darüber hinaus wird vieles besprochen: Muss ich Tee trinken oder eine Dammmassage machen? Wie wird es mit dem Stillen funktionieren? Was hilft gegen Wasser in den Füßen? Muss der Vater die Vaterschaft vor der Geburt anerkennenlassen? Was braucht man im Krankenhaus wirklich?

Ihr lernt die Geburt aus einer neuen Perspektive kennen: Die Geburt wird von Hebammen anders wahrgenommen, als von den gebährenden Frauen - Lasst euch darauf ein! Es bleibt nicht ausgespart, wie sich der kleine Wurm seinen Weg nach draußen bahnt mit allen Etappen. Dabei mögen Sätze fallen wie "Die Wehe ist dein Freund", über die man gerne lacht, aber welche Wahrheit dahinter steckt, erfahrt ihr eben auch. Die Frau lernt durch den Perspektivwechsel ihren eigenen Körper besser kennen. Ich finde diesen Dreh wichtig, um sich nicht vor Wehen zu fürchten, sondern im Hinterkopf zu wissen: Super, da sind die Wehen und sie sind nicht da, um mich fertig zu machen, sondern um den Muttermund zu öffnen. Toll! Bald kann ich mein Kind zur Welt bringen.

Letztlich mag man aus einem Kurs gehen und sich denken: Ich hätte das auch geschafft, wenn ich nicht hier gewesen wäre. Stimmt! Aber man merkt eben auch einen innerlichen Unterschied: Der Kurs lässt einen das "unbekannte" Feld der Geburt mit mehr Gelassenheit entgegen blicken.

Montag, 11. August 2014

Erfahrungsbericht - Plazentanosoden

Die Plazenta ist ein Wunderwerk der Natur. Sie ernährt und versorgt über 9 Monate unsere Babys. Sie filtert Giftstoffe und dient nebenbei noch als Kopfkissen in Mamas Bauch.

Eigentlich schade, dass die meisten Plazentas nach der Entbindung im Krankenhausmüll landen.

Die Plazenta mit nach Hause zu nehmen, einen Baum darauf zu pflanzen oder sie gar zu essen, wäre für mich nicht in Frage gekommen.
Jedoch empfahl mir meine Hebamme aus einem Teil meiner Plazenta sogenannte Plazentanosoden anfertigen zu lassen. 

Was sind Plazentanosoden?
Plazentanosoden, oder auch Plazentaglobuli genannt, sind ein homöopathisches Arzneimittel, welches vielfältig einsetzbar ist. Es sind sogenannte Auto-Nosoden, die das eigene Immunsystem ankurbeln und somit die Beschwerde ohne weitere Wirkstoffe lindern.

Wie werden sie hergestellt?
Ein Teil der Plazenta wird im Krankenhaus entnommen und, in Alkohol konserviert, an eine homöopathische Apotheke geschickt (oder dort abgegeben, wenn man eine in der Nähe hat). Dort wird in einem speziellen Verfahren die Plazenta potenziert (quasi verdünnt) und diese verdünnte Lösung dann auf Zuckerkügelchen geträufelt.

Wofür kann man Plazentanosoden einsetzen?
Die Globuli bieten ein breites Anwendungsspektrum, z. B. zur Stärkung des Immunsystems bei Erkältung oder bei Impfungen, zur Beruhigung, Blähungen, Zahnungsbeschwerden, aber auch zur Kräftigung der Mutter nach der Entbindung, Neurodermitis und und und...

Wer kann die Plazentanosoden einnehmen?
Sowohl das Kind als auch die Mutter profitieren von den Plazentanosoden. Aber auch für Geschwisterkinder werden sie empfohlen. Meine Hebamme machte sogar die Erfahrung, das der Kindsvater z. B. bei Erkältung damit gute Erfolge erzielt.

Was kostet der Spaß und wo kann man sie bestellen?
Ein ganzes Set Potenzen (D6 - D30 bzw C6 - C30) kostet um die 59,90€. Je nachdem wo man bestellt ist hier dogar schon die Stammdilution enthalten, die man benötigt um sich später nochmal Globuli nachmachen zu lassen.
Wenn man keine Apotheke vor Ort hat, die Plazentanosoden herstellt, kann man sie auch gut im Internet bestellen. Z. B. bei www.schutznosoden.de oder www.plazentanosoden.de. Das Starter Set mit der Konservierungslösung bekommt man von den meisten Apotheken kostenlos.

Ich habe meine bei www.schutznosoden.de bestellt und zu meinen Sets noch ein Anwendungsheft sowie einen Schlüsselanhänger, zum Transport der Globulis für unterwegs, dazu erhalten.

ein Set C-Potenzen mit Stammdilution und Anwendungsheft

das komplette Set mit Schlüsselanhänger für unterwegs
 


Ich habe mein Kind schon bekommen und die Plazenta ist schon futsch. Kann ich mir noch anderweitig Nosoden anfertigen lassen?
Ja, zur Herstellung von Schutznosoden kann ebenso Muttermilch verwendet werden. Diese wird ebenso wie die Plazenta in Alkohol konserviert an die Apotheken übergeben. Sollte die Plazenta nach der Geburt unbrauchbar sein, kann man auch Nabelschnurblut zur Herstellung verwenden.


Meine persönliche Erfahrung

Ich habe die Plazentanosoden schon für viele Sachen ausprobiert und möchte euch natürlich von meinen größten Erfolgen berichten.

Zum Aufpäppeln nach der Entbindung
Um mich selbst aufzupäppeln und meine Muttermilch zu gehaltvoller zu machen habe ich 1x täglich 5 Globuli der D30 Potenz genommen. So ein Kaiserschnitt ist noch lange nach der eigentlichen Entbindung äußerst kräftezehrend. Mit den Globuli fühlte ich mich fitter und war auch beweglicher. Die Wundheilung wurde durch die Globuli ebenfalls unterstützt.

Koliken
Kilian hatte starke Koliken und die Globuli haben besonders nachts die Krämpfe gelindert. Gegeben habe ich ca. alle 2 Std. 3 Globuli der D6

Impfvorbereitung
Vor sowie nach der Impfung gebe ich 2 Globuli der C30 Potenz um die Impfreaktion zu lindern. Bis auf einmal erhöhte Temperatur sind wir um größere Beschwerden herum gekommen

Allergie
Ich habe nach der Schwangerschaft durch das geschwächte Immunsystem eine Katzenhaarallergie entwickelt. Diese habe ich mit einer aufsteigenden Kur (jede Woche eine stärkere Potenz) behandelt und war sie schon nach 3 Wochen fast wieder vollständig los. Heute nehme ich nurnoch bei konkreten Allergiesymptomen Globuli.



Außerdem gebe ich die Globuli meinem Sohn noch bei Unruhe in Stresssituationen und vor dem Einschlafen nach einem aufregenden Tag. Ich selbst nehme sie bei den kleinsten Anzeichen einer Erkältung oder Infektion unterstützend zur Schulmedizin und weiterer Homöopathie. Seit der Entbindung war ich bisher nicht wirklich krank.

Ihr seht also, ich bin von den Plazentaglobuli begeistert und kann jeder Mutter nur empfehlen sie sich anfertigen zu lassen. Viele Muttis aus meinem Geburtsvorbereitungskurs haben sich ebenfalls welche herstellen lassen und sind vollstens zufrieden.

Bitte beachtet aber, das eine solche Selbstmedikation immer Grenzen hat. Geht also bei starken Beschwerden, besonders was die Kids betrifft, immer zum Arzt!




Donnerstag, 7. August 2014

Wie sieht es bei euch mit der Unterstützung von Seiten der Familie aus?

Heute beantworten wir euch eine weitere Frage, die wir gestellt bekommen haben:

"Wie sieht es bei euch mit der Unterstützung von Seiten der Familie aus, vor allem bei denen, die während der SS schon "nette Worte" von der Familie kassiert haben? Hat sich das gebessert oder ist das Verhältnis zum Kind nach der Geburt auch noch distanziert?"


passend dazu eine weitere anonym gestellte Frage:


"Streitet ihr euch seit der Geburt öfter mit eurem Partner als vorher?"


crazysax:
Ich kann von Glück behaupten, dass mich mein Mann zum größten Teil unterstützt. Sicherlich gibt es auch mal Streit oder Meinungsverschiedenheiten, aber das kommt ja auch in einer ganz normalen Beziehung vor. 
Am Anfang der Schwangerschaft, als es mir über Wochen wirklich schlecht ging und ich, obwohl ich durch mein sofortiges Beschäftigungsverbot den ganzen Tag zuhause war, keine Hausarbeit erledigen konnte, kümmerte sich mein Mann um alles. Und das, obwohl er selbst eine 40 Stunden Woche hatte. Sicherlich keine einfache Zeit. Als es mir dann langsam etwas besser ging, konnte er mit der Schwangerschaft noch nicht so wirklich viel anfangen und so kümmerte ich mich größtenteils um alle Anschaffungen. Da mir das aber Spaß macht(e), war das auch okay für mich. Jetzt wo alles realistisch und für mich wieder alles etwas anstrengender wird, bekomme ich wieder die volle Unterstützung.
Was das negative Einmischen von anderen Familienmitgliedern und Zusammenhalten angeht, habe ich auch Glück. Bis jetzt hat sich noch niemand negativ eingemischt, ich bin mir aber sicher, dass mein Mann da ebenfalls hinter mir stehen würde. So haben wir es auf jeden Fall schon vor der Schwangerschaft abgemacht :) Im übrigen kommt er auch zu allen Arztterminen mit, was mir persönlich auch sehr wichtig gewesen ist. Dafür lässt er dann alle 4 Wochen seine Mittagspause sausen und fährt quer durch die Stadt, um dabei zu sein.
Zum Verhältnis nach der Schwangerschaft kann ich noch garnichts sagen, jedoch habe ich eine Vermutung. Soviel Glück wie ich jetzt auch in der Schwangerschaft habe, glaube ich, dass es nach der Geburt dann doch öfter zu Meinungsverschiedenheiten untereinander kommen wird. Mir ist vieles sehr wichtig, bzw möchte ich mal austesten, was mein Mann übertrieben, lächerlich oder sonst was findet. Mal schauen wer sich dann da durchsetzen kann!

Schokominza:
Glücklicher Weise muss ich zur ersten Frage wenig beisteuern, da meine Familie unsere Entscheidung akzeptiert hat und sich auf das Enkelkind freute. Sie ist auch nicht die erste Enkeltochter meiner Eltern, sodass viele Unsicherheiten gar nicht erst auftauchten.
Das Streitlevel mit meinem Mann stieg mit der zweiten Schwangerschaft stark an, als ich wieder unter Hyperemesis gravidarum litt (Hier berichtete ich davon). Plötzlich sollte er nicht nur auf Mila aufpassen, sondern auch den Haushalt alleine führen und eine kranke Frau umsorgen. Nun ist Übelkeit aber kein gebrochenes Bein oder eine andere sichtbare Verletzung und so hatte er - meiner Meinung nach - zu wenig Verständnis. "Man kann auch mal abwaschen, wenn einem schlecht ist", musste ich mir anhören. "Kannst du nicht wenigstens Staub saugen?"
"Dann geh doch wieder ins Krankenhaus!"
Eigentlich stritten wir uns seit der Geburt unserer Tochter eher selten, aber diese Krankheit, meine Hilflosigkeit und sein Unverständnis ließen es wieder oft krachen. Zu diesem Zeitpunkt stellten wir fest: "Wenn wir noch mehr Kinder wollen, müssen wir sie adoptieren." Die Schwangerschaft ist nicht nur für mich sondern auch für ihn eine sehr große Belastung gewesen. Mittlerweile pendelt sich wieder alles ein. Zum einen geht es mir viel besser, zum anderen sieht man mir die Schwangerschaft sehr deutlich an, sodass mein Mann mir automatisch alles abnimmt und mich einfach nur "schwanger sein" lässt.

Chutriel:
Das Verhältnis zu meiner Familie ist so distanziert (zu meinem Vater) und so liebevoll wie eh und je (zur Familie meiner Mutter). Mein Sohn hat nichts dran geändert.
Meine Schwiegereltern sind nun allerdings sehr bemüht, da M. ihr einziger Sohn und mein Kind ihr erster Enkel ist. Gerade ziehen wir in ein Mehrgenerationenhaus zusammen, eben weil sie mehr Zeit mir ihrem Enkel verbringen und uns unterstützen wollen, damit ich wieder arbeiten kann. Ob das so klug ist und sich die Beziehung zum Positiven verändert, wird sich zeigen.
Aber im Gegensatz zu vielen anderen erwarte ich zugegebenermaßen auch nicht, dass mir irgendwer hilft oder mich in irgendeiner Art unterstützt. Ich bin nicht umsonst vor 10 Jahren von Zuhause ausgezogen, weil ich mein Ding durchziehen wollte. Das halte ich mit meiner eigenen Familie jetzt nicht anders.

Zum Streiten mit M.: Gott, ja. Und wie. Ständig und über alles. Alle paar Wochen will ich die Scheidung einreichen, weil es mir so auf die Nerven geht.
Allerdings sind wir uns im Klaren darüber, dass das erste Jahr nach der Geburt das härteste mit den größten Umstellungen ist - nicht umsonst trennen sich statistisch gesehen die meisten Paare dann. Es wird aber besser. Wir besprechen regelmäßig die gravierendsten Probleme, die wir miteinander haben, artikulieren, was wir von dem anderen wollen und legen es dann wieder auf Eis. Unser gegenseitiges Versprechen lautet, dass wir das gemeinsam durchziehen und uns nicht im Stich lassen, auch wenn wir uns jetzt mehr nerven als vorher. Unsere Beziehung werden wir dann wieder pflegen, wenn wir beide die Energie dafür übrig haben. Sich in die Elternrolle zu finden, ist schwierig genug. Deshalb eins nach dem anderen. Ich erwarte von M. nicht, dass er als Wochenend-Vater wirklich Bescheid weiß, was mit seinem Kind los ist und umgekehrt erwartet M. von mir nicht, dass ich auf seine Bedürfnisse Rücksicht nehme und nach einem Tag mit seinem Mini-Me auch noch viel Geduld mit ihm habe.

Solina:

Nach einigen Startschwierigkeiten mit meinen Eltern kann ich nun von Glück sagen, dass Kilian jeweils zwei hervorragende Omas und Opas hat, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles für den Knirps tun. Dazu kommt, dass wir die gesamte Familie in der direkten Umgebung haben und somit niemand zu sehr belastet wird. Gerade da ich nun im August anfange zu arbeiten, ist mir die Unterstützung der Familie enorm wichtig. Ohne eine abgesicherte Betreuung hätte ich den Job nicht annehmen können. Auch unsere wichtigsten Freunde bieten regelmäßig ihre Hilfe an und sobald Kilian etwas besser schläft, werde ich da regelmäßig und gerne darauf zurück kommen ;)





Streitereien mit dem Mann? Ich? Niemals?

Spaß beiseite. Und ja, man streitet sich. Definitiv auch mehr als vorher. Leider auch heftiger als vorher, denn plötzlich sind die Kleinigkeiten, die einen vorher nur geärgert haben, plötzlich lebensnotwendig und lösen einen halben Krieg aus. Meistens sind es Kommunikationsprobleme. Allerdings muss ich mich regelrecht zwingen über die Sachen die mich ärgern mit ihm zu reden. Aber wenn man sowieso gestresst ist, hat man manchmal nicht den Nerv noch alles mögliche breitzutreten. Stattdessen fresse ich alles in mich hinein bis die Bombe platzt. Nicht die beste Lösung für eine harmonische Beziehung. Aber wir sind uns einig das wir das schaffen...immerhin etwas.


Marypenny:

Die ersten Reaktionen auf meine Schwangerschaft waren gemischt. Mein Opa sagte sofort: "Ich habe immer gesagt,dass Miriam die erste von meinen Enkeln ist,die ein Kind bekommt." Der Rest sagte: "Niemals Miriam,die ist doch viel zu vernünftig!"
Mein anderer Großvater schwieg die Schwangerschaft einfach tot,sogar noch dann,als ich bereits hochschwanger neben ihm saß. Erst im Dezember kam das erste zaghafte: "Was wirds denn eigentlich?" 
Heute freuen sich alle über Noah und können gar nicht genug von ihm bekommen. Selbst mein Großvater,der NIE was mit Kindern anfangen konnte und sich erst mit uns beschäftigte,als wir schon ein gewisses geistliches Level erreicht hatten,spielt und albert viel mit Noah rum. 
Auch meine restliche Familie hat mir grade in der Anfangszeit viel unter die Arme gegriffen,mir in der Schwangerschaft viel geholfen und war immer für mich da.
Das Verhältnis hat sich durch Noah bei manchen intensiviert,bei manchen ist es genau wie vorher. Distanziert hat sich aus meiner Familie aber niemand. 

Streit mit dem Partner? Wir haben uns schon in der Schwangerschaft getrennt,weil wir nur gestritten haben. Heute haben wir keinen Kontakt mehr. 

Mittwoch, 6. August 2014

Netzfundstück - Besondere Erinnerung

Kaum eine Mutter kann sich vorstellen, wie weh es tut. Eben noch turnt dein Baby munter in deinem Bauch umher und im nächsten Augenblick ist alle Hoffnung verloren.

Das heutige Netzfundstück erzählt von genau solch einem Schicksal:


Da liegt der kleine Engel auf der Brust seiner Mutter und scheint friedlich zu schlafen. Fotos einer kleinen Familie, die es so nie wieder geben wird. Ein intimer Moment, festgehalten für die Ewigkeit und geteilt mit millionen Menschen rund um den Globus.

Und egal ob man es nun gut findet, dass die Eltern diese Bilder publik machen, machen sie doch auf eines Aufmerksam:

Ein gesundes Kind ist das kostbarste Geschenk auf Erden! Geschichten wie diese ermahnen uns, dankbar zu sein, für das kleine Wunder, welches uns manchmal in den Wahnsinn treibt, um uns dann wieder mit einem Lächeln zu verzaubern.

Ich wünsche den Eltern, und allen die ein ähnliches Schicksal teilen müssen, alle Kraft der Welt diesen Schmerz zu verarbeiten.

Ruhe in Frieden Monroe...