Mittwoch, 30. November 2016

Impressionen aus der Nähstube


Heute möchte ich euch einen Einblick in meine Nähstube geben und einige Kleidungsstücke zeigen, die ich im ersten halben Jahr meines neu erlangten Hobbys für meine Kinder genäht habe. Viel Spaß mit den Impressionen!

Die Käferhose


Kurze Hose mit Vöglein


Ein blaues Kleid
Für wilde Träume: Schlafanzughose mit Pfeilen

Das Gute-Laune-Sommer-Kleid

Top Giraffen
Der Blumen-Ballonrock, den ich mir auch noch selbst nähen muss.


T-Shirt Wolfskinder
Herzchen-Body

Annikas selbstbemaltes Shirt


Rock Wolfskinder
Igel-Body



Waschbär-Body


Vögelchen-Body


Ballon-Rock Miauuuu
Abenteuer Langarmshirt


Hübsches Katzenkleid

Abenteuer T-Shirt


Einige Nähereien kann ich euch leider nicht zeigen, weil ich Lizenzstoffe von Disney vernäht habe. Obwohl wir mit diesem Blog keine Einnahmen haben, ist Bloggen per se gewerblich. Das Zeigen von vernähten Disney-Stoffen ist auf gewerblichen Seiten leider untersagt.

Sonntag, 27. November 2016

Adventskalender für DIY-Dummies

Heute stelle ich euch den Adventskalender vor, den ich als bekennende Bastel-Legasthenikerin für meine Kinder zurecht gestaltet habe.

Nachdem euch Schokominza mit ihrem selbstgenähten Adventskalender beeindruckt hat, zeige ich euch heute eine günstige und einfach herzustellende Alternative, falls ihr weder Zeit, noch Nerven oder Lust auf Bastelei habt.

Ihr braucht nur:

  • Papierbrottüten
  • Zahlensticker (falls ihr die nicht selbst drauf schreiben wollt)
  • Weihnachtssticker
  • Washi Tape

Bastelmaterial

Da ich noch vom letzten Jahr Washi Tape übrig hatte, beliefen sich die Kosten für die Gestaltung auf insgesamt 3,95 Euro für Sticker und Brottüten (alles von Rossmann). Das Adventskalenderbastelset gab es bei Aldi Nord und daraus habe ich den Zug fürs Aufstellen der Tüten verwendet, da mir die dort enthaltenen Boxen zu klein für meinen Inhalt waren. Der Zug ist aber nur Deko.

Die günstige Verpackung hat für mich folgende Vorteile: erstens ist der Inhalt teuer genug für zwei Kinder und zweitens können sie so mit gutem Gewissen die Tüten einfach aufreißen. Das ist kinder- und nervenfreundlicher als wenn man einen der unzählig schönen und teuren Kalender zum Selbstbefüllen kaufen würde. 

(Obwohl ich jedes Jahr bei Dawanda und Tchibo stöbere, mich dann aber doch aus Geizgründen gegen ein Kalender dort entscheide)

Zum Inhalt

Ich muss sowohl einen 3,5-jährigen als einen fast Einjährigen täglich glücklich machen und habe folgende Teile auf die 24 Tüten verteilt:

  • Für den Kleinen: 13 Fingerpuppen von Hema für je 1 Euro das Stück, eine Badefigur (öh, Preis vergessen) und über 20 Beiß- und Spielringe, die ich auf einem Kinderbasar für insgesamt 2,50 Euro gefunden habe
  • Für den Großen: vier Knetdosen (wir haben bislang nur eine gelbe), die es bei Rossmann mal im Angebot für 0,99 Euro das Stück gab, acht Dinofiguren und ein Set aus leuchtenden Planetensticker (ebenfalls von Hema für 7 und 2,50 Euro) sowie Fensterbilder und Süßigkeiten

der Inhalt

Gerade die Fingerpuppen sind wirklich sehr süß und mein persönlicher Shoppingtipp für euch:



Ich komme also nur für den Inhalt schon auf knapp 40 Euro, was für "Kleinigkeiten" enorm ist. Das ist aber auch der Grund, warum von unserer Seite aus an Heiligabend weniger geschenkt wird als in den Jahren davor und wir uns für jedes Kind auf ein einziges (dafür dann größeres und teureres) Geschenk beschränken werden.

Die Gestaltung

Jetzt kommt es zur Bastelei, die mich auch ohne dass das Endergebnis perfekt aussah einen halben Tag gekostet hat (mit ständigen Unterbrechungen, in denen ich alles wegräumen und vor den Kindern in Sicherheit bringen musste). Der Inhalt wurde strategisch auf die 24 Tüten verteilt, so dass jedes Kind jeden Tag eine Kleinigkeit in der Tüte finden wird und sich die Art des Geschenkes nicht zu sehr häuft. Die Fensterbilder habe ich zerschnitten und die Süßigkeiten ebenfalls aufgeteilt.


Dabei ist es nicht so einfach, den Überblick zu behalten, aber jetzt auch keine logistische Meisterleistung. Nachdem die Tüten fertig befüllt waren, habe ich sie zugeklebt und mit Washi Tape sowie den Zahlenaufklebern und Weihnachtsstickern verziert.




Das war es dann auch schon! Die 24 Tüten werden jetzt im Wohnzimmer um den Weihnachtszug aufgestellt und warten nun auf den ersten Dezember!

Wir wünschen euch einen besinnlichen ersten Advent und eine schöne Weihnachtszeit :)!

Und fertig!



Freitag, 25. November 2016

Im Nachtzug nach Dresden

Die deutsche Bahn schafft sie ab. Wieso, weshalb, warum? Weil es sich nicht mehr rentiert. Die wunderbare City-Night-Line auf der Strecke zwischen Amsterdam und Prag wird mit dem Fahrplanwechsel im Dezember eingestampft. Auch meine Zugstrecke von Köln nach Dresden ist davon betroffen.  Man kann sich nun ärgern oder man packt die Koffer und reist wenigstens einmal noch mit einem Nachtzug quer durch Deutschland. 
Hier mein Erfahrungsbericht:
 

Bonn. 21:27 Uhr. 
Die Nacht ist angenehm mild und trocken. Mit Rucksack auf dem Rücken und Tasche um die Schulter warte ich auf den Bus. Neben mir steht mein Mann mit dem Buggy, in dem Mila gerade wieder wach geworden ist. Sie wird nachher in der Regionalbahn einschlafen. Mein Mann bringt uns nach Köln, wo es losgehen soll: Unsere erste Reise mit dem Nachtzug.


Köln. 23:10 Uhr. 
Unsere Wartezeit haben wir auf dem Bahnhof im Zeitschriftenladen vertrödelt und jetzt heißt es: Los geht´s! Ich hebe das schlafende Kind aus dem Buggy und trage es zu unserem Abteil ins Bett. Sie schläft einfach weiter, während ich meinem Mann durchs Fenster winke. Diese Reise unternehmen nur wir zwei Mädels. Unsere kleine Annika schläft bereits bei ihren Großeltern in Bergisch Gladbach, wo sie zwei Tage Urlaub machen wird. Der Kindergarten hat geschlossen und mein Mann muss arbeiten. So machen wir alle Urlaub. Ja, auch mein Mann, der vielleicht am meisten, denn er hat ja trotz Arbeit immerhin kinderfrei.

Köln 23:13 Uhr.
Der Nachtzug ruckelt los, das Kind schläft und ich freue mich, dass sich niemand mehr in unser Doppelzimmer gesellt. Wir sind allein. Ich zeige noch mein Ticket vor und dann lege ich mich zu meiner Tochter, lasse mich von den Ruckeln noch einige Minuten wach halten, doch dann schlafe ich ein.

Berlin. 6 Uhr.
Ich vermute, dass es irgendwo in Berlin ist, wo ich aufwache. Ein Schild entdecke ich beim Blick aus dem Fenster nicht. Zunächst erwache nur ich, aber kurz darauf auch Mila. Sie freut sich, endlich im Nachtzug zu sein und stellt neugierig Fragen. Wieso schläft oben niemand? Wo ist denn die Tür? Können wir das Licht anmachen? Wo sind die anderen Leute? Ist Papa wieder nach Hause gefahren?

Die Frage der Fragen: Wie gemütlich ist der Schlafwagen?
Die Betten sind eher schmal geschnitten, weswegen wir uns zu zweit sehr aneinander kuscheln mussten. Auch hätte ich gern einen Rausfallschutz gehabt, für den Fall, dass der Zug scharf bremmst, wenn ich gerade auf der Seite liege. Bedenken hatte ich schon, aber an sich war es wirklich sehr gemütlich und gerade wenn man allein reist und das Bett für sich hat, kann man sich kaum beschweren.

Berlin. 6:30 Uhr.
Gemütlich lesen wir zusammen ein Buch (Die Zaubermähnen), bis Mila hungrig wird. Als Proviant haben wir Käsebrötchen, Zitronenkuchen und Birne dabei. Zu trinken gibt es Limo. Man gönnt sich ja sonst nichts. (Naja gut, eigentlich schon manchmal. Oder ständig.)
Ich entdecke ein Waschbecken in unserem Schrank. Plus Seife und Handtuch, cool. Ich wasche mich und trage im schaukelnden Wagen Mascara auf und schminke die Wangen rot. Chice Frau! Neben dem Doppelstockbett fühle ich mich trotzdem wie im Schullandheim. So sitzen wir dann auch auf dem Bett zwischen unseren Sachen und spielen etwas. Dann malt Mila auf dem Boden in ihrem Malbuch und ich döse noch etwas.

Irgendwo bei Nirgendwo. 8:20 Uhr.

Wir werden "geweckt" und bekommen ein Tablett mit Frühstück. Inbegriffen in der Buchung! Eine tolle Überraschung: Kaffee, Orangensaft, Tee. Fünf Brötchen UND ein Milchbrötchen mit Butter, Leberwurst und Marmelade. Wir können nicht mehr so viel essen, wie wir möchten, und packen den Rest in unseren Rucksack. Jetzt sind wir ausgeschlafen und gut versorgt.

Dresden. 9:10 Uhr.
Mit einer leichten Verspätung beenden wir unsere Nachtzug-Fahrt. Insgesamt waren wir etwa zwölf Stunden unterwegs, aber fühlen uns pudelwohl. Meine Eltern und meine Nichte warten vor dem Bahnhof im Auto, begrüßen uns herzlich und dann fahren wir noch etwa eine Stunde bis zu ihnen nach Hause.

Langburkersdorf. 10 Uhr. 
Wir sind da. Wir sind begeistert.



Wie teuer war es?

Was natürlich auch interessant ist: Der Preis. 
Die Fahrt an sich kostete 30 € und die Reservierung in einem 2-Bett-Schlafwagen schlug zusätzlich mit 66 € zu Buche. Wir haben also viel Geld ausgegeben, sind jedoch wie im Schlaf 600km gereist. Das war es uns wert.
Ich würde es wieder tun, wenn es möglich wäre.

Immerhin können wir jetzt sagen: City-Night-Line - Wir waren dabei!